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Roggalkante und Spullerplatten (Klettertour Roggalkante)

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Roggalspitze

Roggalkante und Spullerplatten

Ein Sommerwochenende wie aus dem Bilderbuch ist gemeldet: Beste Voraussetzungen für die geplante Tour zur Roggalkante im Lechquellgebirge!

Wir starten um 5:00 Uhr morgens Richtung Arlberg, mit der Hoffnung, den ersten Schwung an Kantenkletterern auszustellen und genüsslich hinten nach zu klettern. Doch wir haben die Rechnung ohne Dirk-Lars gemacht! Zunächst geht es ohne Dirk-Lars zügig übern Arlberg nach Lech und weiter zur Ravensburger Hütte – ein Idyll in einer idyllischen Landschaft mit ausgezeichnetem Hüttenteam und Essen. Nach kurzer Einkehr zaggeln wir gemütlich zum Einstieg der Roggalkante hinauf. Im mittleren Teil tummeln sich einige Seilschaften, am Einstieg bereiten sich 2 Seilschaften vor – eigentlich gute Voraussetzungen. Die erste Seilschaft startet und damit kommt Dirk-Lars ins Spiel. Mit deutscher Gründlichkeit werden alle – wirklich alle und ein paar neue – Seilkommandos durchgegangen, die Übergabe an den Standplätzen wird ausgiebig zelebriert und während des Kletterns vermutlich in Gedanken die Theorie des Kletterns abgerufen – alles in allem eine sehr zeitraubende Angelegenheit. Wir und drei weitere Seilschaften nehmen es anfangs mit Humor, Ö3 meldet eine Gewitterwahrscheinlichkeit von 0, die Landschaft ist herrlich anzusehen – was soll´s! Doch nach drei Stunden und 3 Seillängen im 3er Gelände gibt es in der Landschaft nix Neues mehr zu sehen, nach 2 weiteren Stunden fängt´s im Magen zu knurren an und die Zigaretten gehen langsam aus. Vor den 2 Ausstiegsseillängen werden die Schatten merklich länger, da kommen doch nicht noch die Stirnlampen zum Einsatz? Dirk-Lars muss dieselbe Engelsgeduld haben wie wir, ein Vorbeilassen kommt nicht in Frage. Nach 7 - oder waren´s 8 - Stunden in der Kante erreichen wir das Gipfelkreuz. Die Fernsicht ist genial, das Gipfelschnapserl auf leerem Magen auch!

Für den Abstieg ist aber nochmals volle Konzentration gefragt, Noscht gibt eine kurze Vorstellung von Schwanensee und gerade noch vorm Dunkelwerden erreichen wir die Hütte. Das Abendessen bekommen wir sofort serviert, auf der Terrasse mit bestem Blick zur Roggalkante. Wir sitzen schon beim Hauptgang, da kommt Dirk-Lars um die Ecke – den haben wir beim Abstieg endlich überholen können. Für Gesprächsstoff ist gesorgt, es ist doch schon Mitternacht, als wir uns im Seminarraum zur Ruhe begeben. Das folgende Schnarchkonzert kommt im hohen Kletterraum voll zur Geltung!

Etwas angeschlagen statten wir sonntags den Spullerplatten einen Besuch ab. Die 6 Seillängen sind nett zu klettern, auch wenn die Wasserrillen etwas gewöhnungsbedürftig sind. Noch ungewohnter ist allerdings das schnelle Weiterkommen, ohne Dirk-Lars an der Spitze sind wir bereits zum Mittagessen wieder auf der Hütte! Auch kein Nachteil, die pralle Sonne des Tropentages lässt auch in der Höhe nur eins wirklich zu: Einen Sprung ins kühle Nass, den wir im Spullersee ausgiebig genießen.

Die Roggalkante wird uns noch lange in Erinnerung bleiben: Eine ausgesprochen schöne Kletterei für den Schwierigkeitsgrad in wunderbarer Umgebung – und mit Dirk-Lars ein spezielles Erlebnis!

Hier sind die FOTOS dazu zu sehen!

 
 
 

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