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Fischauer Vorberge – Höfleiner Advent (Fischauer Vorberge – Höfleiner Advent)

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Fischauer Vorberge – Höfleiner Advent

Höfleiner Advent

Höfleiner Advent

Willendorf/Steinfeld – Strelzhof – Kienberg – Unter Höflein

(ca. 10 km, + 350 Hm, -280 Hm, reine Gehzeit 3 h)

13.12.2014

 

Kaum jemand weiß, dass einst eine Lokalbahn Willendorf mit Neunkirchen (Lokalbhf.) verband. Sie diente vor allem der Versorgung der Industriebetriebe in Neunkirchen mit Kohle aus dem Grünbacher Revier. Auf einem Stück konnten wir den erhaltenen Bahndamm dieser Strecke benützen, ehe wir im Sonnenschein (nach den letzten Nebelwochen eine Wohltat) auf Feldwegen in nordöstlicher Richtung weitergingen. Das Steinfeld ist hier auffallend wasserreich, und diese Gegebenheit wurde von unseren Vorfahren früher auch genützt, was uns eine verfallende Sägemühle deutlich vor Augen führte. Während die -vermutlich hölzerne- Umhausung längst dem Zahn der Zeit anheimgefallen ist, rostet nunmehr das eiserne Sägegatter im Freien vor sich hin….

An der Zufahrtstraße zum Schloss Strelzhof bemerkten wir wieder Quellen, die aus dem Fuß des kalkigen Kienberges austraten. Das Schloss Strelzhof ist nicht nur als Reiterhof, sondern auch wegen seiner zahlreichen, freundlichen Hunde bemerkenswert. Selbst in der „Schutzhütte“ waren sie allgegenwärtig. In dem kleinen Lokal war eine Gruppe von fast 30 Personen sicher eine kleine Sensation, aber mit vereinten Kräften schafften wir es, dass alle gut verköstigt wurden – und das mit direktem Blick in die Reithalle. (Übrigens: ein Lob dem Koch, der die Nerven behielt).

Weil optimale Wegverhältnisse vorlagen, konnten wir die Überquerung des Kienberges – mit seinen 650 m immerhin der höchste der Fischauer Berge- wagen. Der Aufstieg erfolgte unmarkiert durch den direkt vom Schloss wegführenden Graben, dann auf einer bequemen Forststraße und auf den letzten 80 Höhenmetern über den steilen, markierten Wanderweg. Klar war uns jetzt, warum er „Kienberg“ heißt, gibt es doch auf ihm fast ausschließlich Föhrenwald. Sehr spektakulär war der Blick vom Gipfel zum Schneeberg, und vom Irma-Felsen sieht man auch über die „Neue Welt“ zur Hohen Wand. Über die steile, felsige Westflanke führte der „Irma-Steig“ recht alpin hinunter zur Kienbergwiese. Zwar ohne Schwierigkeitsklassifikation, aber doch so anspruchsvoll, dass jeder Schritt volle Aufmerksamkeit verlangte.

Der Weg ging dann bequem weiter durch den Zweier-Wald und zur Zweier Wiese, die noch einmal einen schönen Blick zum Schneeberg freigab. Einem Waldweg folgten wir schließlich beim letzten Tageslicht hinunter nach Unter Höflein, von wo uns schon die Lichter des Weihnachtsmarktes romantisch entgegen leuchteten. Obwohl schon viele Besucher da waren, blieb die Atmosphäre sehr angenehm: die gut 20 Hütten waren locker auf einer Länge von fast 1 km um den Kirchbühel aufgestellt, zur natürlichen Stimmung trug auch das Bächlein bei, das den Weg fast durchwegs entlang plätscherte. Bei der lebenden Krippe trafen wir uns wieder, um über den kurzen, steilen Wiesenweg zur Haltestelle der Puchberger-Bahnlinie („Schneebergbahn“) zu gelangen. Wir haben wieder eine sehr schöne Ecke unserer Heimat kennengelernt und begaben uns frohen Herzens auf den Heimweg.

 

Martin Seemann

Tel. 02233/55860

seemann.martin@gmx.at

 
 
 

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