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"Tage der Natur" - Wanderung im Lungauer Riedingtal ("Tage der Natur" - Wanderung im Lungauer Riedingtal)

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"Tage der Natur" - Wanderung im Lungauer Riedingtal

Auf der Fischer Hütte

Die Gruppe vor der Franz Fischer Hütte

KURZBERICHT von Mag. Josef Fischer-Colbrie

über eine Exkursion des ÖAV/Landesverband Salzburg am 16.6.2018 zum Anlass „TAG DER NATUR“ im Lungauer Riedingtal

An einem sonnigen Frühsommertag trafen sich 21 Mitglieder des ÖAV, darunter viele Sektions-Naturschutzreferenten und – referentinnen, vor dem Naturparkhaus auf der Schliereralm im Lungauer Riedingtal (Gemeinde Zederhaus); hier war der Ausgangspunkt einer Exkursion, zu welcher der Landesverband Salzburg eingeladen hatte. Der Naturpark Riedingtal besteht seit dem Jahr 2002 und liegt am Südrand der Niederen Tauern zwischen den Ausläufern der Ankogel-Gruppe und den Radstädter Tauern.

Der Geschäftsführer des Naturparks, Herr Gfrerer, begrüßte uns und verwies in seinen  einleitenden Worten auf die wichtigsten Ziele eines jeden Naturparks:

·        Schutz des Gebietes

·        Erholung für Einheimische und Gäste

·        Wissensvermittlung über die Natur

·        Setzen regionalwirtschaftlicher Impulse

·        Sicherung der Existenz der bäuerlichen Betriebe

Dann wanderten wir dem Riedingbach entlang auf dem so genannten „Almwanderweg“ taleinwärts: dieser Weg verbindet die Almen im Talboden, welche alle sehr naturnah bewirtschaftet werden.

Nach einer guten halben Stunde erreichten wir die Abzweigung zur „Franz-Fischer-Hütte“, unserem Ziel. Der Weg führte uns zunächst durch den Wald der subalpinen Stufe zur „Oberen Eßlalm“ und dann zuletzt über baumfreies Gelände zur genannten Hütte auf 2020 m Seehöhe, die sich im Besitz der Sektion Lungau des ÖAV befindet und vor einigen Jahren neu errichtet wurde.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wanderten wir auf dem Höhenweg unter den bizarren Felsgipfeln des Faulkogel und des Mosermandl am Essersee vorbei zur Jakoberalm. Auf diesem Wegabschnitt eröffnete sich ein großartiger Blick zur Riedingspitze und zum Weißeck, dem höchsten Berg im Naturpark (2711m).

Besonders beeindruckend war die pflanzliche Vielfalt auf dem Weg von der Fischer-Hütte zur Jakoberalm: hier befindet sich nämlich der Übergangsbereich zwischen den kalkhaltigen Gesteinen der Radstädter Tauern („Ostalpin“) und den silikatischen Gesteinen des Tauernfensters („Penninicum“). Dementsprechend vielfältig war die Flora, die wir in voller Pracht erleben durften: ein bunter Blütenteppich begleitete uns auf diesem Höhenweg, bestehend aus vielen geschützten Pflanzen (wie z.B. diverse Knabenkräuter, Trollblumen, verschiedene Enzian-Arten, Arnika, Alpenaster, Almrausch, Zwerg-Alpenrose) und vielen anderen Arten, die für diese Höhenlage typisch sind.

Ab der Jakoberalm ging es dann talwärts zurück zur Schliereralm am gleichnamigen (Stau-)See, wo wir die Exkursion bei einer abschließenden Jause mit regional-typischen Schmankerln (Graukäse, Rahmkoch) ausklingen ließen. Alle Teilnehmer waren sich einig, einen besonders schönen und auch lehrreichen Tag im Naturpark Riedingtal verbracht zu haben.

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