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Tag der Natur (Tag der Natur)

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Tag der Natur

Blick zum Talende

Bericht vom Landes-Naturschutzreferent Mag.Josef Fischer-Colbrie


Am Samstag, 29.6.2019 – es war ein heißer, wolkenloser Frühsommertag - trafen sich 34 Naturliebhaber aus Stadt und Land Salzburg sowie aus dem benachbarten Tirol beim Parkhaus „Kesselfall“ im Kapruner Tal: hier war der Ausgangspunkt einer botanisch ausgerichteten Exkursion, zu welcher der Mittersiller „Moorverein Wasenmoos“, die „Biotopschutzgruppe Pinzgau“ und der Landesverband Salzburg des Österreichischen Alpenvereins eingeladen hatten; Anlass dieser Exkursion war der „Tag der Natur“, welcher alljährlich im Juni abgehalten wird.

Zunächst fuhren wir mit den Bussen der Tauernkraftwerke und dem Schrägaufzug zum Stausee „Mooserboden“, wo sich ein beeindruckendes Panorama auf die umliegenden Dreitausender der Glocknergruppe und das Karlinger Kees im Talschluss eröffnete.

Nach Überquerung der westlichen Staumauer erklommen wir die „Höhenburg“ (2108 m), eine mit besonders artenreicher Hochgebirgsflora ausgestattete felsige Erhebung zwischen den beiden Staumauern; an diesem Standort blühten viele Pflanzen der alpinen Stufe, darunter Alpen-Süßklee, Silberwurz, Berghähnlein (eine Anemonen-Art), Trollblume, Knabenkräuter, Berg- und Alpenhahnenfuß, Frühlings- und Stengelloser Enzian, Teufelskralle und das dicht behaarte Zottige Habichtskraut.

In weiterer Folge wanderten wir nach Überquerung der östlichen Mooserboden-Staumauer am Ufer des Stausees entlang in Richtung Talschluss. Im dort befindlichen Zwergstrauchgürtel (hauptsächlich aus Weidengewächsen und Alpenrosen bestehend) blühten – sehr charakteristisch gleich nach der Schneeschmelze – viele Soldanellen (Alpenglöckchen), aber auch mehrere Steinbrech-Arten, das Stengellose Leimkraut (eine in der alpinen Stufe weit verbreitete Polsterpflanze) und das unscheinbare Alpen-Leinkraut.

Nach vorsichtiger Überquerung mehrerer Schneefelder mussten wir kurz vor der Stauwurzel bei einem Bachbett umdrehen, dessen Überquerung auf Schneebrücken zu gefährlich gewesen wäre.

Zum Abschluss genossen wir nach der Rückfahrt ins Tal eine gemeinsame Jause im Gasthaus „Kesselfall“. Alle Exkursions-Teilnehmer waren sich einig, einen besonders schönen, in der Höhenlage von knapp über 2000 m angenehmen und auch lehrreichen Tag erlebt zu haben.

zu den Fotos geht´s hier

Einen ausführlichen Bericht von Prof. Wolf Kunnert gibt´s hier zum downloaden

 
 
 

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