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Ökologische Weihnachten (Ökologische Weihnachten)

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Ökologische Weihnachten

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Weiße Weihnachten wird es wohl auch 2014 nicht geben...

Greenpeace hat einen tollen Artikel veröffentlicht, wie wir Weihnachten auch im Sinne der Natur gestalten können.

Weihnachten ist auch das Fest des Konsums geworden, der gleich auf mehreren Ebenen negative Auswirkungen auf unsere Umwelt haben kann. Doch es geht auch anders – mit einigen, kleinen Schritten kann jede/r dazu beitragen, dass die Weihnachtszeit und das Weihnachtsfest ökologischer gestaltet werden.

1. Verwenden Sie eine Mehrwegtasche für Ihre Weihnachtseinkäufe

In Österreich werden pro Jahr über eine Milliarde Sackerl verwendet, viele davon werden vom Handel gratis ausgegeben. Der Großteil davon wird nur ein einziges Mal benutzt. Nehmen Sie von zuhause eine Baumwolltasche oder einen Korb mit, in dem sie die Einkäufe wiederholt transportieren können. Wenn es doch ein Plastiksackerl sein muss, achten Sie darauf, dass Sie es so oft wie möglich wiederverwenden.

2. Schenken Sie öko-faire Mode

Die konventionelle Modeindustrie verübt massive Umweltschädigungen. Seit Beginn der Detox-Kampagne haben sich 27 große Unternehmen, wie etwa H&M oder Zara, dazu verpflichtet, auf elf als gefährlich identifizierte Chemikalien in ihrer Lieferkette zu verzichten. Im Greenpeace Fashion Shopping Guide finden Sie über 500 Adressen, bei denen Sie faire und ökologische Mode beziehen können.

3. Schenken Sie nicht nur Neues

Ein Großteil der Weihnachtsgeschenke, die im großen Adventtrubel gekauft werden, sind Dinge, die nicht zwingend gebraucht oder gewünscht werden. Überlegen Sie es sich auch aus Umweltsicht, ob sie wirklich das 25ste Kerzenset, ein fünftes Paar Socken oder die zehnte Kaffeetasse mit lustigem Comic-Aufdruck verschenken wollen, die beim Beschenkten dann vielleicht nur im Schrank verstauben. Und muss es denn immer ein Produkt sein, das geschenkt wird? Ist es in heutigen Zeiten nicht viel schöner, Zeit zu schenken? Zeit, die man bewusst mit Familie und Freunden verbringt, und Taten, die man gemeinsam setzen kann. Und wenn es ein Produkt sein muss: Second Hand Waren sind aus ökologischer Sicht eine optimale Alternative, da keine neuen Ressourcen dazu genutzt wurden.

4. Verpacken Sie mit Recycling-Geschenkpapier

Viele Arten von Geschenkpapier sind plastikbeschichtet. Suchen Sie gezielt nach Recycling-Geschenkpapier oder verwenden Sie Zeitungspapier, das sie mit bunten Seidenbändern verschönern können.

5. Besorgen Sie einen Bio-Christbaum

Es werden in ganz Österreich Bäume in Bioqualität, also ohne Einsatz von Pestiziden und Herbiziden, verkauft. Die ökologischste Variante wäre jedoch, sich die Frage zu stellen, ob man überhaupt einen Baum im Wohnzimmer braucht.

6. Kaufen Sie Kerzen ohne Palmöl

Die Herstellungsbedingungen von Palmöl haben katastrophale Auswirkungen auf unsere Umwelt. In Indonesien sind die Lebensräume selten gewordener Tierarten, wie zum Beispiel der Tiger, sehr stark gefährdet. Das Wachs herkömmlicher Kerzen besteht meist aus Paraffin, einem Abfallprodukt der Schmierölproduktion. Achten Sie daher auch auf gute Qualität der Kerzen. Dies ist aus gesundheitlichen Gründen ratsam, denn beim Abbrennen der Kerzen können Schadstoffe an die Raumluft abgegeben werden. Das RAL-Gütesiegel für Kerzen garantiert, dass keine bedenklichen Mengen an Dioxinen und polyzyklischen aromatischen Wasserstoffen freigesetzt werden.

7. Verzichten Sie auf Sternspritzer

Sternspritzer enthalten große Mengen an Bariumnitrat. Dies ist ein wasserlösliches Salz und kann bei direkter Aufnahme zu Vergiftungen führen. Sternspritzer werden meist in Ländern der Dritten Welt hergestellt. Dort werden diese von Kindern unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert.

8. Beleuchten Sie mit LED-Lampen

In den vergangenen Jahren haben sich elektrische Lichterketten gegenüber den Kerzen am Christbaum weitgehend durchgesetzt. Was sich leider auch durchgesetzt hat, sind weihnachtliche Beleuchtungen der eigenen Häuser, vom leuchtenden Weihnachtsmann am Hausdach oder im Vorgarten bis zu riesigen Ansammlungen von Lichterketten. All dies führt zu erhöhtem Strombedarf. Achten Sie bei der Auswahl des leuchtenden Weihnachtsschmucks deshalb auf die Verwendung von LED-Lampen – oder überlegen Sie, ob sie diese Beleuchtung wirklich brauchen, um weihnachtliche Stimmung entstehen zu lassen.

9. Greifen Sie zu nachhaltig gefangenem Fisch

Drei Viertel der Fischbestände sind überfischt und zahlreiche Fangmethoden verursachen massive Umweltschäden. Der Greenpeace-Fischratgeber bietet Ihnen eine Übersicht, welche Fischarten bzw. Bestände eher empfehlenswert sind. Der Griff zu nachhaltig gefangenem Fisch ist die geschmackvollere Art, Fisch zu genießen. Ein Fisch, der empfohlen wird, ist der Karpfen – seit Jahrzehnten ein traditionelles Weihnachtsessen, dem man auch aus ökologischen Gründen wieder eine Chance geben kann.

10. Trinken Sie aus Mehrweg-Flaschen

Vor den Feiertagen wird oft auf Vorrat eingekauft, denn die Familie kommt zum Feiern, Essen, Trinken. Da muss genug von allem vorhanden sein. Wer nicht auf Mischgetränke oder Limonaden verzichten will, dem seien Mehrweg-Flaschen ans Herz gelegt. Einwegplastik ist oft in Form von PET-Flaschen für wenige Tage in Verwendung, braucht aber über 450 Jahre zur Verrottung.

11. Putzen Sie ökologisch

Achten Sie beim Kauf der Putzmittel auf ökologische Alternativen.


Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein frohes und ökologisches Fest!

 
 
 

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