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Keutschacher Wandertage (Keutschacher Wandertage)

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Keutschacher Wandertage

Mahlzeit bei Käfers

Mahlzeit bei Käfers

Auch heuer hatten sich wieder elf Freunde eingefunden, um mit uns eine schöne Woche im idyllischen Keutschacher Seental zu verbringen. Am Anreisetag (Dienstag, 03.06.) besprachen wir die von meinem Mann Fritz ausgearbeiteten Wandervorschläge und kamen schnell zu einer Einigung. Lediglich das Wetter war für die nächsten drei Tage nicht so besonders voraus gesagt, aber wir bauten fest darauf, dass uns der Wettergott auch heuer nicht im Stich lassen würde.

Mittwoch war unser erster Wandertag, und wir fuhren mit unserer lieben Frau Maria Perdacher im Kleinbus zunächst nach Zell Pfarre. Erfreulicher Weise hatte sich unser „Quartiergeber“ Toni Loitsch mit seiner Cousine entschlossen, diesen Wandertag mit uns zu verbringen, und somit waren wir 15 Personen, die sich zunächst auf den Weg zum Koschutahaus machten. Die Sonne schien, und es war angenehm zu gehen. In 1 ½ Std. hatten wir den nicht sehr beschwerlichen Anstieg bewältigt und konnten uns dann in der Hütte mit „Riesenleberknödeln“ stärken. Danach ging es – diesmal schon beschwerlicher – zunächst über den Mejniksattel (1485 m) und dann hinunter – mit nicht ganz ungefährlichen Schneefeldquerungen – nach Terkl, wo uns Frau Perdacher erwartete (Gehzeit 3 ½ Std.). Entschädigt für die Mühen wurden wir durch herrliche Blicke zur Koschuta und die prachtvollen Blumenwiesen am Wegesrand. Am Abend gab es für unsere Wanderer wieder einmal eine kleine Überraschung: Unser Toni hatte zwei Musikanten gebeten, für uns mit der „Quetschn“ aufzuspielen, was die beiden bravourös bewältigten, und ich las dazwischen heiter-besinnliche Gedichte. Ein schöner Abend, der uns rasch die Mühen der Wanderung vergessen ließ.

Wenn ich immer sage, dass der Wettergott ein Herz für die Weitwanderer hat, so wurde dies auch heuer wieder bestätigt, denn er ließ es am nächsten Tag (Donnerstag) zunächst so stark regnen, dass an ein Wandern nicht zu denken war. Aber genau das hatte sich die Mehrheit unserer Freunde gewünscht, denn sie waren von der vortägigen Wanderung noch ziemlich müde und freuten sich daher über diese „Zwangspause“. Jedoch so gegen 11 Uhr Vormittag konnte bereits ein kleiner Rundgang zum Keutschacher Moor durchgeführt werden (1 Std.) und nach einem schmackhaften Mittagessen (diesmal hatte unser Toni für uns gekocht) ging es in einer schönen Runde hinunter nach Reifnitz zum Wörthersee und dann wieder zurück (ca. 2 Std.). Der Abend brachte uns wieder eine große Überraschung: Freund Loitsch hatte der Gemeinde Keutschach mitgeteilt, dass diese „Keutschacher Wandertage“ heuer bereits zum 10. Mal stattfanden, und der Herr Bürgermeister Gerhard Oleschko sowie die Tourismusbeauftragte Andrea Aichholzer beehrten uns am Abend mit ihrem Besuch, brachten Dank und Anerkennung für die Treue zum Ausdruck und überreichten kleine Buch-Geschenke. Festhalten möchte ich, dass die Damen Gudrun Fuchs sowie Hannelore Podany die gesamten 10 Jahre mit dabei waren! Ihnen gebührt eine besondere Anerkennung, die hiermit zum Ausdruck gebracht werden soll!

Am Freitag wurde mit unserem Perdacher-Bus auf die Nockalmstraße gefahren. Der idyllische Windebensee wurde in einer romantischen Wanderung umrundet, und wir genossen die herrlichen Blicke (ca. ½ Std.) in das Nockgebiet. Danach fuhren wir weiter zur „Glockenhütte“, wo jeder durch Läuten der Glocke im Stillen einen Wunsch äußern durfte, der – angeblich – dann auch in Erfüllung gehen soll. Danach ging es per Bus hinunter zum „Karlbad“ und wieder bergauf zur Eisentalhöhe, von wo aus wir den gleichnamigen Gipfel (2180 m) erklommen und mit herrlichsten Fernblicken belohnt wurden. Leider konnten wir die geplante Wanderung über die Friesenhalshöhe zur Zechneralm nicht durchführen, da dabei mehrere Schneefelder zu queren gewesen wären und uns dies zu gefährlich schien. Daher gingen wir wieder zum Auto zurück und ließen uns von unserer Freundin Perdacher zur Zechneralm bringen, wo wir bestens bewirtet wurden. Aber wir hatten wenigstens eine etwa 2-stündige Wanderung durchgeführt. Danach gab es noch einen „Zwischenstopp“ bei der „geteilten Kirche“, die einmalig auf der Welt ist. Es sind dort nämlich jener Teil für den Priester, wo die Messe abgehalten wird, und der Bereich für die Messebesucher durch eine Straße getrennt. Danach gab es noch in Gmünd einen etwa 1-stündigen Aufenthalt mit Besichtigungen.

Der Samstag war wieder einmal der Tag, an dem unsere Freunde in unsere „alte Keuschn“ geladen wurden. Dazu führte sie Fritz auf einem angenehmen Weg in etwa 1 ½ Std. zu uns herauf, wo bereits alles zur Stärkung vorbereitet war. Unser Freund „Moitzi“ – ein ehemaliger Gastwirt – versorgt uns immer mit „Riesen-Jausnbrettln“ voll mit Köstlichkeiten, die kaum wegzubringen waren. Wir mussten dann sogar noch unsere Nachbarn um „Hilfe“ bitten, damit nichts dem Verderb preisgegeben werden musste. Cousin „Lenzi“ spielte noch zwischendurch mit seiner Harmonika auf, und so ging dieser gemütliche Nachmittag schnell zu Ende, wonach unsere Freunde dann noch zu Fuß zurück zur Pension wanderten (ca. ¾ Std.).

Für den Pfingstsonntag war geplant, auf dem Wörthersee-Rundwanderweg bis nach Klagenfurt zu gehen. Es ist eine nicht besonders anstrengende, schöne Wanderung, und in Klagenfurt angekommen – im Hotel-Gasthof Rösch – konnten wir uns richtig gut stärken. Anschließend ging es die Sattnitz und den Lendkanal entlang bis zur Schiffanlegestelle Klagenfurt, wo wir dann mit der „Zürich“ eine wunderschöne Fahrt über Reifnitz – Maria Wörth – Pörtschach – Velden und zurück nach Reifnitz genießen konnten. Immerhin hatten wir eine 4-stündige Wanderung hinter uns gebracht und die Rast auf dem Schiff tat uns gut! Es war an diesem Tag auch schon sehr heiß (ca. 33°) mit stahlend blauem Himmel, aber auf dem Schiff konnte sich dann jeder ein kühles Platzerl suchen (zwei Damen hielten aber an Deck durch). In Reifnitz wurde das gemeindeeigene „Go-Mobil“ bestellt, das dann alle in die Pension zurück brachte (bis auf drei, die unbedingt wieder zu Fuß gehen wollten und das auch taten).

Und somit war bereits unser letzter Wandertag (Pfingstmontag) angebrochen, wo wir zunächst entlang des Keutschacher Sees zum Hafnersee gingen, dann durch Wald weiter bis in den Bereich des Penkensees (er ist schon fast verlandet) und schließlich dann – nach einer ca. 2-stündigen Wanderung – ziemlich verschwitzt (es hatte wieder weit über 30°) beim Gasthof Kramer ankamen. Dort wurden wir bereits erwartet und mit köstlichen Back- bzw. Brathenderln verwöhnt. Nun war ursprünglich vereinbart gewesen, im Anschluss daran über den Pyramidenkogel zu wandern und den dortigen Aussichtsturm (100 m – höchste Holz-Stahlkonstruktion der Welt) zu „erstürmen“. Aber – die Temperatur war so extrem hoch (über 30°) – dass sich alle entschlossen, auf diesen „Hitzeaufstieg“ zu verzichten, obwohl wir von der Gemeinde eine Freifahrt auf den Turm erhalten hätten. Einstimmig wurde beschlossen, auf einem gemütlichen Weg – wo wir trotzdem noch sehr geschwitzt haben – zurück zur Pension zu wandern (wieder ca. 2 Std.). Natürlich musste im Bereich des Keutschacher Sees ein Zwischenhalt zur Stärkung eingelegt werden, damit wir dann den restlichen Weg auch noch schafften.

Somit waren unsere Keutschacher Wandertage wieder einmal zu Ende gegangen. Wie immer hatte es der Wettergott mit uns gut gemeint. Abends saßen wir noch gemütlich beisammen und konnten uns gleich den Film, den ich gedreht hatte, ansehen, was sehr zur Unterhaltung aller beitrug.

Ja, alles was schön ist, geht schnell zu Ende. Aber wir haben beschlossen, wenn es unsere Gesundheit zulässt, dass wir einander im nächsten Jahr bei den „Keutschacher Wandertagen“ wieder treffen werden. Darauf freut sich schon heute

 

Erika  Käfer

weitwanderer@sektion.alpenverein.at

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