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Hochtourenwochenende Schwarzenstein

Jugendteam Berg-Hochtouren

21.-23. August 2015

 

Hochtourenwochenende der AV Jugendhruppe.

In den vergangenen beiden Wochen vor unserem eigentlichen Hochtourenwochende auf der Berliner Hütte, haben wir uns im Rahmen der AV Jugendgruppe auf die Anforderungen einer Hochtour vorbereitet.
Am 5. August trafen wir uns in der Kletterhalle in Wattens und befassten uns mit der Rettungstechnik bei einem Spaltensturz. Es wurde fleißig „Aufgeprusikt“ und der Umbau auf Münchhausentechnik von jedem einzelnen geübt.
Eine Woche später haben wir uns nochmal im Himmelreich getroffen und die Seilrolle zur Kameradenrettung besprochen und geübt. Diese Übungstage wurden sehr gut angenommen!

Am Freitag den 21. August haben wir uns um 15:00 Uhr beim AV Heim getroffen und machten uns auf den Weg ins Zillertal. Wir starteten unser Hochtourenwochenende beim Gasthaus Breitlahner. Mit von der Partie waren:
Angela, Vanessa, Michael, Jakob, Mario, Clemens und Bernhard und die Tourenleiter - Gerhard und Hannes.

Wir marschierten in rund 2 Stunden durch den schönen Zemmgrund zu unserem Stützpunkt auf die voll belegte Berliner Hütte. Quartier konnten wir, als Gruppe gesammelt, im Winterlager beziehen. Nach dem Abendmahl haben wir uns gestärkt der Tourenplanung für den nächsten Tag gewidmet. Unser Ziel sollte bei bester Wettervorhersage die lange Hochtour auf den Schwarzenstein 3.369 m sein.
Früh morgens, um dreiviertel sechs, klingelte der Wecker und wir waren eine der Ersten beim reich gefüllten Frühstücksbuffet. Um ca. 7 Uhr gings dann los Richtung Schwarzsee, wo uns schon bald der Führende des Steinbocklaufs bzw. -marsch entgegen brauste. Start war bei diesem Lauf um 5 Uhr in Ginzling und der Weg führte die Teilnehmer über die Mörchnerscharte zum Ziel beim Breitlahner Gasthof.

Auf ca. 2.270 m folgen wir dem Wegweiser „Schwarzenstein“ welcher uns ins Herz der Zillertaler Alpen führen sollte. Nach eineinhalb Stunden, teils über Blockgestein - zwischendurch hilft einem auch eine Leiter bei der Überwindung einer Felsstufe – erreichten wir auf knapp 2.900 m den Anseilpunkt. Wir entschlossen uns für eine Vierer - und eine Fünferseilschaft. Die Steigeisen wurden angelegt und es ging, auf dem mäßig steilen Gletscher, nun nach Osten geradewegs in Falllinie hinauf zum Schwarzensteinsattel (3143 m). Dann auf dem breiten Schnee- und Eisrücken Richtung Süden dem Gipfelaufbau des Schwarzenstein entgegen. Zwei kurze, einfache Steilstufen, dann endet der Gletscher. Die letzten 10 Minuten führte uns der Weg über Blockgestein nach Südosten zum Gipfelkreuz. Wo wir das Gipfelglück bei prächtigem Bergwetter genießen konnten.
Für den Abstieg entschlossen wir uns für die kurze Überschreitung des Schwarzensteins. Dies war sehr lohnend, da wir auf eine tolle Gletscherbrücke stießen, wo jeder einmal in die Gletscherspalte hinuntergelassen werden konnte. Hierbei wurde der Mannschaftszug als Rettungstechnik geübt. Dies diente dazu ein Gefühl für dieses hoffentlich nicht eintretende Ereignis zu bekommen. Dies war für die gesamte Gruppe sehr eindrucksvoll und lehrreich.
Der restliche Rückweg glich dem Aufstieg.
Nach rund 9 Stunden marschieren, gelangten wir wieder zur Abzweigung Schwarzsee, wo ein Teil der Gruppe sich entschied doch noch einen kleinen Abstecher zum wunderschön gelegenen See zu machen. Echte Naturburschen wie wir es sind, lassen es sich natürlich auch nicht nehmen, in den etwas zu kühlen See einzutauchen. Die Überlegung war jene, dass wir uns dann die 3,50 Euro für die Duschmünze sparen konnten und stattdessen in ein kamillefarbenes Erfrischungsgetränk investieren konnten.

Am Abend konnten wir, allesamt wieder wunderbar erfrischt, gemeinsam das Abendessen genießen. Nach diesem ausgedehnten Spaziergang zum Schwarzenstein ging die Mehrheit der Mannschaft um 9 Uhr abends zufrieden zu Bett.
Für den nächsten Tag wollten wir nämlich wieder früh morgens Richtung III. Hornspitze (Berliner Spitze) aufbrechen. Das einzige Manko bei der Tourenplanung für den Sonntag war, das eher schlechtere Wetter in Südtirol, welches uns dann auch unter anderem einen Strich durch die Rechnung machen sollte. So gingen wir in der Früh auf das vorgelagerte „ Am Horn“ und konnten nochmal den Schwarzenstein in seiner ganzen Pracht, von der gegenüberliegenden Seite, betrachten.
Dadurch, dass dies kein so langer Tourentag mehr werden sollte, hatten wir auch die Möglichkeit auf der Berliner Hütte zu Mittag zu essen. Wir konnten das Erlebte Revue passieren lassen und machten uns gut gelaunt auf den Weg zurück ins Tal.
Es gilt nun den Teilnehmern der AV Jugendgruppe ein großes Lob auszudrücken. Sie bewiesen echte Konditionsstärke und waren mit vollem Einsatz stets bei der Sache.

Auf ein baldiges Berg Heil, Kameraden!
Euer Gerhard und Hannes

 

 
 
 

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