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Über Kuppen, Gipfel und Grate (Durchquerung Allgäuer Alpen )

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Über Kuppen, Gipfel und Grate

Eine „Hohe Tour“ mit dem Alpenverein Montafon in den Tannheimer Bergen

mit Dieter Kerbl

Mit dem Lock -Down im vergangenen Herbst ist das Leben in den Vereinen komplett eingeschlafen. Auf Grund der verschiedenen Bestimmungen konnten auch beim Alpenverein Montafon keine Aktivitäten angeboten werden. So ist unter anderem der gesamte Teil des Tourenprogramm „Winter 21“ nicht zur Austragung gekommen. Rechtzeitig zum Beginn der Sommersaison hatte sich die Virussituation so weit gebessert, dass sich auch wieder größere Gruppen von Personen gemeinsam auf den Weg machen durften.

Vom 4. Bis 8. Juli war das Tannheimertal im Tiroler Außerfern Austragungsort einer mehrtägigen Hüttentour. Unter der Tourenleitung von Dieter Kerbl machten sich noch weitere 7 Personen auf den Weg in die Ortschaft Grän im Außerfern. Die Anreise zum Ausgangspunkt erfolgte mit einem Kleinbus. Nach Erreichen des Ausgangspunktes wurde noch eine kurze Kaffeepause eingelegt, ehe der Anstieg zum ersten Hüttenziel, die Bad Kissingerhütte“ starten konnte. Gut 2,5 Std bzw. ca. 800 Hm gilt es auf angenehmen Bergweg zu überwinden, um die alpine Unterkunft zu erreichen. Geschützt liegt dieses Haus an der Ostseite des Großen Aggenstein, 1986m direkt auf einer Gratschulter. Nach Bezug der reservierten Zimmer und einer ersten Genussprobe aus der Speisekarte, stand noch der Besuch des genannten Hüttengipfel auf der „To-Do“ Liste. Rasch wurden die ca. 100 Höhenmeter hinauf zum Gipfelkreuz absolviert, wo uns aber kalter Wind und ein intensiver kurzer Regenschauer die Gipfelrast stark verkürzte. Im steilen und schmierigen Bergwiesengelände war absolute Trittsicherheit im Abstieg nötig. Ein Ausrutscher hätte fatale Folgen nach sich gezogen.

Der nächste Tag führte unsere Gruppe über den langen Gratweg hinüber zum Gipfel der Roten Flüh, 2108 m. Kernstück dieser Route ist der „Friedberger Klettersteig“. Am Schartschrofen, 1968 m, beginnt dieser äußerst luftige Eisenweg mit einem spannenden Seil Versicherten Abstieg. Ohne Klettersteigset ein „No-Go“. Aus der Scharte gelangt man dann recht schweißtreibend auf den Gipfel der Roten Flüh, 2108m. Ein traumhafter 360 Grad Rundblick bietet sich hier jedem Besucher. Der Abstieg zum Gimpelhaus, unser Übernachtungsziel, verlangte auch nochmals volle Konzentration und Aufmerksamkeit. Nach etwa 8 Std. Gehzeit über die Gipfel von Brentenjoch, Vilserjöchl, Füssenerjöchl, Schartschrofen und Roter Flüh hatte sich unsere Truppe ein kühles Getränk redlich verdient.

Tag 3. der Hüttentour führte uns zuerst ins Tal nach Nesselwängle. Mit dem Postbus fuhren wir nach Tannheim, von wo wir mit der „Neunerköpfelbahn“ aufs gleichlautende Bergziel hinauf schweben konnten. Über die Gipfel der Sulz, Schochen und Lachenspitze gelangten wir schlussendlich zur Landberger Hütte. Im nahen Lackensee fand sich für einige Teilnehmer/innen noch eine kühle Erfrischung.

Ein eher schlechter Wetterbericht für den nächsten Tag mahnte zu einem früheren Tour Aufbruch. Das Tagesziel, das Prinz Luitpold Haus; war etwa 6 Gehstunden entfernt. Am westlichen Lachenjoch fand die erste Änderung der Garderobe statt. Der leichte Regen hatte aufgehört und störte uns auf dem ganzen Weg nicht mehr. Erwähnenswert ist auf dieser Route, Jubiläumsweg genannt, der aufwendig präparierte Anstieg in die 2162 m hohe Bockkarscharte. Der Name sagt schon alles, nur noch „Bock Steil“. Trockenen Fußes wurde die Hütte erreicht. Erst als wir schon in der warmen Hüttenstube unseren Nachmittags Kaffee genießen konnten, öffnete Petrus wieder seine Schleusen.

Auch am letzten Tourentag verhieß der Wetterbericht nichts Gutes. Das Wetterradar sagte starke Niederschläge schon am frühen Vormittag voraus. Das Highlight dieser Tourentage, der Gipfel des 2592 m hohen Hochvogel, mußte gestrichen werden. Über die Balkenscharte und den Fuchsensattel wechselten wir hinüber ins Lechtal. Tal und Zielort war die Gemeinde Hinterhornbach. Kaum in der Gaststube der „Alpenrose“ eingetreten, begann es draußen zu schütten als ob der jüngste Tag angebrochen wäre. Sollten es die Umstände 2022 wieder zulassen, ist eine Fortsetzung der Tour vorgesehen. Durch die Allgäuer Alpen zurück zum Hochtannberg Pass.

Berichtverfasser: Dieter Kerbl

Impressionen findet man unter Alben.

 
 
 

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