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KEB III (Kaiserin Elisabeth Bahn, 3. Etappe) (KEB III (Kaiserin Elisabeth Bahn, 3. Etappe))

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KEB III (Kaiserin Elisabeth Bahn, 3. Etappe)

Biotop bei Märchenwaldkapelle

Biotop bei Märchenwaldkapelle

Purkersdorf Zentrum – Troppberg – Riedanleiten – Unter Tullnerbach – Norbertinum – Bhf. Tullnerbach Pressbaum

(18 km, +570 Hm, -510 Hm, Gehzeit ohne Besichtigungen 5 ½ h)

08.05.2014

 

Zu Beginn war die Besichtigung von Purkersdorf am Programm. Im Stadtzentrum liegt ja alles Sehenswerte beieinander: Das neue Zentralgebäude der Bundesforste AG, die Fußgängerzone (wo sich einst der große Schranken befand), das frühklassizistische Postgebäude, das Schloss als jahrhundertelanger Sitz des Waldamtes, die St. Jakobuskirche die trotzdem eine Marienwallfahrtskirche ist. Nach einer Stunde Stadtbesichtigung begannen wir die Wanderung: Wir bestiegen die Feihlerhöhe, die nochmals einen schönen Überblick über die - direkt zwischen die Wienerwaldhügel eingeklemmte - Stadt bietet. Den Anstieg auf die Kranawetten machten wir auf der Forststraße, um den stets sehr schmutzigen Wanderweg zu vermeiden.

Die Forststraße leitete uns auch weiter durch den saftig grünen Buchenwald. Dabei gabs zur Auflockerung wiederholt Details zu bestaunen, wie Feuersalamander, Blindschleichen und weiße Waldvögelein (die sind ja im Sandstein-Wienerwald recht selten). Den Gipfel des Troppberges erreichten wir auf dem Karrenweg, der die Kernzone Troppberg begrenzt. Wiewohl die Sicht relativ gut war, konnte man auf der Aussichtswarte wegen des Windes nur kurz verweilen. Über den Wanderweg gings zurück zur Riedanleiten mit ihren wunderschönen Wiesen. Bei Bauernhof-Gasthof Hoffmann kehrten wir zum Mittagessen ein. Danach gingen wir auf dem Feldweg hinauf auf die Wiesen am Kamm der Riedanleiten. Einfach ein Gedicht, diese letzten großen Margariten-Wiesen vor der Haustüre einer Großstadt. Und ringsherum die grünen Hügel des Wienerwaldes, gleichsam ein schier unendliches Wogen eines Waldmeeres.

Dann tauchten wir in den Hochwald ein. Bei der „Märchenwaldkapelle“ gedachten wir der tragischen Ursache, die zur Errichtung dieser modernen, ansprechenden Kapelle führte. Eine Forststraße führte uns weiter zur Sagbergsiedlung und der „Wildgansweg“ zur Hst. Unter Tullnerbach, die eigentlich noch auf Purkersdorfer Boden steht. Hier hätte man die Tour beenden können, was aber - für mich überraschend - keiner der großen Gruppe tat. Der Tag war ja auch zu schön, ihn nicht vollends auszukosten. Auf einem Wegerl entlang des Bahndammes, später oberhalb der Bahn wanderten wir zum Tullnerbacher Friedhof, der oberhalb des Wienerwaldsees liegt. Ein Feldweg führte uns von dort noch weiter hinauf zu den Koppeln des Norbertinums. Das obere Wiental wurde erst durch den Bahnbau attraktiv. So wurde auch dieses Haus Ende des 19. Jhs. gegründet und zwar als Knaben-Waisen-Asyl. Nach dem 2. Weltkrieg wurde hier eine landwirtschaftliche Fachschule eingerichtet. Die existiert noch immer und hat sich auf Pferdezucht spezialisiert. In den letzten Jahren wurde das Norbertinum zu einem regelrechten Schulzentrum ausgebaut und auch die Verwaltung des Biosphärenparks Wienerwald hat ihren Sitz hierher verlegt.

Durch die Siedlung auf der Schubertwiese (die schon längst keine Wiese mehr ist) erreichten wir den Bahnhof Tullnerbach Pressbaum. Einige ließen den Tag noch in der guten Tullnerbacher Konditorei ausklingen; ein Tag der einiges an Gehleistung abverlangte, der uns dadurch aber einen Einblick in den Sandstein-Wienerwald von seiner schönsten Seite bescherte.


Martin Seemann

Tel. 02233/55860

seemann.martin@gmx.at

 

PS: Da derzeit am Webauftritt gearbeitet wird, hier der Link zur Galerie.

 
 
 

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