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Hüttentour - Verwallrunde (Hüttentour - Verwallrunde)

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Hüttentour - Verwallrunde

Verwall - 21.08.2016 bis 24.08.2016

Tourenführer: Catharina Riep

Sonntag 21.8 Darmstädter Hütte

Es war etwas verhangen und bewölkt in St. Anton am Arlberg wo wir starten wollten für die Vier Tages Tour durch das Verwall. Der Wetterbericht war aber gut und immer besser und so zogen wir los in Richtung Moostal über den Moostalweg. Nun ja, das wäre die Absicht gewesen…. Dann kam aber die Idee über den Erzherzog-Eugen-Weg zu gehen, dann käme man etwas höher im Moostal heraus.

Da der Eugen-Weg nicht sehr gut angegeben war verhedderten wir uns etwas, kamen an einen schönen Wasserfall vorbei und  landeten dann aber schließlich doch auf den rechten Weg. Interessanterweise gingen da vier Personen über den Fahrweg und zwei gingen den Fußweg. Man meinte, wir kämen wieder zusammen. Das stimmte: auf der Hütte trafen wir uns wieder.

Der Fußweg weicht immer wieder ab von Fahrweg und führt am schönen Trittälpele vorbei und nach dem Stausee über Grashalden und Geländestufen zur Hütte. Nachdem wir uns gestärkt und Lager  bezogen hatten, wanderten wir noch ein Stück Richtung Kuchenjoch. Das Wetter blieb trocken und der Nebel zog etwas hinauf. Unterwegs trafen wir eine Gruppe mit einer verletzten Person (Hilfe wurde schon geholt), Steinböcke gab es und wir besuchten abseits einen netten See. Da fing es doch an zu regnen und  auf den Rückweg zur Hütte überholten wir eine Drei-Mann-Gruppe wovon einer zwei Rücksäcke trug. Herbert übernahm den zweiten Rucksack und auf der Hütte stellte sich heraus dass auch dieser Herr verletzt war. Die Bergrettung nahm also gleich zwei Personen mit ins Tal.

Der Abend verlief ansonsten ruhig, der Wirt Andy und sein Team schauten gut auf uns und es gab einige Schnäpse zu probieren! Regen setzte ein, der Wetterbericht war aber weiterhin gut.

Montag 22.8. Niederelbe Hütte

Über Nacht hat sich in der Höhe ein dünnes Schneepülverle niedergelegt und es war recht kühl. Der Hüttenwirt meinte, wir können schon die steinschlaggefährdete Route nehmen, bis wir dort wären, wäre alles schon abgetrocknet. Also ging es, hier und da ein bisschen rutschig, im kühlen Schatten hinauf aufs Schneidjöchle. Hier begrüßte uns die Sonne und nach einer kurzen Rast ging es weiter. Beeindruckende Panoramas, spitzige Gipfel und steile Hänge prägen das Verwall. Nach dem Schneidjoch ging es erst mal recht steil hinunter, hier und da gab es einen Schneefeld zu passieren, welche aber schon weich waren. Dann ebnete sich das Gelände und der Hoppe-Seyler-Weg schlängelte sich schön in den Hang weiter. Nach einer Weile wurde es steil und über den teilweise seilgesicherten Steig erreichten wir die Kieler Wetterhütte.

Die Kieler Wetterhütte wurde von der Sektion Kiel auf 2800m errichtet und stellt ein komplettes Notlager da. Es liegt geschützt an einen Felsen geschmiegt. Die Aussicht ist wunderschön: bis weit das Paznauntal hinaus. Ebenso sahen wir die Niederelbe Hütte und das steinschlaggefährdete Kar unter den Fatlarzähnen. Es lag sehr friedlich da…und so war es auch. Der Andy hatte uns geraten mit etwas Abstand zu gehen und so haben wir das gemacht und alle sind gut angekommen.

Von der Besteigung von der Fatlarspitze haben wir abgesehen und in Nachhinein ist das auch gut so gewesen. Es wäre zu lange gegangen.

Ober der Niederelbe Hütte ergab sich die Möglichkeit den Kappler Kopf zu begehen ohne größere Höhenunterschiede und so hatten wir doch noch einen Gipfel an dem Tag.

Die Hütte ist renoviert und freundlich. Interessant war, dass überall Teppiche angebracht waren. Das gab wenig Lärm bei nächtlichen Klogängen.

Eine schöner Abend und eine ruhige Nacht folgten in der nicht allzu vollen Hütte.

Dienstag 23.8. Edmund Graf Hütte

Die Sonne lachte vom Himmel und weiter ging es über ausgedehnte Almweiden. Wir streiften die oberen Liften vom Skigebiet von Kappl und rätselten wo wohl dieser Übergang sein würde…dann würde der Pfad steiler und steiler und wir erreichten den Schmalzgrubenscharte, gelegen zwischen der Hohen Spitze und den Schmalzgrubenkopf. Die Aufstiegshilfe (Lift) aus Kappl machte sich bemerkbar: es waren deutlich mehr Leute auf dem Weg wie die Tage zuvor.

Nach der Scharte setzten wir uns erst mal nieder für eine kleine Rast und studierten die neue Aussicht. Nachdem alle Gipfel  betrachtet waren und teilweise benannt, brachen wir zur Hütte auf. Wir hatten noch etwas vor an dem Tag. An den malerischen Schmalzgrubensee vorbei ging der weg abermals abwärts bis zur Hütte. Unterwegs sahen wir schon das Kappler Joch: unser Übergang für den nächsten Tag.

Aber jetzt, erstmal sich bei der Hütte melden und etwas essen. Nachdem wir die Lager bezogen hatten und das Abendessen vorbestellt war, ging es hinauf auf den Riffler! Schottrig und steil. Unterwegs gab es Gämsen und auf den Rückweg Steinbockfrauen und Kids. Sicher, weit abseits von uns Bergsteigern und in schier unbegehbarem Gelände (jedenfalls für uns!).

Wir alle waren oben und genossen nochmals die Aussicht. Allerdings haben wir den Gipfel mit dem Kreuz respektvoll liegen gelassen…nach eine Weile wurde es kühl und wir traten den Rückweg an und kamen heil und zufrieden zurück in die Hütte. Die sich inzwischen sehr gefüllt hatte.

Die Hütte war voll aber sehr gut organisiert und es gab vor dem Essen sogar noch etwas Zeit um einen Jass zu klopfen.

Mittwoch 24.8 Kappl

Auf geht`s: übers Joch, zurück  Richtung Paznauntal. Wieder verspricht es einen wunderschönen Sommertag zu werden! Die heutige Tour führt uns über das Kappler Joch zu den idyllischen Blankaseeen. Da machen wir eine ergiebige Rast und schauen uns den Hohen Riffler und daneben das Blankahorn, nochmals von Hinten an. Dem Pfad hinunter schlängelt sich gemütlich zuerst den Blankabach nach und anschließend über Alpweiden bis zu der nicht mehr bewirtschafteten Durrichalpe. Die Aussicht ist weit und rechts taucht der Kappler Kopf auf. Weiter geht es hinunter,  abwechselnd durch Wald und Wiesen. Unmengen „Grenten“ leuchten uns, grad noch nicht reif,  entgegen. Über Berglialpe und das Ortsteil Oberhaus haben wir eine kurzweilige Route bis mitten in das Dorf Kappl. Da ist es sehr warm und der Tiroler Bus auf die Bielerhöhe geht gleich und wir entscheiden uns für einen Einkehr auf der Bielerhöhe. Da kehren wir im Silvrettahaus ein und von da geht es dann zurück ins Montafon. Es war eine sehr schöne Tour wobei das – Wetter „schön“  mitgemacht hat.

Berichtverfasser: Catharina Riep

Einige Bilder von unserer Tour findet Ihr unter Alben.

 
 
 

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