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Hochtourentage der Alpingruppe in den südl. Zillertaler Alpen (Alpingruppe: Hochtourentage in den Zillertaler Alpen)

Alpenverein Vorarlberg

Hochtourentage der Alpingruppe in den südl. Zillertaler Alpen

Bildunterschrift

Donnerstag 06. Juli: Anreise – Aufstieg Chemnitzer Hütte - Gamslahnernock 2.869m

Die Hochtourentage der Alpingruppe führen uns heuer in die südlichen Zillertaler Alpen. Mit zwei Sportbussen fuhren wir 13 Teilnehmer/innen über den Brenner – Sterzing – durch das Pustertal bis nach Sand in Taufers und von Lappach über eine steile Höhenstraße zum Neves-Stausee.

Vom Parkplatz aus sehen wir bereits die Edelrauthütte am Eisbruggjoch, die als Unterkunft für die zweite und dritte Nacht dienen soll sowie den Hohen Weißzint.

Nach einer Stärkung auf der Untermaurer Alm steigen wir in rund 75 Minuten auf die Chemnitzer Hütte am Nevesjoch auf 2.419m.

Nach Einteilung der Lager lassen es sich einige nicht nehmen, den Hüttengipfel – den Gamslahnernock mit 2.869m noch mitzunehmen. Vom Gipfel eröffnet sich ein toller Blick in die südl. Zillertaler mit Turnerkamp, Großen Möseler und Weißzint.

Bericht: Hubert

Freitag 07. Juli Bergtour auf den Großen Möseler 3.480m

An unserem zweiten Hochtourentag in den „Südlichen Zillertaler Alpen“ steht für uns als Gipfelziel der Große Möseler mit seinen 3.480 m und der Übergang auf dem Neveser Höhenweg zur Edelrauthütte auf dem Programm.

Nach einer zu Beginn etwas turbulenten Nacht im Duchgangslager der Chemnitzer Hütte auf 2.419 m, heißt es um 5:00 Uhr Tagwache und um 6:00 Uhr Abmarsch mit vollem Gepäck.

Der Tag beginnt leicht bewölkt und warm. Wir starten in 3 Gruppen und gehen über den zumeist mit Steinplatten ausgelegten Neveser Höhenweg, wo wir nach ca. einer Stunde den Großen Trog und dann die Baumstammbrücke über den Gletscherbach erreichen. Danach biegen wir bald rechts ab und steigen über eine Seitenmoräne die vom Großen Möseler herunterzieht weiter auf.

Bald ändert sich das Gelände und es geht über schöne vom Gletscher abgeschliffene Granitplatten, die wahrscheinlich noch vor wenigen Jahren durch Eis bedeckt waren weiter hoch.

Schon bald wechseln sich plattiges Gelände und Schneefelder ab, bevor wir in ein zuerst weites, dann aber dem Gipfel zu immer steiler und schmaler werdendes Kar kommen.

In dem Kar hat es noch ziemlich Schnee, was den Aufstieg für uns erleichtert und auch sicherer macht, auch weil dadurch die vielen losen Steine „noch“ festgehalten werden.

Unter dem Gipfelaufbau beginnt dann ein schöner Blockgrat (I-II), in dessen südseitigen Flanken wir nach 4 Stunden und 15 Minuten den herrlichen Gipfel des Großen Möseler`s erreichen.

Das Panorama, das sich uns dann am Gipfel auf einmal eröffnet ist gigantisch, über die ganzen Berggestalten der Zillertaler Alpen hinaus zu Großvenediger, Ortler und Glockner, und weiter im Süden zu den Dolomiten mit ihrem höchsten Berg der Marmolata. Nach einer ausgiebigen Rast, steigen wir dann wieder auf demselben „Weg“ vom Gipfel ab, bis wir unten auf ca. 2600 m, wieder auf den Neveser Höhenweg stoßen.

Das Tagesgangwetter begleitet uns dann am Nachmittag aber ein paar Tropfen Regen, können uns nicht aus der Ruhe bringen. Der Durst ist bei dieser Hitze, riesengroß und so müssen wir bei den herunterfließenden Gletscherbächen ein paar Mal nachtanken. Es ist ein langer Weg hinüber zur Edelrauthütte und beginnt mit einem 130 Höhenmeter Gegenanstieg, weil der Neveser Höhenweg 2010 in diesem Bereich von einer Mure weggerissen wurde, dafür führt er dann auf fast 2700 m an einem schönen „Gletschersee“ vorbei. Es geht in einem herrlichen Panorama immer wieder auf und ab, bevor wir nach der gefühlt hundertsten Ecke, die neue und komfortable Edelrauthütte um ca. 16:00 Uhr und nach einer Gesamtzeit von 10 Stunden, auf 3.545 m erreichen. Der wunderbare Bergsteigertag wird dann auf der Hütte noch bei sehr guter Verpflegung und vor allem auch bei reichhaltigen Getränken gebührend abgeschlossen.

Bericht: Thomas

Samstag 08. Juli Bergtour Hochfeiler (Gran Pilastro) - mit 3509 m der höchste Berg der Zillertaler Alpen

Punkt 5:15 Uhr weckt uns Gerhard (Gerle) am dritten unserer Hochtourentage zum Frühstück, damit wir - diesmal mit leichtem Gepäck - unsere Tour zu DEM Berg in den Zillertaler Alpen starten können. Bei bewölktem Himmel lassen wir die auf 2.545 m gelegene Hütte rasch hinter uns und laufen uns bis zur Unteren Weißzintscharte auf 2.972 m "warm".

(Allesamt schwitzen wir gewaltig bei diesem ersten Anstieg.)

Der Abstieg auf den Gliederferner ist unproblematisch in nassem Schnee zurückzulegen und lässt erahnen, wie der Gletscher vor langer Zeit ausgesehen haben muss. Schwieriger gestaltet sich die Wegsuche über massigen Moränenschutt auf dem Moränenweg zur wunderschön gebauten Hochfeilerhütte auf 2.710 m.

Von dort nähern wir uns über einen seilgesicherten Steig dem Südwestgrat des begehrten Gipfels. Wir passieren eine einzigartige Landschaft mit unzähligen Steinmännchen bzw. "Hinkelsteinen" in allen Größen und Varianten und lassen den Bergrücken hinter uns.

Vom Plateau aus können wir bei einer kurzen Trinkpause den vor uns liegenden Schneegrat sehen. Glücklicherweise haben sich die morgendlichen Regenwolken verzogen und es bläst lediglich ein kalter Wind. Der Aufstieg über den Südwestgrat zum Gipfel ist ohne Steigeisen gut machbar und zählt unbestritten zum schönsten Teil der insgesamt 4,45 h langen "Gipfeleroberung".

Das Panorama ist überwältigend und wir genießen den Blick auf den bereits bestiegenen Großen Möseler und den noch vor uns liegenden Weißzint am Folgetag. Zu sehen sind auch der Weißkarferner, der von uns überquerte Gliederferner, der Großvenediger und nicht zuletzt die Dolomiten und die gletscherbedeckte Marmolada. Etwas wehmütig blickt Gerle in die steile Nordwand - mit dem Eisklettern ist es dort vorbei.

Nach einem gut verlaufenen Abstieg und einer kurzen Einkehr in der Hochfeilerhütte nehmen wir denselben Weg zurück zur Edelrauthütte und erreichen diese trocken und nach insgesamt 8,22 h Gehzeit und 1.460 zurückgelegten Höhenmetern.

Insgesamt dürfen wir auf ein wunderschönes Bergerlebnis mit Freunden zurückblicken und dankbar sein!

Bericht: Sieglinde

Sonntag 09. Juli Hoher Weißzint 3.371m

Bei wolkenlosem Himmel brechen wir am Sonntagmorgen kurz nach 6:00 auf zu unserer letzten Tour dieser Hochtourentage. Der Hohe Weißzint (3371m) ist unser heutiges Ziel.

Gleich hinter der Edelrauthütte beginnt unser Aufstieg, zunächst über einen mit Steinplatten gepflasterten Weg, bald aber in steinigen Serpentinen und Blockwerk steil bergauf. Schnell gewinnen wir an Höhe, sodass wir den langgezogenen Südwestgrat in Blockkletterei im I. und II. Grad ohne allzu viele Höhenmeter genießen können. Noch ein kurzer,steiler Firngrat Anstieg und wir werden (nach ca 3:15 Stunden Aufstieg) auf dem Gipfel des Hoch Weißzints mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Auch die beiden Gipfel der Vortage, den Hohe Möseler und der Hochfeiler zeigen sich uns nochmals von der schönsten Seite.

Mit diesen tollen Bildern und Eindrücken und mit Steigeisen an den Schuhen starten wir in zwei Seilschaften zum Abstieg über die Westflanke. Zuerst geht’s steil einen Gletscherhang hinunter, ein großer Schritt über die Gletscherspalte und nochmals bergauf zur Oberen Weißzintscharte (3183m). Ab jetzt gehts bergab, zuerst über Schneefelder, dann wieder steinig zurück zur Edelrauthütte. Ein letztes Getränk auf 2545m, und über saftige Almwiesen in ca 1 ½ Stunden hinunter zum Neveser Stausee. In der gleichen Jausenstation, in der wir schon vor dem Aufstieg einkehrten, stärken wir uns noch nach dieser tollen Tour und treten dann unsere Heimfahrt an.

Unseren drei Tourenführern Hubert, Paul und Gerle ein herzliches Dankeschön für die gute und sichere Führung der Touren und besonders Hubert nochmals vielen Dank für die super Organisation dieser tollen Hochtourentage!!!

Bericht: Lydia

Fotos von allen Tagen: Gerle, Lydia, Hubert

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