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Palfauer Wasserlochklamm (Wasserlochklamm)

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Palfauer Wasserlochklamm

Im Stollen

Im Stollen

Wie schon Tradition seit vielen Jahren veranstaltete auch heuer die Sektion Weitwanderer gemeinsam mit der Gruppe Berg- und Weitwandern der Sektion Edelweiss im Oktober eine Gruppenfahrt, an der diesmal über 40 Wanderer teil nahmen. Vom Treffpunkt Erdbergstraße/U3 ging es per Bus in die Steiermark nach Palfau. Leider regnete es immer wieder mehr oder weniger, und unsere Hoffnungen sanken, dass wir die geplante Wanderung durch die Wasserlochklamm überhaupt durchführen können. Doch – wie ich immer wieder sage: „Der Wettergott hat ein Herz für die Weitwanderer!“ Schon gegen Ende der Fahrt wurde es lichter, der Regen hörte auf, und als wir den Bus verließen, gab es sogar schon eine kleine blaue Stelle am Himmel! Somit konnte die Wanderung starten.

Über 842 Stufen ging es teils sehr steil bergan, an rauschenden Wasserfällen vorbei, die uns beeidruckende Blicke in die Tiefe gewährten. Es wurden Hängebrücken überquert und schmale Steige begangen, sodass über 350 Höhenmeter bewältigt werden mussten. Die Klamm ist etwa 900 m lang und führt an 5 imposanten Wasserfällen mit insgesamt 152 m Fallhöhe vorbei. In 6-jähriger Bauzeit wurde diese Steiganlage 1992 durch die Gemeinde Palfau fertig gestellt.

Fast alle unserer Freunde schafften diese beeindruckende Klamm und kamen dann nach ca. 3-stündiger Wanderung wieder wohlbehalten zurück, wo wir gleich in der „Wasserlochschänke“ unsere wohlverdiente Mittagsrast halten konnten. Dort wurden wir mit köstlichen Erdäpfelvariationen und süßen Schmankerln gestärkt.

Danach fuhren wir mit dem Bus weiter nach Wildalpen, wo wir das Wasserleitungsmuseum im Programm hatten. Bis 1838 war der Bau im Besitz der Hammerherren von Wildalpen und im Jahre 1980 erwarb dann die Stadt Wien – nach Abzug der Hauptgewerkeschaft – dieses Haus. Seit 1910 fließen täglich 217.000 m³ Trinkwasser aus dem Hochschwabgebiet in die Bundeshauptstadt Wien.

Nach einer eindrucksvollen Führung mit Filmvortrag begaben wir uns – wieder per Bus – zur „Kläfferquelle“, wo wir einen Wasserstollen besichtigen konnten und so einen Eindruck bekamen, mit welcher Kraft und auf welche Art und Weise das Hochschwabgebiet unsere Bundeshauptstadt mit dem lebensnotwendigen Nass versorgt.

Aus Zeitgründen konnten wir den vorgesehenen Kurzaufenthalt in Mariazell nicht mehr durchführen, lediglich im Bereich von Neuberg an der Mürz gab es noch eine kleine Rast, damit wir uns erfrischen konnten.

Zusammengefasst kann ich sagen: Nachdem uns der Wettergott wieder einmal wohl gesinnt war, hatten wir eine schöne Fahrt, herrliche Naturerlebnisse, und wir nahmen wunderbare Eindrücke mit nach Hause. Wir danken unserem Organisator, Gerhard Hecht, und freuen uns schon auf die nächste Gruppenfahrt.

Fotos dazu finden Sie – wie immer – hier.

 

Erika Käfer

weitwanderer@sektion.alpenverein.at


 
 
 

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