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Via Sacra - Teil 5 (inkl. Mariazellerland-Rundwanderweg) (Via Sacra - Teil 5 (inkl. Mariazellerland Rundwanderweg))

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Via Sacra - Teil 5 (inkl. Mariazellerland-Rundwanderweg)

Via Sacra

Ziel aller Mariazell-Pilger: Die Basilika

Nachdem wir im Jahr 2018 die Via Sacra in Tageswanderungen bis Schrambach begangen hatten, die Fortsetzung aber situationsbedingt zwei Mal verschieben mussten, gelang uns 2020 endlich die Vollendung des Weges zur Magna Mater Austriae in Mariazell.

Do., 27.08.2020: Schrambach – Freiland – Türnitz – Annaberg (28 km, ca. +680 Hm, -80 Hm, Gehzeit 7:45 Std.)

Dieser lange Tag war an der Via Sacra sicherlich der unangenehmste. Der fast überall hörbare Verkehrslärm der heutigen „Via Sacra“ B 20 und der Asphaltbelag auf den Radwegen beeinträchtigen den Wandergenuss in der unbestritten schönen Landschaft.

Von Schrambach bis Freiland folgt die Via Sacra dem Traisentalradweg. In Freiland betrachteten wir den Zusammenfluss der Unrecht Traisen und der Türnitzer Traisen, in deren Tal wir einschwenkten, und zwar auf der Trasse der eingestellten Nebenbahn Freiland-Türnitz, auf der natürlich auch der asphaltierte Türnitzer Bahnradweg verläuft. Dennoch: ein interessantes Wegstück inklusive dreier Tunneldurchquerungen. Bei Lehenrotte wichen wir kurz auf ein Wegerl direkt entlang der Traisen aus, nicht zuletzt wegen des guten Bründls. In Türnitz stärkten wir uns dann bei der Gastronomie des Bades, wussten wir doch, dass der letzte Gasthof des Marktes heuer seine Pforten schließen hatte müssen.

Ab Türnitz ging es in das Haupttürnitztal, landläufig bekannt als Türnitzer Graben. Etwa die Hälfte davon mussten wir am Bankett oder zumindest nahe der Straße zurücklegen, die andere Hälfte wurde die Via Sacra schon auf einen reizvollen Weg – einmal auf eine Forststraße – umgelegt. Das bescherte uns zwar fast 100 Höhenmeter zusätzlich, war aber weit angenehmer als an der Straße zu gehen. In Siebenbrünn begegneten wir erstmals einer burgenländische Pilgergruppe, die aus Begleitfahrzeugen gelabt wurde. Wir sollten sie noch öfter treffen. Sie waren aus Pama und Parndorf gekommen, wobei sie an den ersten Tagen bis zu 40 km-Etappen zurückgelegt hatten. Na dann sei Ihnen das Pilgern ohne Gepäck gegönnt! Der Anstieg vom Talschluss des Haupttürnitztales nach Annaberg war zwar steil, führte aber auf gut angelegtem Fußweg. Und der erste Blick von Annaberg auf den Ötscher war auch diesmal etwas ganz besonderes Erhebendes.

Fr., 28.08.2020: Annaberg – Joachimsberg – Wienerbruck – Josefsberg – Mitterbach – Mariazell (20 km, ca. +650 Hm, -750 Hm, Gehzeit 6 Std.)

Es war ein prächtiger Wandertag, an dem sich immer wieder Blicke auf den Ötscher auftaten – ganz besonders schön war der vom Joachimsberg. Kaum zu glauben, dass diese „Berg-Majestät“ kaum 1900 m hoch ist! Da ich den wenig lohnenden „Schlenker“ der Via Sacra von Mitterbach über den Nazbauern kannte, blieben wir ab Mitterbach auf dem herrlichen Waldweg entlang der jungen Erlauf und querten erst später auf einem Güterweg auf den Sebastianiweg hinauf. Der Sebastianiweg geht ab dem Habertheuer in den Rosenkranzweg über, der – wieder mit den typischen, kunstvollen Stationen bestückt – bis Mariazell hineinführt. Wir bezogen aber zuerst unser Quartier im Haus St. Franziskus in St. Sebastian, um abends erfrischt zur Basilika und zum Essen in die Stadt zu spazieren.

Sa., 29.08.2020: Mariazellerland Rundwanderweg (14 km, ca. + 200 Hm, Gehzeit 3:45 Std.)

Als schöner Ausklang bot sich der Mariazellerland Rundwanderweg an. Nicht markiert, aber gut in beiden Richtungen mit Wegweisern gekennzeichnet führt er vorwiegend auf Wald- und Wiesenwegen über den Erlaufsee, den Marienwasserfall und entlang des Grünaubaches nach Mariazell zurück. Obwohl es um 6 Uhr früh schon einmal geregnet hatte, blieben wir auch an diesem Tag – wie an den anderen zwei Tagen – trocken. Das war sicherlich auch mit ein Grund, warum die Stimmung gar so gut war!

Martin Seemann
Tel. 02233/55860
seemann.martin@gmx.at

 
 
 

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