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Der Biber – Landschaftsarchitekt ohne Auftrag (Der Biber – Landschaftsarchitekt ohne Auftrag )

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Der Biber – Landschaftsarchitekt ohne Auftrag

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Bild: inatura

Mittwoch, 11.März 2015, 18:30 Uhr - inatura Erlebnis Naturschau

Das jährliche inatura Forum - Naturwissen dient einerseits dem Informationsaustausch zwischen Fachleuten, andererseits richtet es sich an die interessierte Bevölkerung. In mehreren Vorträgen werden aktuelle Forschungsprojekte aus Vorarlberg vorgestellt und diskutiert. In diesem Jahr dreht sich alles um den Biber. Woher kommt er? Was tut er? Wie viele gibt es wirklich? Wo gibt es Probleme? Diese und weitere Fragen werden von Experten beantwortet und zur Diskussion gestellt.

Vortragende:

Christof Angst, Biberfachstelle Schweiz

„Der Biber – Landschaftsarchitekt ohne Auftrag“

Wie in den meisten Ländern Europas ist der Biber auch in der Schweiz durch übermäßige Jagd ausgerottet worden. Während seiner Abwesenheit hat der Mensch die Landschaft grundlegend umgekrempelt: Sumpfgebiete trockengelegt, Bäche zu einfachen Abflussrinnen degradiert und stellenweise auch vollkommen aus der Landschaft unter den Boden verbannt. 

In diese Landschaft wurden die Biber in Mitteleuropa wieder angesiedelt. Dass dies bei seinem Gestaltungsdrang nicht ohne Konflikte abläuft versteht sich von selbst. Der Biber hält das Wasser mit seinen Dämmen in der Landschaft zurück, das wir Menschen versuchen so schnell wie möglich loszuwerden. Dadurch schafft er auentypische Lebensräume, von denen zahlreiche andere Arten profitieren. Es steht aber auch mal ein Kartoffelacker im Wasser oder ein Traktor sinkt in einem Biberbau ein, den die Biber direkt unter dem Flurweg angelegt haben. Der Biber hält sich bei seinen landschaftsgestalterischen Tätigkeiten weder an Bauvorschriften noch schert er sich einen Deut darum, ob für einen Baum eine Fällbewilligung vorliegen muss oder nicht – er legt ihn kurzerhand um. 

Damit ein gutes Zusammenleben mit dem sympathischen Nager möglich ist, braucht es ein offenes Ohr und praktische Lösungen von allen Seiten, wenn er einmal über die Stränge schlägt. Vor allem aber müssen wir den Umgang mit unseren Gewässern überdenken und ändern – und der Biber muss in diese Überlegungen von Anfang an mit eingebunden werden. Wie die Schweiz und die meisten europäischen Länder versuchen dies umzusetzen, soll unter anderem im Vortrag aufgezeigt werden.  

Agnes Steininger, Naturschutzverein Rheindelta 

und Projektverantwortliche Bibermanagement Vorarlberg 

„Der Biber in Vorarlberg“

Seit 2006 ist der Biber wieder in Vorarlberg heimisch. Und die gefällten Bäume verraten es eindeutig - der Biber ist inzwischen an vielen Gewässern zu Hause. Doch wie haben sich die Bestände bei uns entwickelt? Wo können Konflikte mit dem Menschen auftreten und wie kann man ein Zusammenleben gestalten?

Markus Grabher, UMG Grabher

„Artenreich und selten: Vorarlbergs Auwälder im Wandel“ 

In einer Studie des Naturschutzrats wurde die Situation der Auwälder in den großen Talräumen Vorarlbergs ermittelt. Auwälder zählen zu jenen Lebensräumen, die in den vergangenen zwei Jahrhunderten besonders einschneidend durch den Menschen verändert wurden. Renaturierungen wären wichtig; vielerorts stehen die hier erforderlichen Flächen jedoch nicht zur Verfügung. Grundlage dieser Studie sind Informationen aus historischen und aktuellen Kartengrundlagen, die durch Geländebegehungen ergänzt wurden. 

Eintritt frei

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter: naturschau@inatura.at oder +43 (0) 676 83306 4770

 
 
 
 

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