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Skitourentage im Sesvennagebiet - Alpingruppe (Alpingruppe - Skitourentage in der Sesvennagruppe)

Alpenverein Vorarlberg

Skitourentage im Sesvennagebiet - Alpingruppe

1. Tag - Aufstieg zur Sesvennahütte
1. Tag - Aufstieg zur Sesvennahütte

Für die diesjährigen Skitourentage vom 07. bis 11. März in die Sesvennagruppe haben sich 14 Teilnehmer/innen und 6 Tourenführer angemeldet.

Aufgeteilt in drei Gruppen fahren wir auch mit 3 Sportbussen über den Reschen via Burgeis nach Schlinig auf 1.730m.

Die Gruppeneinteilungen für die nächsten Tage:

Gruppe  A: Tourenleiter Gerle und Max mit Dagmar, Regula, Waltraud, Günther und Johannes

Gruppe  B: Tourenleiter Markus und Paul mit Herlinde, Renate, Sabrina, Silvia und Bertram

Gruppe  C: Tourenleiter Hubert und Ossy mit Alessa, Rita, Josef und Thomas             

Am Dorfende von Schlinig deponieren wir unsere Gepäcktaschen und steigen mit leichtem Rucksack durch das Schliniger Tal sanft ansteigend zur Schliniger Alm. Weiter talein passieren wir die Innere Alm und steigen nun direkt auf die Felsbarriere der Schwarzwand zu. In wenigen Kehren erreichen wir die „Schlüsselstelle“ des Aufstieges, welche gut mit Stangen und Seilen gesichert ist. Durch das flache Becken unterhalb der „Alten Pforzheimer Hütte“ und nach rund 1 ½ Stunden gelangen wir zur 2.258m hoch gelegenen Sesvennahütte.

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Tag 2:   Skitour auf den Piz Sesvenna 3.205m und auf den Schadler 2.948m

Fuorcla Sesvenna 2.819m
Fuorcla Sesvenna 2.819m

Nachdem es am Vortag, beim Aufstieg zur Sesvenna Hütte (2.258m) noch geschneit und gestürmt hatte, wurden wir in der Früh schon gleich mit strahlend blauem Himmel und Neuschnee überrascht!

Für die nächsten Tage wurde eine voll belegte Hütte vorausgesagt, uns so wählten alle drei Gruppen den Traumgipfel des Piz Sesvenna, als erstes Tourenziel.

Wobei wir als Gruppe C, mit Hubert und Ossy unseren Tourenleitern und Rita, Alessa, Josef und mir, so gegen 8:30 Uhr als erste Gruppe starteten.

Nach dem obligatorischen, großen LVS Check vor der Hütte, gingen wir mit Hubert an der Spitze los.

Über wunderschöne, ganz unterschiedlich geneigte Hänge, steigen wir bei traumhaftem Winterwetter und Neuschnee hoch, bis wir nach ca. 1h auf der Sesvenna Scharte (2824m) stehen und von dort schon den Blick zum Piz Sesvenna genießen.

Um jeden Meter Pulverschnee auszukosten, nehmen wir natürlich die Felle herunter und gleiten in stiebendem Pulverschnee die ca. 100 hm in Richtung Sesvenna Gletscher hinunter.

Unten angekommen heißt es dann wieder auffellen und ansteigen, über den weiten und schön gleich mäßigen Gletscher spurt Hubert für uns hinauf bis zum Skidepot, das wir nach ca. 3 Stunden erreichen.

kurz unterhalb der Sesvenna Scharte (Skidepot)
kurz unterhalb der Sesvenna Scharte (Skidepot)

Nun heißt aber noch den verschneiten und teilweise ausgesetzten Gipfelgrat zu begehen, Hubert leistet wieder die volle Spurarbeit und leitet uns alle sicher zum Gipfel.

Eine traumhafte Aussicht über unzählige Berge, vor allem auch auf den Ortler, die Bernina Alpen und bis in die Silvretta, erwartet uns am Gipfel, den wir nach ca. 3 ¾ Stunden erreichten.

Nach einem herzlichen „Berg Heil“ und einem Gipfelfoto, heißt es aber gleich wieder absteigen, da unsere zweite Gruppe schon im Anmarsch ist und es am Gipfel nicht viel Platz gibt.

Den herrlich alpinen Blockgrat steigen wir dann in einer ½ Stunde wieder ab, bevor wir das Schidepot erreichen.

Nach einer kurzen Pause, genießen wir dann eine grandiose Pulverschneeabfahrt über den noch unverspurten Sesvenna Gletscher, was unsere Herzen noch höher schlagen lässt.

Traumabfahrt vom Piz Sesvenna
Traumabfahrt vom Piz Sesvenna

Vom ehemaligen Gletscherbecken des Sesvenna Gletschers, steigen wir dann wieder gemütlich die ca. 100 hm hinauf zur Sesvenna Scharte, doch da der Tag noch jung ist und vor allem auch das Wetter traumhaft, beschließen wir auch noch den Schadler Gipfel mitzunehmen, dieser ist dann nach ca. ½ h zusätzlichem Aufstieg auch geschafft und so können wir dann gleich die letzten traumhaften Schihänge hinunter zur Sesvenna Hütte unter die Ski nehmen.

Nach insgesamt etwa 7 Stunden auf Tour, gibt es auf der Hüttenterrasse bei strahlendem Sonnenschein, kein Halten mehr, Huberts Zigarre glüht schon und Wein und Bier fließen!

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Tag 3:

Skitour auf den Piz Cristanas 3.0962m

Skitour auf den Grionkopf 2.896m

Aufstieg zum Piz Cristanas 3.092m...
Aufstieg zum Piz Cristanas 3.092m...

Gruppe A:  Panorama- statt Gipfeltour auf den Piz Cristanas   (Bericht Regula)

Am zweiten Tag ist Gruppe A wieder pünktlich als letzte Gruppe um 08:30 gestartet. Über den Schlinigpass ging es mehrheitlich flach bis zur Alp Sursass. Dort zweigten wir in das rechte Seitental ein, stiegen auf, passierten eine eindrückliche Engstelle und erreichten dann schon bald eine wunderschöne Hochebene – entdeckt von Gruppe C, deren Aufstiegsspur unsere Kräfte stark schonte.

Vom Fuss des Piz d’Immez erreichten wir das Fourcla Cornet über eine kurze Steilstufe, die den Puls des einen oder anderem Teilnehmer höher schlagen ließ. Am Fourcla Cornet trennten sich die Wege von Gruppe A und C, denn die noch unverspurten Hänge lockten uns und so ließen wir Gruppe C den Gipfel erklimmen während wir eine schöne Abfahrt durch das Val Cristanas genossen.                                                                                                                                              

Bei der Alp Sursass lachten uns die Südosthänge des Griankopf an und so ging’s nochmals in der warmen Nachmittagssonne den Berg hoch. Auf 2550 Meter ging die Kraft wie auch der Tee in der Thermosflasche zu Ende und nach ein paar Schwüngen querten wir die Hänge bis zur Sesvennahütte, sodass wir uns sogar den „Hatsch“ zurück über den Schlinigpass ersparen konnten.


Gruppe B:   (Text Hubert)

Wir ließen uns den Abstecher auf den Gipfel des Piz Cristanas nicht nehmen. Obwohl der Gipfel vom Gegenhang eher wie ein Steinhügel aussah, kamen wir doch recht hoch mit unseren Ski. Die letzten Meter ging es zu Fuß auf den höchsten Punkt. Zurück zum Skidepot, suchten wir die Einfahrstelle ins Val Cristanas. Dank der guten Beschreibung des Hüttenwirtes Andreas fanden wir leicht die steile Einfahrt und über wunderbare, unverspurte Hänge gelangten wir zu den Abfahrtsspuren von Gruppe A.

rot = Aufstiegsspur / gelb = Abfahrt von der Fuorcla Cornet und gelb strichliert = Variante vom Piz Cristanas
rot = Aufstiegsspur / gelb = Abfahrt von der Fuorcla Cornet und gelb strichliert = Variante vom Piz Cristanas

Gruppe B  -  Skitour auf den Grionkopf (2.896m) - Bericht Sabrina

Wir entschieden uns bei strahlendem Sonnenschein die Tour gegen 08:15 Uhr von der Sesvennahütte Richtung Nordwesten durch ein kleines Tälchen zum Schlinigpass (2.309m) aus zu starten.

Nach der Weggabelung „hölzernes Wegkreuz“ verliesen wir den breiten Weg und bogen nach rechts über mittelsteiles Gelände mit einigen Kehren Richtung Osten auf etwa 2600m ab. Faszinierend ist hier der Blick nach Süden zu den Ortler Bergen.

Nach einer kurz verdienten Rast spurte uns Markus über einige schön gestuften Mulden bis zum Grat vor. Beim Grat angekommen, packten wir die Ski auf den Rucksack und legten unsere Tour zu Fuß über „Stock und Stein“ fort. Trittsicherheit wurde bei diesem Abschnitt groß geschrieben.

Nach 2,5 Stunden Aufstieg konnten wir den Gipfelschnaps und die Schokolade beim Gipfelkreuz genießen. Der 360° Rundblick war einmalig. Bei sicheren Verhältnissen konnten wir die Abfahrt über einige Hm und direkt vom Gipfel aus mit hervorragendem Schnee absolvieren.

Ein kurzer Gegenanstieg und wir konnten nochmals weitere Abfahrtshänge bis zur Hütte genießen – absolut lohnende Hänge.

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Tag 4:

Skitour auf den Grionkopf 2.896m  (Gruppe A) 

Ausbildung am Schlinigpass (Gruppe B)

Skitour auf die Rasass Spitze -  Vorgipfel  (Gruppe C) -  Bericht Alessa

Piz Rasass 2.941m

Ein nebeliger Tag beginnt und lichtet sich erst ein wenig, nachdem wir Richtung Schlinigpass losziehen und die ersten drei- bis vierhundert Höhenmeter rechts hinauf überwinden. Dank Techniken wie GPS und sicherer Ortskenntnis von Hubert fühlen wir uns zu jederzeit genau richtig. Und als sich dann kurzfristig ein Fetzen blau über uns auftut und wir ein paar Gipfel sehen fühlen wir uns, zusätzlich zu genau richtig, auch genau am richtigen Ort.

Knapp vor Erreichen des Ziels ergeben sich allerdings ungeahnte Probleme. Ungeahnt insbesondere auch deshalb, weil vier von uns davon nichts mitbekamen. Thomas Bindung verabschiedete sich. Zwar langsam, denn zunächst ist nur eine Schraube locker (-bei der Bindung, nicht bei Thomas!), aber stetig. Wir warten etwas weiter oben im Nebel und wundern uns, wo bleiben Ossy und Thomas? Falsch „abgebogen“?

In einem Nebelloch entdecken wir sie. Erklärende Rufe. Ossy kommt die paar Kehren zu uns rauf, holt zusätzliche Kabelbinder und fährt wieder runter.

Wir warten derweil auf dem windigen fast-schon-Gipfel.

Ein erster Fixierversuch scheint zunächst geglückt, scheitert aber nach wenigen Spitzkehren.

Nach einer kleinen Absprache nehmen wir den Gipfel in reduzierter Besetzung in Angriff, denn weit, so ahnt man, ist es nicht mehr. Einmal haben wir bereits in nächster Nähe das Gipfelkreuz gesichtet. Als es steinig und steil wird schnallen wir die Ski ab, tragen sie ein paar Meter und überlegen wo der Weg wohl weiter geht. Da zerreißt Huberts „Bergheil“ das Pfeifen des Windes.

Denn laut flatternder Karte sind wir schon oben – am Vorgipfel des Piz Rasass. Unter einem Stein finden wir in einer Box ein Gipfelbuch und kehren zu Thomas und Ossy zurück. Und der Gipfel mit dem Kreuz? Ist ein anderer – oder der Hauptgipfel? – egal.

OKeeehhh, auch gut, also zurück. Thomas Bindung wurde zwischenzeitlich erneut notversorgt, mit Drähten und Kabelbindern. Eine Abfahrt unter „Teilbelastung“ und in unserem „Spurschatten“ muss möglich sein.

Und Ja! Thomas erfüllt die Mission meisterlich. Trotz Bruchharsch und wenig-bis-gar nicht-Sicht sitzen wir bald bei Wein und Süppchen in der „Aufgussstube“ der Sesvennahütte. 

Pearig wors.


Tag 5: Nebel - Wind - Abfahrt - Heimreise

Um Mitternacht machte uns der Sternenhimmel noch kurz Hoffnung auf einen weiteren Tourentag. Doch der Morgen zeigte sich, wie er auch angekündigt wurde.

Schlechte Sicht, windig und leichter Schneefall. Die Entscheidung auf eine baldige Abfahrt nach dem Frühstück war einhellig. Nach dem Fluchtachterl verabschiedeten wir uns von den Wirtsleuten auf der Sesvennahütte und fuhren nach Schlinig ab.

...Danke...

  • an diejenigen, die einen Tourenbericht geschrieben haben
  • an die, die Fotos zur Verfügung gestellt haben
  • für die Fahrer der Sportbusse
  • den Tourenleiter des Alpinteams: Gerle, Markus, Max, Hubert, Ossy und Paul
Fluchtachterl ist eingeschenkt
Fluchtachterl ist eingeschenkt
Sesvennahütte
 
 
 

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