Logo Sektion Weitwanderer

Bemerkenswertes im Raum Krems Süd (Bemerkenswertes im Raum Krems Süd)

Mitglied werden
zur Anmeldung

Bemerkenswertes im Raum Krems Süd

Lösswand im Leithengraben

Lösswand im Leithengraben

Tageswanderung

Palt – Warzenstein – Thallern – Bergwerkgedenkweg – Oberfucha - Furth

(15 km, + 270 Hm, -250 Hm, reine Gehzeit ca. 4 h)

10.04.2014

 

Nach dem Frühsommerwetter der letzten Wochen kam uns das eigentlich für April passende Wetter recht kühl vor. Vom Bahnhof Furth-Palt wanderten wir durch Palt und einen ersten „Schlenker“ durch die Weingärten zum Kreisverkehr „Palter Becher“. Da erwischte uns schon ein Regenguss. Über den Warzenstein mit dem „Warzengrüberl“ und die neue Lourdesgrotte der Agrargemeinschaft kamen wir nach Thallern. Weil der Wirt in der Hälfte des Weges schon eine Gruppe angemeldet hatte, entschied ich mich dazu, unsere Tour zu dritteln: also kehrten wir schon in Thallern zum Mittagessen ein, und es stellte sich als günstig heraus: beim Aufbruch danach waren das Wetter und unsere Kleidung wieder trocken.

In Thallern trafen wir auch auf den Bergwerkgedenkweg, der an die ehemaligen Bergbaubetriebe der Gegend erinnert. Auf ihm wanderten wir entlang der Straße weiter durch Angern mit der Barbarakapelle unterhalb des Schlosses Wolfsberg. Dann zweigte er in den Leithengraben ab, der uns romantisch bis nach Tiefenfucha hinauf (!) führte. Hier war der zweite Einkehrschwung zum Nachmittagskaffee eingeplant, und während wir in der schönen, warmen Gaststube saßen, ging draußen wieder ein Regenguss nieder.

Der weitere Nachmittag verlief im Wesentlichen trocken. Wir besichtigten den kurzen Schaustollen in Tiefenfucha, der uns mit dem ehemaligen Untertagebau bekannt machte. Während im Revier Thallern-Angern Braunkohle gefördert wurde, war diese hier in Tiefenfucha nur ein Nebenprodukt der Tongewinnung. Nach dem steilen Anstieg zum Roten Kreuz reichte der Blick weit über Donautal und Wagram bis zum Rohrwald. Ja, und nicht zu vergessen: das Stift Göttweig war während des ganzen Tages aus verschiedenen (teilweise recht ungewöhnlichen) Perspektiven immer wieder dominant. Dann hielten wir uns gegen Osten bis zur Straße Angern-Tiefenfucha, an der wieder ein kurzer Schaustollen auf den einstigen Tonabbau hinweist, der hier kurzzeitig, nach Erschöpfung der Lager in Tiefenfucha, betrieben wurde. Dem nächsten Feldweg folgten wir gegen Westen, bis wir die Straße Tiefenfucha-Oberfucha erreichten. Um der großartigen Aussicht willen, machten wir noch  einen „Schlenker“ weiter nach Westen: von einer Geländekante lag der gesamte Raum Stein-Krems vor uns. Wir wanderten auch an unzähligen Marillenbäumen vorbei, die aber hier wegen der warmen Witterung schon vor 3 Wochen geblüht hatten. Trotzdem wurden wir durch die herrliche Birnen- und Apfelblüte reichlich entschädigt. So kamen wir nach Oberfucha hinunter (!). Am Dorfplatz erinnert eine Tafel mit Audiobox an die einstige Ton und Lehmgewinnung und Ziegelerzeugung in größerem Umfang in Oberfucha. Auf dem alten Weg „Furthersteig“ wanderten wir direkt zur Bahnhaltestelle Furth-Göttweig, von der wir die Rückfahrt von dieser gemütlichen Zick-Zack-Rundwanderung durch ein sehr reizvolles Obst- und Weinland antraten.

 

Martin Seemann

Tel. 02233/55860

seemann.martin@gmx.at

 
 
 

Anfragen zum Internetauftritt und zur Wartung