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Leithagebirge – unmarkiert zu 3 Halbhöhlen und Schwarzem Germer (Leithagebirge – unmarkiert zu 3 Halbhöhlen und Schwarzem Germer)

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Leithagebirge – unmarkiert zu 3 Halbhöhlen und Schwarzem Germer

In der Kürschnergrube

In der Kürschnergrube

Do., 16.07.2020: Loretto im Bgld. – Dreifaltigkeitkapelle – Teufelsloch – Sauigelberg – Kürschnergrube – Johannesgrotte – Eisenstadt Schlosspark und Stadtrunde – Bhf. (16 km, ca. + 330, -380 Hm, Gehzeit 5 h)

Wie wir doch wieder vom Wetter begünstigt unterwegs waren!! Bei der Ankunft in Loretto regnete es noch, und bei der Rückkunft daheim regnete es wieder – und dazwischen ein idealer Wandertag – nicht zu heiß und trocken!

Wenn man in Loretto am Hauptplatz aus dem Bus aussteigt, überkommt einem sogleich das Gefühl von Ruhe und Menschenfreundlichkeit: der größte natürliche Dorfanger Mitteleuropas in der kleinsten Marktgemeinde Österreichs (ca. 400 Einwohner) und eine Wallfahrtskirche, die an bestimmten Tagen im Jahr Ziel vieler Pilger ist. Heute war's in ihr aber menschenleer und auch die „Casa santa“ (nach dem Vorbild von Loreto bei Ancona, IT) nebenan im Arkadenhof „gehörte“ uns allein zur näheren Betrachtung. 

Gleich nach dem Aufbruch in Richtung Esterhazysche Waldrandsiedlung konnten wir das Regenzeug wieder einpacken. Die langweilige Siedlung umgingen wir über die Dreifaltigkeitskapelle. Unmarkiert ging's dann über Wiesenwegerln zum Teufelsloch, eine Höhle, die der Reibsandgewinnung diente. Unmarkiert wanderten wir auch weiter über den Sauigelberg, wo wir die ersten Schwarzen Germer antrafen – zwar teilweise noch im Aufblühen, aber immerhin… Den weißen Germer kennt wohl jeder Almgeher, aber diese dunkelrot blühende Art kommt in Österreich nur ganz im Osten vor.

Am Rücken des Leithagebirges (von Kamm kann man wohl nicht sprechen) trafen wir den WWW02, dem wir bis zur Kürschnergrube folgten. Diese ist ein ehemaliger Kalksteinbruch, der aber schon 1870 aufgelassen wurde und danach angeblich den Kürschnern zum Trocknen der Felle diente (daher der Name). Wir betraten diesen bemerkenswerten Ort mit einer (künstlichen) Halbhöhle von der „Maschekseite“. Jetzt hatten wir nur mehr eine Höhle am Programm: die Johannesgrotte. Auch dorthin gelangten wir unmarkiert und direkt. Bald darauf, bei der Gärtnerei Mally, erreichten wir den Rand von Eisenstadt. 

Noch eine Steigung und eine Waldquerung und wir waren beim oberen Eingang in den Schlosspark. Darin ist wohl der Leopoldinentempel das beeindruckendste Bauwerk, und die Felsenstiege hinunter zum Teich lässt jedes Romantikerherz höher schlagen. Entlang der Orangerie und dem „Maschinenteich“, der einst den gesamten Park mit Wasser versorgte, gelangten wir in die Altstadt. Vorbei am Wohnhaus Joseph Haydns und am Schloss Esterhazy kamen wir zum Restaurant „Haydnbräu“, wo wir endlich eine ordentliche Rast machen konnten und bestens bewirtet wurden.

Anschließend reichte die Zeit nur mehr für eine Stippvisite zum Hauptplatz, bevor wir – die Bastei „Pulverturm“ querend – zum Bahnhof marschierten. Eine interessante Tour abseits bekannter Wege, ganz nach meinem Geschmack. 

Vielen Dank der routinierten Wandergruppe, denn nur durch gegenseitige Rücksichtnahme ist eine solche Spezialwanderung für eine größere Gruppe in unübersichtlichem Gelände so reibungslos möglich!

Martin Seemann
Tel. 02233/55860
seemann.martin@gmx.at

 
 
 

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