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Kulturwanderung Bad Erlach - Pitten (Kulturwanderung Bad Erlach - Pitten)

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Kulturwanderung Bad Erlach - Pitten

Zug fährt ab!

Zug fährt ab!

Bhf. Bad Erlach – Waldfriedhof – Storchenrauchfang – Ziegelwerk – Stupfenreith – Historischer Ziegelofen – Weinberg – Burg Pitten – Felsenkirche – Rosengarten –Bhf. Pitten

(ca. 15 km, +430 Hm, -410 Hm, Reine Gehzeit knapp 5 Std.)

09.05.2013

Es war wieder ein sonniger, warmer Tag und dementsprechend groß war die Beteiligung an dieser Kulturwanderung. Vom Bf. Bad Erlach sahen wir schon das heutige Ziel: Pitten.

Aber statt ¾ Stunden auf direktem Weg, werden wir heute fast 5 Stunden dorthin gehen. Wir waren ja auch nicht am kürzesten Weg interessiert, sondern wollten Details erkunden.

Gleich zu Beginn gingen wir nach Norden (anstatt nach Süden) in Sichtweite der neuen Therme Linsberg-Asia zum Waldfriedhof. Hier am Riegel zwischen Pitten und Schwarzatal befand sich auch die älteste Besiedelung von Erlach. Die alte Ulrichskirche aus dem 13. Jh. beherbergte die berühmte gotische „Erlacher Madonna“, deren Replik wir in der neuen Pfarrkirche zu Gesicht bekommen sollten. Der Fußweg zum Waldfriedhof ist vor einigen Jahren durch einen gläsernernen Kreuzweg in Tiffany-Technik sehr ansprechend gestaltet worden. Und die Überraschung war groß, als uns am Friedhof ein Herr ansprach, ob wir etwas über diesen Kreuzweg wissen wollen: es war Hr. Hammer, der Erbauer selbst!

Mit viel neuem Wissen gingen wir dann durch den gepflegten Ort, vorbei am Storchenschornstein bis zum letzten (jetzt in großem Umfang produzierenden) Ziegelwerk von Erlach – einstmals gab es in Erlach 11 Ziegelöfen! Noch ein Stück Asphalt, dann begann der Anstieg durch den Wald nach Stupfenreith. Stellenweise war der Weg sehr schmutzig und mühsam. Nachdem wir zum Mittagessen bei der Backhendlstation Stupfenreith ohnehin Tische im Freien reserviert hatten, machten die kotigen Schuhe nichts aus.

Von Stupfenreith führte uns ein großteils besser begehbarer Weg zur „Erlacher Kalkburg“, einem imposanten Kalkofen aus dem 19. Jh. Von der Vorderbrühl nahmen wir den Bgld. 06er hinauf nach Weinberg. Noch einmal sahen wir ins Wiener Becken hinaus, dann folgten wir einer Forststraße zur Burg Pitten, die derzeit wegen Renovierung leider großräumig abgesperrt ist. Aber das Panorama vom Wechsel bis zu Schneeberg und Hoher Wand sahen wir auch vom oberen Teil des Marktes Pitten. Dort – direkt an den Berg „angeklebt“ – befindet sich die barocke Pfarrkirche, hinter der wiederum eine Halbhöhle die „Felsenkirche“ aus der Frühgotik birgt. Viel ist ja nicht zu sehen, aber Altar und Freskenreste bezeugen, dass es die Apsis einer früheren Kirche war, auch ein Einsiedler haust in der Nische. Hr. Göschl hat uns den Zugang ermöglicht und zeigte uns auch sonst noch ein paar Gustostückerln „seines“ sehenswerten Pitten. Dabei war auch der Rosengarten, für dessen Blütezeit wir allerdings ein Monat zu früh waren. Vielleicht war das für den einen oder anderen eine Anregung zum privaten Besuch.

Feststellen konnten wir aber an allen besichtigten Orten, dass es immer der Initiative und des Fleißes einzelner Bürger bedarf, etwas Schönes zu schaffen und unsere Umwelt menschlicher zu gestalten. Halten wir uns diese Erfahrung stets vor Augen und beteiligen wir uns in unserem Umfeld beim Tun!


(Hier wieder ein „Klick“ zu den Bildern)

Martin Seemann

Tel. 02233/55860

anneliese.seemann@schule.at  

 

 
 
 

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