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Mikroplastik in Kosmetika (Mikroplastik in Kosmetika)

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Mikroplastik in Kosmetika

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Mikroplastik gelangt in Gewässer; Foto: shutterstock

Die kleinen Plastikkügelchen sind in etlichen Zahnpasten und Peelings enthalten und stehen in fast allen Badezimmern. Als unter einen Millimeter große Scheuerkügelchen dienen sie dafür die Haut oder die Zähne zu säubern.

Ihre Größe erlaubt es ihnen aber durch die Filter von Kläranlagen zu schlüpfen, sie gelangen somit von der Dusche in die Gewässer. Allein im Bundesstaat New York werden knapp 20 Tonnen Mikroplastik jährlich in die umgebenden Gewässer abgegeben. Die Kügelchen sammeln sich letztendlich in der Nahrungskette von Meerestieren, die auch wir essen und reichern sich auf ihrem Weg dahin zudem noch mit Umweltgiften, wie beispielsweise DDT an.

Aber nicht nur Gewässer sind betroffen. Ein Teil der Partikel bleibt im Klärschlamm hängen, der wiederum in der Landwirtschaft genutzt wird. Von dort gelangen sie durch den Wind in die Luft. Bienen nehmen sie dann mit den Pollen auf und die Teilchen landen letztendlich im Honig. Kühe nehmen sie beim Fressen auf. Tatsächlich wurde das Mikroplastik bereits in Bier, Milch und 4 von 19 Honigsorten aus dem Supermarkt nachgewiesen, wie das ARD Konsumentenmagazin Plus Minus berichtete.

Die medizinischen Folgen im menschlichen Körper sind bislang unerforscht. Die Vereinigten Staaten reagieren mit ersten Verboten auf die Mikroplastikflut. Europa hat dort noch Nachholbedarf und hofft im Moment eher auf ein Umdenken der multinationalen Konzerne.

Eine Alternative zu den künstlichen Scheuerkügelchen gibt es in der Natur: Sand, Salz und gemahlene Nussschalen leisten denselben Dienst.

Mehr Infos

Sind meine Produkte betroffen? Datenbank vom Bund Deutschland mit sämtlichen Marken und deren Belastung.

Studie aus dem Marine Pollution Bulletin

 
 
 

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