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51 Jahre NSWW: Vom Almwirt nach Eibiswald (51 Jahre NSWW: Vom Almwirt nach Eibiswald)

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51 Jahre NSWW: Vom Almwirt nach Eibiswald

Wandergruppe beim Weitwanderstein in Eibiswaldzoom

Die Wandergruppe beim Weitwanderstein in Eibiswald

Der südlichste Abschnitt des Nord-Süd-Weitwanderwegs steht auf dem Programm dieser Wanderwoche, die Lücke zwischen Präbichl und Mugel schließen wir dann Anfang Oktober.

Im Vorfeld haben einige Mitglieder der Wandergruppe Bedenken wg. der langen Etappe Mugel – Gleinalmschutzhaus geäußert, daher haben wir diese Wanderung nicht in Leoben, sondern beim Forsthaus Almwirt begonnen, ein Taxi bringt uns zum Parkplatz in der Nähe.

19. Tag: Fh. Almwirt – Gleinalmschutzhaus

Aber auch so ist die Etappe lang genug, mit vielen Höhenmetern versehen und zudem ist der Wetterbericht für den Nachmittag nicht gerade freundlich.

Aber noch ist es trocken und so starten wir mit einer Forststraßenwanderung in Richtung Pöllasattel. (Überhaupt wurde in den letzten 10 Jahren sehr viel des Wegabschnitts bis zum Fensteralmsattel auf Forstwege verlegt. Leider.) Ab dem Pöllasattel geht es aber auf schönem steil hinauf, dann wieder gemütlicher Richtung Fensteralm.

Angesichts der Wetterprognose war eigentlich das „Notprogramm“ vorgesehen, die zahlreichen Gipfel in der Südflanke zu umgehen. Allerdings: noch scheint das Wetter zu halten, also können wir vorerst einmal oben bleiben. Erste Pause auf der Fensteralm, dann weiter zum Polsterkogel und zum Polstersattel.

Wir sind trocken geblieben, aber rundherum sehen wir immer wieder Regenschauer niedergehen und auch der vor uns liegende Eiblkogel ist in Nebel gehüllt. Also links runter zum nahegelegenen Forstweg. Auf diesem können wir nun bis zum Gleinalmhaus spazieren. Letztlich eine gute Entscheidung, denn wir kommen – abgesehen von ein paar Spritzern – ohne Regen dort an, nach unserem Eintreffen fängt es aber zu gießen an. Aber was stört uns das, wenn wir in der warmen Stube sitzen?

Das Gleinalmwirtspaar Anne und Christian umsorgt uns bestens, auch das große Lager haben wir diese Nacht für uns alleine.

20. Tag: Gleinalmschutzhaus – Altes Almhaus

Mit ein bisschen Extra-Morgensport beginnt der heutige Wandertag, nach einigen Minuten stellt ein Gruppenmitglied fest, dass die Handschuhe in der warmen Stube liegengeblieben sind. Der brave Wanderführer läuft natürlich zurück…

Und gut war’s, denn die Handschuhe kommen bald zum Einsatz. Denn erst scheint’s, dass der Rossbachkogel frei von Wolken ist, somit erklimmen den Gipfel anstatt ihn wie von der Markierung vorgesehen zu umrunden. Aber anstatt einer tollen Aussicht erwarten und Sturmböen und Nebel, schade!

Wir streifen hier durch ein großes Almgebiet, auch die Lippizzaner weiden hier heroben. Pferde aller Farben begrüßen uns auf dem Weg weiter zum Sattelhaus, wo wir unsere Mittagseinkehr halten.

Sehr einsame Wanderwege erwarten uns am Nachmittag, erst spazieren wir zum Stierkreuz, dann weiter zum Gaberl. Das letzte Stück zum Alten Almhaus zieht sich dann schon etwas. Lange sind wir unterwegs, nach 18 Uhr treffen wir ein. Was uns auch eine Belehrung von der Wirtin einbringt, denn ab 17 Uhr wäre geschlossen. Und zu essen gibt’s nur vier belegte Brote – für fünf Personen… Dafür sind die Zimmer top!

21. Tag: Altes Almhaus – Barbarahaus

Um einen frühen Start zu gewährleisten, wandern wir heute ohne Frühstück los – ebenfalls nicht ganz ohne Verzögerung, einige Jacken und Stöcke blieben gestern in der Gaststube zurück und die ist frühmorgens noch versperrt. Der weitgehend ebene Weg zum Salzstiegl ermöglicht uns einen Überblick über die heutige Etappe über die Hirschegger Alm. Im Salzstiegelhaus bekommen wir dann – trotz Ruhetag – unser verdientes Frühstück.

Über eine (flache) Skipiste gehen wir hinauf zu Windrad und Speicherteich und weiter in den Peterer Sattel, wo wir erstmals die Kärntner Landesgrenze berühren. Die folgenden zwei Stunden auf der Hirschegger Alm begleitet uns leider Nieselregen – das einzige Mal in den sechs Wandertagen, dass wir wirklich nass werden.

Gerne wären wir bei der Bernsteinhütte eingekehrt, doch auch hier ist heute Ruhetag somit können wir uns erst in der Knödelhütte bei einer Suppe aufwärmen. Nun ist es nur mehr eine dreiviertel Stunde bis zum Barbarahaus, welche wir flotten Schrittes hinter uns bringen.

Auch hier werden wir wieder besonders verwöhnt: jeder von uns darf sich ein eigenes Zimmer aussuchen!

22. Tag: Barbarahaus – Weinebene

Heute beginnt der Tag bergab, auf der Zufahststraße wandern wir hinunter zum Packsattel – und dann hat sich’s auch schon wieder mit dem Asphalt für lange Zeit. Wir wandern am Steinernen Weibl vorbei in den Packwinkel, dort über eine rutschige Holzbrücke. Länger zieht sich nun der Aufstieg zur Hebalm.

Bei der „Gifthitt’n“ kommen wir vor der ausgeschilderten Küchenöffnung an, doch eine Suppe zur Stärkung gibt’s dann doch. Wir wandern hinüber zur Stoffhütte, knapp davor an einem Schild mit einem Spruch von Carl Hermann vorbei:

Wer wandern will braucht nicht unbedingt einen Stab, aber einen festen Willen!

Wir haben beides, so kann uns der lange, einsame Marsch zum Wildsbachsattel nichts anhaben. Gerne wären wir schon am Ziel, doch nun müssen wir hinauf zur Handalm, wo sich ein prächtiger Rückblick auf die letzten Tagesetappen bietet, genauso wie auf die morgige Tour.

Am Windpark vorbei (die Windräder haben heute viel zu tun) kommen wir zu einigen Felsöfen, die den Beginn des Abstiegs zur Weinebene markieren. Steil hinab gelangen wir zur Pauluskapelle, wo wir kurz innehalten und Carl Hermann – dem Begründer des Nord-Süd-Weitwanderwegs – gedenken. Wenige Minuten sind wir im Ghf. Göslerhütte, unserem heutigen Nachtquartier.

23. Tag: Weinebene – Schwanberger Brendlhütte

Heute bekommt unsere Gruppe wieder Verstärkung – Wolfgang und Amadeus werden uns bis Eibiswald begleiten. Wolfgang ist seit seinem 27. Lebensjahr blind, doch Amadeus, sein Blindenführhund geleitet ihn sicher über Stock und Stein.

Die erste Stunde wandern wir gemütlich in den Bereich der Grillitschhütte. Für eine Einkehr ist es noch zu früh, also gehen wir’s gleich an und erklimmen die Hühnerstütze, was durchaus kraftraubend ist.

Oben dann eine kurze Pause, bevor wir weitgehend eben dem Koralpenspeik entgegen wandern. Dann geht es noch einmal steil nach oben auf den letzten 2000er des NSWW. Im Unterstandsraum bei der Radarstation suchen wir kurz Schutz vor dem Wind, der seit Aufbruch ein lästiger Begleiter ist. Dann hinauf zum Gipfelkreuz!

Nun steht uns eine lange Almwanderung bevor, die angeschriebenen 4 Gehstunden zur Brendlhütte werden wir aber nicht brauchen.

Plötzlich eine Schrecksekunde: ein Hinfaller, ein Knacksen, ein Aua! Doch nein, nicht das Knie ist kaputt, sondern Amadeus‘ Führgeschirr ist gebrochen, das ist jetzt blöd! Doch es lässt sich gut mit etwas „Gaffaband“ provisorisch reparieren – so, dass es die restliche Wanderung nach Eibiswald durchhält.

Almwiesen, Felsöfen, Kuhherden und ein gesprächiger Hirte, viel mehr gibt’s nicht von den folgenden Wanderstunden zu berichten. Knapp vor der Kapelle „Kramerin“ kommen wir wieder in den Wald und erreichen die Brendlalm mit der schön gelegenen Hütte.

24. Tag: Schwanberger Brendlhütte – Eibiswald

Wir brechen auf zur letzten Etappe auf dem Nord-Süd-Weitwanderweg, heute geht es wirklich (fast) nur bergab. Auch heute ist unsere Gruppe gewachsen, Hans & Herbert, die ebenfalls in der Brendlhütte übernachtet haben, schließen sich uns an. Durch den Wald wandern wir abwärts zum (ehem.) Jägerwirt, nach einem kurzen Straßenstück weiter nach St. Katharina in der Wiel. Pause!

Auch der nächste Abschnitt führt abwärts, steil sogar, bis im Tal des Hammersagbachs das Wörtchen „fast“ aus dem vorigen Absatz zum Tragen kommt. Bis St. Oswald gehen wir auf der Straße, ein (sich später als falsch herausstellender) Hinweis auf einem Wegweiser meint, dass der Wanderweg nicht begehbar ist.

In St. Oswald kurze Trinkpause, nun haben wir eine längere Asphaltstrecke bis zur Höchwirtkapelle vor uns, dann geht es wieder abwechslungsreich zum Buschenschank Garber. Anstatt mit vielen Wanderkilometern in den Beinen dessen Aussichtsturm zu besteigen, besuchen wir lieber den Gastgarten…

Nun trennt uns nur mehr eine dreiviertel Stunde vom Ortsrand in Eibiswald, die Wanderung klingt mit dem Weg durch das „Stille Tal“ wunderbar aus. Die Bundesstraße wird noch gequert und dann stehen wir da, beim Weitwanderstein.

Für Christine ist es tatsächlich das Finish am NSWW, die noch fehlende Lücke in unserem Tourenprogramm (Präbichl – Mugel) bereits im Sommer erwandert und sie bekommt dafür vor Ort das NSWW-Abzeichen angesteckt. Herzlichen Glückwunsch! Der Rest von uns holt das im Oktober nach...

Abschließend statten wir noch dem Weitwandermuseum einen Besuch ab, durch das uns der Obmann des AV Eibiswald Vinzenz Pressnitz führt.

Anschließend heißt es Eibiswald Adieu zu sagen, bald warten wir am Bahnhof auf die Heimfahrt Richtung Graz…

Text: Gert Kienast
Fotos: Gert Kienast, Cornelia Albrecht, Christine Schwarz

 
 
 

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