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Rudolfshöhen des Wienerwaldes - Teil II (Die beiden Rudolfshöhen des Wienerwaldes II. - Purkersdorf)

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Rudolfshöhen des Wienerwaldes - Teil II

Purkersdorf von der Feihlerhöhe

Purkersdorf von der Feihlerhöhe

Do., 08.10.2020: Wien Weidlingau – ehem. Stadt des Kindes – Gelber Berg/Rudolfshöhe – Naturpark Sandstein-Wienerwald – Deutschwald – Purkersdorf (Friedhöfe und Bemerkenswertes in der Stadt) – Bhf. Unter Purkersdorf - Hst. Purkersdorf Sanatorium.(13 km, + 400 Hm, Gehzeit 3 ¾ h + 1 ½ h Kulturstopps)

Es ist, wie wenn jemand unsere Corona-Abwehrkraft stärken wollte, indem er Traumwetter zum Wandern bietet. Es war ja wieder ein idealer Wandertag.

Ungewöhnlich der Start – querten wir doch das Einkaufszentrum „Auhof-Center“ um bei der ehemaligen „Stadt des Kindes“ den ersten Kulturstopp einzulegen. Dann gings aber hinauf durch den herbstlichen Wald auf den Gelben Berg, dessen Gipfel mit Aussichtswarte den Namen „Rudolfshöhe“ trägt. Der hölzerne Aussichtsturm ist fast 30 Meter hoch, aber der Aufstieg lohnte sich. Der Blick reichte bis zu den Kleinen Karpaten und zum Schneeberg. Der Abstieg von der Rudolfshöhe führte durch schönen Hochwald in den Naturpark Sandstein-Wienerwald. Bei den Wildschweinen (im Gehege) und beim Naturparkhaus ließen wir uns natürlich reichlich Zeit. Am Fußweg oberhalb der Deutschwaldstraße wanderten wir nach Purkersdorf, wo wir im Ghf. „Alte Linde“ ein sehr gutes Mittagessen einnahmen.

Am Nachmittag gabs mehr Kultur: zuerst befassten wir uns bei der ehemaligen Deutschwaldkapelle mit dem Purkersdorfer Gnadenbild einer „Madonna lactans“, das sich seit 1727 am Hochaltar der Pfarrkirche befindet (und später noch sahen). Durch den Friedhof gingen wir wieder bergwärts zum „paxnatura“. In dem Waldstück, das der Naturbestattung dient, ist – außer einem Felsen mit den Namen der Bestatteten – rein gar nichts anderes zu sehen, als im umliegenden Wald. Dann gings hinunter zur Feihlerhöhe, von der man über Purkersdorf blicken kann. Im Stadtzentrum betrachten wir u.a. das Schloss (einst Sitz des Waldamtes für den ganzen Wienerwald, daneben befindet sich heute übrigens der geschmackvolle, moderne Bau der ÖBF-Direktion), die Pfarrkirche, die Postkutsche und das kunstvoll verzierte Gebäude der historischen Post-Station...

Auf dem Fußweg entlang der Westbahn gingen wir zum Bhf. Unter Purkersdorf, wo wir – wohl zum letzten Mal – den wegen seiner Länge bemerkenswerten Fußgängersteg großteils noch aus der Bauzeit der Westbahn benützen. Am Geh- und Radweg entlang des Wienflusses kamen wir schließlich zur Hst. Purkersdorf-Sanatorium. Ab hier gilt bereits der „Tramwayfahrschein“, sodass für die meisten der Fahrkartenkauf entfiel.

Auch ganz in der Nähe gibt’s immer wieder etwas zu entdecken und das gemeinsame Gehen tut in dieser Zeit der „Kontaktlosigkeit“ der Seele besonders gut!

Martin Seemann
Tel. 02233/55860
seemann.martin@gmx.at

 
 
 

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