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Naturschutzreferentenseminar 2014 (Naturschutzreferentenseminar 2014)

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Naturschutzreferentenseminar 2014

Brunnen vom Hotel

Diesmal fand das Seminar für Naturschutzreferenten vom 02.07. bis 06.07.2014 in Reichenau an der Rax statt.
Teilnehmer aus Zell am See: Bernhard Gritsch und Werner Gantschnigg

02.07.2014
Eintreffen der Teilnehmer um 16:30 Uhr im Seminar- Parkhotel Hirschwang. Begrüßung um 17:00 Uhr mit anschließendem gemütlichen Abendessen im Gasthaus Raxalpenhof.

03.07.2014
Hier ein Auszug aus dem Bericht von Mag. Fischer-Colbri Landesnaturschutzreferent

Zunächst referierte Frau Mag. Schwann vom Hauptverband, Abteilung Raumordnung und Naturschutz, über das Projekt „Bergsteigerdörfer“ (zur Zeit gibt es 20 in Österreich, 2 davon in Salzburg: Weißbach bei Lofer und Hüttschlag). Dieses Prädikat wird als Auszeichnung nur an Orte vergeben, die eine echte Alternative zu denjenigen Gemeinden bieten, die sich einem Technik-intensivenTourismus verschrieben haben. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Gemeinde Kals in Osttirol das betreffende Prädikat kürzlich aberkannt werden musste, weil in jüngster Zeit eine Schiverbindung mit Matrei hergestellt sowie ein Hoteldorf errichtet worden ist und diese Entwicklung den strengen Grundsätzen bzw. Voraussetzungen, wie sie für „Bergsteigerdörfer“ gelten, zuwiderläuft.

Anschließend fand ein Workshop statt, in dessen Rahmen sich 3 Gruppen mit folgenden Leitlinien aus dem „Grundsatzprogramm“ der Alpenvereine (ÖAV, DAV, AVS) auseinandersetzten:

  • Ganzheitliches Naturverständnis fördern und kulturelles Erbe bewahren
  • Partnerschaftliche Verständigung mit der Bevölkerung anstreben
  • Die Energiezukunft kritisch gestalten

Die von den jeweiligen Gruppen erarbeiteten Ergebnisse wurden am darauf folgenden Tag dem Plenum präsentiert, stellen einen Arbeitsauftrag für die nächste Hauptversammlung dar und sollen schließlich auf allen Ebenen des ÖAV schwerpunktmäßig umgesetzt werden – u.a. soll damit das „Verhinderer-Image“ des ÖAV korrigiert bzw. diesem Image durch aktives Engagement entgegen gewirkt werden.

04.07.2014

Zunächst referierte DI Dr. Bogner (Naturschutzreferent der Sektion Klagenfurt) über Biodiversitätsmonitoring in Österreich (Def.: Biodiversität ist die Eigenschaft lebender Systeme, unterschiedlich und andersartig zu sein; Monitoring ist das systematische Beobachten von Prozessen). Besonders hervorzuheben ist die Aussage des Referenten, wonach der ÖAV über ein hohes Potenzial für „Laien-Monitoring“ verfügt, und die spontan geäußerte Bereitschaft bzw. das Interesse mehrerer Seminar-Teilnehmer, sich an einem derartigen Monitoring zu beteiligen (vorherige Schulung erforderlich – Thema für einen „Naturschutztag“ im Herbst ?).

In weiterer Folge referierten DI Tobler von der MA 31 (Wiener Wasserwerke) über die Wiener Wasserversorgung: I. und II. Wiener Hochquellenleitung aus den Bereichen Rax/Schneeberg bzw. Wildalpen/Hochschwab, III. Wiener Wasserleitung aus dem Wasserwerk „Moosbrunn“, sowie der Forstdirektor der Stadt Wien, DI Januskovecz (MA 49) über die Bewirtschaftung der Quellenschutzwälder der Stadt Wien: in diesen Wäldern sind alle Maßnahmen (Jagd, Beweidung, Tourismus-Aktivitäten, …) STRIKT dem Betriebsziel Quellenschutz untergeordnet – dies wurde vom  Referenten an Hand zahlreicher Beispiele ausführlich erläutert

Der abschließende Vortrag von Mag. Groß widmete sich dem höchst aktuellen Thema  „Alpine Schiläufer und die Umgestaltung alpiner Täler“.
Ende des Berichtes von Mag. Fischer-Colbrie

Am 03.07.2014 besuchten wir noch das Schloß Reichenau, wo einige interessante Exponate zu besichtigen sind. Unter anderem auch Gemälde von Labisse, Dali, Picasso, Miro, und Chagal.

05.07.2014

Nach dem Frühstück wanderten wir entlang des Wasserleitungsweges zum Wasserleitungsmuseum.
Die Führung durch das Wasserleitungsmuseum und die Besichtigung der Quelle Kaiserbrunn war sehr interessant.

06.07.2014

Um 8:30 Uhr fuhren wir gemeinsam mit der Seilbahn auf die Rax. Dort war eine sehr interessante Exkursion mit Dr. Thomas Dirnböck und Dr. Heinz Dungler.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Raxalpen-Berggasthof ging es wieder heimwärts.

Abschließend möchte ich mich bei MMag. Liliana Dagostin, Mag. Birgit Kantner und Mag. Barbara Reitler für die tolle Veranstaltung danken. Wir haben viele neue Eindrücke gewonnen.

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