Logo Sektion Zillertal

Sektion Zillertal

Mitglied werden
zur Anmeldung
Bild /zillertal_wAssets/img/galleries/alben/galerien/2011_08_tiroler_hoehenweg/mayrhofen-meran_135-1.jpg

Tiroler Höhenweg

Eine attraktive Bereicherung im AV-Programm der Sektion Zillertal ist der Versuch das Weitwandern nach vielen Jahren wieder zu aktivieren.  

 

Unser Ziel war es, den Tiroler Höhenweg von Mayrhofen nach Meran, insgesamt rund 110 km, 8500 m im Aufstieg und 9000 m im Abstieg in einer knappen Woche zu bewältigen. Der Wettergott meinte es uns wirklich gut, denn gerade zum Start der fünf bis sechstägig geplanten Tour begann eine lange Schönwetterphase, welche unser Vorhaben doch wesentlich erleichterte.  

 

So machten wir uns, sechs Weitwanderer, Johanna, Maria, Sophie, Adi, Paul und ich, auf den Weg, vom Schlegeis-Stausee über das Pfitscherjoch zur Landshuterhütte, danach über den Gipfel Wolfendorn hinunter zum Brennerpass und dann wieder weiter hinauf zur Sattelbergalm, wo wir unser erstes Quartier bezogen.

 

Weiter ging es dann am nächsten Morgen über den Sattelberg, Steinjoch, Kreuzberg, Hoher Lorenzen zum Portjoch und anschließend den über weite Strecken stark exponierten Pflerscher-Höhenweg entlang bis zur Italienischen Tribulaunhütte. Nach 10 Stunden Fußmarsch bekam die Wirtin in der Hütte selbstverständlich nur Komplimente für die ausgezeichnete Bewirtung und Beherbergung.

 

Am dritten Tag, nach Abstieg in den Ort Innerpflersch, den weiteren Aufstieg zur Maurerscharte und wieder ins Tal hinunter nach Maiern, murmelte einer der Teilnehmer am Tagesziel bereits leichtsinnig von einem relaxing-day, waren wir doch heute nur knapp 8 Stunden in den Bergschuhen. Dies sollte sich jedoch bald ändern. Wir mussten nämlich, um unser ehrgeiziges Ziel zu erreichen am folgenden Tag, unvorhergesehen, zu den zwei geplanten Etappen noch eine Etappe zusätzlich schlucken.

 

So ging es früh morgens durch das Lazzacher Tal hinauf zur Schneebergscharte (auf Grund schlechter Markierungen und trotz bestem Kartenmaterial waren wir schlussendlich auf dem Sandjoch gelandet) hinunter nach St. Martin, weiter über den Knappenweg zur Timmelsjochbrücke, von dort weiter ca. 3 Stunden auf das Grubjoch, über den ausgesetzten Monte Scabro (Rauhes Joch) zum Pixner Biwak und danach bereits in der Abenddämmerung über die Schneidalm hinunter nach Pfelders. Dort kamen wir um ½ 9 wohl etwas müde an, ergatterten trotz Ferragosto ein gutes Quartier, und niemand plauderte mehr über relaxing-days!

 

Umso mehr freuten wir uns alle schon am gleichen Abend darüber, dass unser Vorhaben, sollte nicht Unvorhergesehenes geschehen, wohl gelingen würde. Dabei stelle ich besonders unseren Damen, welche unaufhaltsam und mit enormer Kondition alle täglichen Herausforderungen bestens bewältigten ein großes Kompliment aus.

 

Der fünfte Tag belohnte uns dann schon zum fünften Male mit traumhaftem Bergwetter, wunderschönem Aufstieg zum Faltschnaljöchl, weiter hinauf zum Spronser Joch und mit herrlichem Blick auf die 7 Spronser Seen. Auf der Oberkaseralm schließlich freuten wir uns über eine deftige Südtiroler Jause und taten uns dort schon recht leicht mit uan od´r zwoa Liter Südtiroler Rötl. Schließlich erreichten wir am Nachmittag die Bockerhütte und schon bald nach weiteren 1000m Abstieg erblickten wir die ersten Häuser vom Dorf Tirol bei Meran, unser eigentliches Ziel.  

 

Hervorragendes Wetter, ausgeglichene Kondition der Teilnehmer und gute Planung führten schlussendlich zum gemeinsamen Erfolg dieses Vorhabens. Alle Weitwanderer freuen sich nun über eine wunderschöne Woche in den Bergen .

 

Hans Knauer

 

 

 

Bilder gibt es HIER zu sehen!         

       

 
 
 

Anfragen zum Internetauftritt und zur Wartung