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Im Gespräch heute mit Dieter Kerbl (Im Gespräch heute mit Dieter Kerbl)

Alpenverein Vorarlberg
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Im Gespräch heute mit Dieter Kerbl

Im Gespräch: heute mit Dieter Kerbl

Dieter Kerbl

Mit unserer neuen Reihe „Unsere Ehrenamtlichen“ wollen wir Euch heuer die Menschen vorstellen, die für unseren Alpenverein Montafon ehrenamtlich aktiv sind. Aber sofort werden wir in regelmäßigen Abständen mittels eines Kurzinterviews Euch lieber Leser mehr über uns berichten. Den Auftakt mit unserer Gesprächsreihe machen wir heute mit unserem Obmann und Sektionsvorsitzenden Dieter Kerbl. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen.

Dieter, seit wann bist Du Obmann und wie bist Du zu diesem Amt gekommen?

Das sind nun schon einige Jahre her. Nachdem unser damaliger Langzeitobmann Manfred Dönz sich in den AV Pensionsruhestand verabschiedet hatte, übernahm Franz Haag dieses Amt. Als Stellvertreter agierte damals Manfred Mattle aus Partenen. Franz Haag war bis zu dieser Zeit Tourenführer für Winter und Sommer Aktivitäten. Mit der Übernahme des Obmann Amtes gab Franz zeitgleich das Tourenführeramt ab. Dieses Amt übernahm ich dann. Ich war zur damaligen Zeit schon Tourenführer beim Alpenverein Bludenz. Somit hatte ich gleich zwei dieser ehrenamtlichen Tätigkeiten zu absolvieren. Manfred Mattle gab dann etwas später aus gesundheitlichen und privaten Gründen den Stellvertreterposten ab. Auf Bitten von Franz Haag habe ich dann dieses Amt übernommen. Zusammen haben wir dann einige Jahre den AV Montafon geleitet. Da das Amt immer mehr Zeit in Anspruch genommen hatte, wurden unsere Vereinsstatuten abgeändert. Ziel war es, die Vereinsführung auf mehrere Personen auf zu teilen. Dies ist jetzt unser „Ist Zustand“. Franz und ich waren über längere Zeit gleichberechtigte Vorstandsmitglieder des AV Montafon. Wir haben uns die diversen Arbeiten aufgeteilt. Franz war dann schon länger auf der Suche nach einem Nachfolger, da auch er in den privaten Ruhestand übergewechselt hatte. Mit Birgit Marent haben wir eine würdige und ideale Person für dieses Amt gefunden. Mit Birgit habe ich bei der letzten Wahl die 2. Amtsperiode begonnen. Insgesamt bin ich nun schon fast 20 Jahre im AV Montafon ehrenamtlich als Tourenführer und über 10 Jahre in der Vereinsleitung aktiv tätig

Woher ist Dein Bezug zum Montafon? Bist Du hier aufgewachsen?

Mein Bezug zum AV Montafon leitet noch aus der Pflichtschulzeit her. Ich war von 1969 bis 1973 als Hauptschüler (heute Mittelschule) in der „Hauptschule Schruns“. Privat hatte ich das große Glück, eine Tante zu haben, die jedes Jahre ihre älteren Nichten und Neffen eingeladen hatte, eine Hüttenwanderung mit zu machen. So konnten wir zum Beispiel den Rätikon, den Verwall und die Lechtaler Alpen gemeinsam erwandern. Unsere Tante hat uns im Vorfeld dann animiert, dem Alpenverein bei zu treten. Vordergründig war da natürlich die günstigere Übernachtungsmöglichkeit auf einer AV Hütte. Geld war in der damaligen Zeit ja nicht im Überfluss vorhanden. Meine Eltern hatten Mitte der 60iger Jahre ein Eigenheim gebaut und es mussten große Geldbeträge an Schulden zurück bezahlt werden. Urlaub, so wie man ihn heute kennt, gab es damals nicht. Somit waren diese alljährlichen Wanderungen von Hütte zu Hütte immer ein großes Highlight in unserer Kinder- und Jugendzeit. Aufgewachsen bin ich in Gantschier/Bartholomäberg. Manfred Dönz war zur damaligen Zeit Hauptschullehrer in Schruns und war höchst erfreut, wenn sich neue Kinder und Jugendliche zum AV Montafon bekannten.

Was ist Deine Aufgabe als Obmann des AV Montafon?

Das Wort Obmann ist nicht mehr zeitgemäß. Durch die Statutenänderung sind wir Vorstandsmitglieder geworden. Derzeit sind dies 5 Personen. Birgit Marent, Judith Mangeng, Karoline Bertle, Toni Mangeng und meine Wenigkeit. Der Vorstand leitet den AV Montafon jeweils über einen Zeitraum von 3 Jahren. Unser Vorstandstätigkeiten sind folgende: ich repräsentiere den AV Montafon nach außen hin. Das heißt; nehme an Sitzungen in der Sektion Vorarlberg teil. Beim Tourismus Montafon sind wir auch immer präsent. Unterhalt des Wegenetzes mit anderen Sektionen, Anbieter von alpinen Übernachtungsmöglichkeiten. Erledigungen im Vereinshaushalt. Hinter den Kulissen ist Birgit Marent die helfende Hand. Sie übernimmt den kommunikativen Part mit den einzelnen Ämtern und kümmert sich beispielsweise auch um die Vereinsfördergelder. Karoline ist für die Kinder und Jugendarbeit zuständig. Sie wird dabei von Birgit tatkräftig unterstützt. Gemeinsam leiten sie diesen Vereinszweig. Mit Judith haben wir eine bewährte Schatzmeisterin an unserer Seite. Toni ist als ehemaliger Hauptschullehrer für unsere Kletterwand zuständig. Er war bei der damaligen Errichtung maßgeblich mit Franz Haag beteiligt. Als Vorstand gilt es alle Jahre die Jahreshauptversammlung zu organisieren. Ferner sind eventuelle Weiterbildungskurse für Tourenführer/innen oder Ausflüge auf Schiene zu bringen. Arbeit also in Hülle und Fülle. Schön, wenn man ein gutes Vorstandsteam um sich hat, welches jeder seiner Ämter zu vollsten Zufriedenheit erledigt.

Und seit wann bist Du Mitglied im Alpenverein? Begleitest Du hier noch andere Ämter?

Mitglied bin ich seit den frühen 1970iger Jahren. Neben dem Amt des Vorstandes bin ich noch Tourenreferent und zuständig für die Wege in unserem Tätigkeitsbereich. Die Pflege dieser übernimmt bekanntlich unser sehr aktives Wegewarte Team.

Wohin geht für Dich die Reise im AV Montafon? Welche Ziele hast Du?

Wohin die Reise geht ist etwas schwierig zu beantworten. Die heutigen Generationen sind ganz anders aufgestellt. Trotzdem sind sehr viele Menschen auch sehr sportlich ambitioniert. Wir haben hier im Montafon das Privileg „Wohnen wo andere Urlaub machen“. Es gilt junge Menschen vor die Türe zu locken und die herrliche Natur zu genießen. Gleichzeitig sollte unsere Natur auch weiterhin gehegt und gepflegt werden. Dies ist nicht immer leicht. Zu oft stehen wir in Konflikt mit dem geschäftsträchtigen Tourismus. Doch mit etwas Einsicht aus allen Lagern lässt sich schon ein guter Kompromiss finden. Siehe naturverträglicher Wintersport. Ziel ist es auch den Verein weiterhin zu erhalten, zu verjüngen und den Mitgliedern ein reichhaltiges Jahresprogramm zu präsentieren, um sie an den Schönheiten unserer Natur teilhaben zu können. Schön wäre es, wenn wir eine neue Jungmannschaft aufstellen könnten. Das wäre dann die Fortsetzung unserer Entwicklung bei der Kinder- und Jugendgruppe. Vielleicht wird bald etwas Konkreteres daraus. Niklas Fritz und Martin Blenke wollen in dieser Richtung baldigst tätig werden.

Wie wichtig ist für Dich das Ehrenamt und können wir hier im AV Montafon noch Unterstützungen benötigen?

Ehrenamt ist eine unbezahlbare Tätigkeit. Nur durch diese Tätigkeit lebt ein Verein. Es bedarf einiger Führungskräfte, um das „Vereinsboot“ auf Kurs zu halten. Der sogenannte „Flow“ sollte sich dann fast von selber entwickeln. Siehe derzeit unsere junge Generation. Natürlich sind wir immer auf der Suche nach neuen „Gesichtern“. Es scheiden immer wieder Personen aus irgendwelchen Posten aus. Diese gilt es nach Möglichkeit sofort nach zu besetzen. Es können aber auch immer neue Tätigkeiten gefunden werden. Eine kontinuierliche Verjüngung des Vereines dient auch seinem Fortbestand.

Abschließend noch ein paar Bergfragen an Dich: Was ist im Winter Deine Lieblingsschitour hier im Montafon?

Im speziellen gibt es da keine Tour. Es sind ja immer die guten Schneeverhältnisse die auch aus einer „No Name Tour“ ein unvergessliches Erlebnis werden lassen. Highlights sind aber sicher die Drei Türme, der Piz Buin, der Valschavieler Maderer und im Gargellen das Dreigestirn Riedkopf, Schollberg und Rotspitze. Dann gibt es aber noch einige Eigenkreationen. Diese möchte ich hier aber nicht preisgeben.

Welcher Berg im Sommer fasziniert Dich im Montafon und gehört zu Deinen Lieblingsgipfeln?

Auch da gibt es nichts Spezielles. Zu allen Jahreszeiten ist unser Tal ein faszinierendes Stück Natur. Je älter man wird, umso mehr wird es einem bewusst bzw. sieht man es.

Welche Tour machst Du jedes Jahr hier im Montafon immer wieder und warum fasziniert Dich diese Tour?

Dazu gehört sicher immer wieder im Spätherbst die Wanderung von Bitschweil auf die Hora oberhalb von Tschagguns. Im weitern Verlauf hinauf auf den Alpilakopf, wegloser Abstieg zur Alpe Aussergweil und zurück zur Alpe Hora. Als großer Fan von Skandinavien findet sich dort oben eine ähnliche menschenleere Natur im Kleinen.

Wir danke Dir ganz herzlich für Deine Zeit und Deine Antworten.

 
 
 

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