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Trinkeralm – Hinterer Fager (Trinkeralm – Hinterer Fager)

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Trinkeralm – Hinterer Fager

Gipfelstürmer Hinterer Fager

Gipfelstürmer am Hinteren Fager

Für die Salzburger Weitwanderer war es am 4. Juli endlich wieder soweit: Die erste gemeinsame Wanderung nach dem Lock-down konnte entsprechend des ursprünglichen Programms stattfinden. Bei aller Vorfreude auf das gemeinsame Erleben stand für den Wanderführer im Vordergrund, die Wanderung so durchzuführen, dass eine Ausbreitung des Corona-Virus in der Gruppe auch im eher theoretischen Fall der Fälle eines unwissend infizierten Mitwanderers nach Möglichkeit unterbleiben würde . Diesmal war also die Abfrage des Allgemeinbefindens am Treffpunkt an der Salzburger Christuskirche bei allen Wanderfreunden mehr als eine Formsache. Nicht vergessen wurde der Hinweis auf die DSGV und die Bitte um Information des Wanderführers beim Vorliegen von Allergien oder chronischen Vorerkrankungen.

Um 9:00 Uhr hieß es dann aufsitzen und Abfahrt mit zwei PKW und sieben Weitwanderern ins Zielgebiet. Zwischen Salzburg und der Trinkeralm oberhalb von Forstau ist eine Entfernung von rund 75 km zurückzulegen, wir Salzburger nutzen hierfür in Fahrgemeinschaft Privatfahrzeuge, so dass es auch während der Fahrt galt die Corona-Regeln einzuhalten: max. zwei Personen je Sitzreihe und Mund- Nasenschutz tragen.

Allgemeines Aufatmen nach gut 1 Std. 20 Min. bei der Ankunft an der bereits auf rund 1.780 m liegenden Trinkeralm. Angenehme Temperaturen und ein strahlender Himmel versprachen eine unbeschwerte Wanderung. Nach Norden sperrt den Blick das Dachsteinmassiv, beginnend mit dem Tennengebirge und der Bischofsmütze im Westen bis zum Stoderzinken im Osten – die Gipfel hüllten sich jedoch in Wolken. Wir wendeten uns nach Süden und begannen unseren Anstieg vom Mittleren Fager auf den 1980 m hohen Hinteren  Fager. Insgesamt gilt es einen Weg von gut 4 km Länge und eine Höhendifferenz von knapp 500 m bis dorthin zu bewältigen. Der Höhenlage entsprechend führte der Wanderweg als Gebirgssteig auch über einen rund 200 Höhenmeter steileren Anstieg. Während der oben anschließenden Trinkpause schweiften unsere Blicke ungehindert nach Westen und nach Osten. Voraus im Süden erhebt sich im Vordergrund der Geißstein vor den Hohen Tauern im Hintergrund.

Der Fager Höhenrücken besteht aus Kristallin – vordringlich Quarzphyllit, einem Gestein, dass auch im Tauernfenster am Brenner in Tirol vorkommt und dort vom Vortrieb des Brennerbasistunnels durchörtert wird. Überdeckt wird am Fager der Quarzphyllit von Hangschuttmassen und einer dünnen Humusschicht, die neben Wiesengräsern, Zirben und Almrausch wachsen lässt. Leider war der Almrausch noch nicht in voller Blüte, sondern begnügte sich damit die Blütenknospen rot zu färben und zeigte nur wenige bereits geöffneten Blüten.

Nicht unerwähnt bleiben soll hier der erkennbar nicht einheimische, auf höfliche Ansprache barsch und uneinsichtig reagierende, Hundebesitzer mit freilaufenden Hunden im Almgebiet des Mittleren Fagers.

Nach 1,5 Stunden erreichten wir das exponiert auf einem aufragenden Felsbrocken errichtet Gipfelkreuz des Hinteren Fagers und genossen den weiten Blick in die Schönheit der uns umgebenden Landschaft. Nachdem alle Fotos gemacht waren und wir uns an der Bergwelt satt gesehen hatten, begaben wir uns auf den Rückweg und erreichten nach insgesamt 3,5 Stunden wieder den Ausgangspunkt unserer Wanderung und den lediglich vereinzelt bevölkerten Gastgarten der Trinkeralm. Wir wurden herzlich willkommen geheißen und zum Abschluss der zur Genusswanderung mutierten Bergwanderung  äußerst freundlich bewirtet.

Nachdem auch die Gipfel des Dachstein Ihren Wolkenschleier zum Abschied gelüftet hatten, war die Stimmung der Gruppe bei der Heimfahrt fröhlich entspannt und ein wenig müde. Schön war`s wieder gemeinsam am Berg unterwegs sein zu können. Hatte uns wohl gefehlt.

Helmut Ligárt

4 Bilder

 
 
 
 

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