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Grazer Umland-Weg Teil III (Grazer Umland-Weg Teil III)

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Grazer Umland-Weg Teil III

Wandern im Schnee

Wandern im Schnee

Der 110er-Bus bringt uns zum Stift Rein, wo wir in den dritten Abschnitt unserer Gemeinschaftstour am Grazer Umland-Weg starten. Nach einer kurzen Besichtigung des Zisterzienserstifts und seiner Kirche steigen wir zu acht hinter dem sakralen Bau hinauf und nehmen den Weg in Richtung Pleschkogel in Angriff. Jedoch noch bevor wir die Ortschaft Kehr erreichen, zweigen wir von diesem nach links ab.

Bei der „von Abt Paulus Rappold erbauten“ (so die Marmortafel) Kapelle beginnt bereits wieder der Abstieg zum Eisbach und von dort geht‘s hinüber nach Greith. Bei einer Bank haben wir gute Sicht in alle Richtungen, sehen sowohl Teile des GUW, die schon lange hinter uns bzw. noch vor uns liegen.

Das Gasthaus in der Schirning hat leider geschlossen, so bleibt der heutige Tag ohne Einkehr. Und auch die Hoffnung, am Adventmarkt in Judendorf-Straßengel das eine oder andere heiße Getränk zu bekommen zerschlägt sich. Geschlossen, und das am Feiertag!

So bleibt uns nur der direkte Weg zum Bahnhof, um den kurzen Tag nach lediglich vier Wanderstunden zu beenden. Dies allerdings keine Sekunde zu früh, denn als wir in den Zug zurück nach Graz steigen, beginnt es zu regnen.

Am nächsten Morgen haben die Temperaturen deutlich angezogen und „auf der Höhe“ (wir sprechen von 700 Metern, die wir heute erreichen) hat sich die Landschaft durch die Niederschläge der Nacht in ein weißes Kleid gehüllt. Da kommt die Steigung zu Beginn zum Aufwärmen gerade recht.

Vorbei am Straßengelberg und dem Generalkogel erreichen wir Plankenwarth mit seiner (ge)Schloss(enen) Taverene. Ein unschöner Straßenabschnitt bringt uns nach St. Oswald, danach wieder auf Waldwegen weiter nach St. Bartholomä. Mittagszeit ist‘s, also kehren wir beim Kirchenwirt auf eine Stärkung ein.

Nun wandern wir aussichtsreich auf der Höhe dahin, in der Nähe von Hitzendorf leisten uns zwei dort wohnhafte Mitglieder unserer Sektion Verstärkung für den restlichen Tag. Ein Lob übrigens an die hiesige Alpenvereinssektion, denn hier ist der GUW ausgezeichnet markiert und betafelt.

Nun durchwandern wir binnen weniger Minuten ganz Österreich, denn ein kleiner Ortsteil von Hitzendorf trägt diesen ungewöhnlichen Namen. Von Berndorf wandern wir unspektakulär (bis auf das gelegentliche Glatteis) nach Söding, von wo uns die S-Bahn wieder nach Hause bringt.

Am dritten Tag des langen Wochenendes nehmen wir – in stark geschrumpfter Besetzung – wieder die Fährte des GUW auf. Höhenmeter erwarten uns heute kaum, dafür wird sich der Kilometerzähler am Abend der Zahl 30 gefährlich nähern. Trotz des Sonnenscheins ist es kalt, deshalb gönnen wir uns bereits in Lannach eine Pause mit Kaffee und Kuchen.

Eher wenig bekannte Ortsnamen wie Muttendorfberg, Petzendorf und Dietersdorf begleiten uns in den nächsten Stunden, der Schöckl (wo unserer GUW-Runde ihren Ausgang nahm) steht mittlerweile fern im Norden.

Nun erreichen wir den Kaiserwald, den wir entgegen der GUW-Vorgaben nicht auf der Straße durchqueren, sondern einige der vielen Waldwege nutzen – hierzu waren im Vorfeld einige Erkundungsspaziergänge erforderlich.

Bei den Wundschuher Teichen erreichen wir wieder die Originalroute und als wir schließlich aus dem Wald heraustreten, sehen wir bereits die dampfenden Schlote der Kraftwerke in Werndorf, ein Zeichen, dass es nicht mehr weit ist.

Noch ein kurzes (unmarkiertes) Waldstück sowie die Südautobahn trennen uns nun noch vom Bahnhof Werndorf, wo – nach etwa 70 Kilometern in zweieinhalb Tagen – unser Wanderwochenende am Grazer Umland-Weg sein Ende findet.

Gert Kienast

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