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Bettelwurfüberschreitung (Bettelwurfüberschreitung)

Alpenverein Vorarlberg
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Bettelwurfüberschreitung

Karwendel, 12.-13.09.2015

Tourenführer: Hermi Dönz

Nachdem zum ausgeschriebenen Termin eine Kaltfront Neuschnee bis auf 2000 m brachte, versuchte ich eine Verschiebung auf das folgende Wochenende. 8 Teilnehmer waren so flexibel und auch auf der Hütte war gerade noch Platz für uns.

In Fahrgemeinschaften fuhren wir nach Absam bei Innsbruck. Durch das Halltal wanderten wir zur 2. Ladthütte, wo bald der „Absamer Klettersteig“ beginnt. Die Schlüsselstelle (C) gleich am Beginn machte unserer Gruppe hatte keine Probleme und so stiegen wir über den  sehr gut angelegten Steig auf über 600 Höhenmeter sehr abwechslungsreich über Bänder, Steilstufen, Seilbrücke, Klemmblöcke der Bettelwurfhütte entgegen. Die letzten 300 Höhenmeter zur Hütte im Latschenweg trieben dank Föhn noch manche Scheißtropfen auf die Stirn. Umso besser schmeckte dann das Bier auf der Hütte. Für den langsam aufkommenden Hunger wollten wir eine Kleinigkeit essen: Suppe mit 2 Kaspressknödeln oder Spinatknödel schienen angemessen. Danach beschlossen wir, das Abendessen kleiner ausfallen zu lassen,…  Den Nachmittag genossen wir auf der Terrasse bei grandioser Aussicht über das Inntal bis zur Föhnmauer über dem Alpenhauptkamm.

Am Sonntag stiegen wir über den teilweise versicherten Steig A/B und kurze unversicherte Kletterstellen bis zum 2. Grad auf den Kleinen Bettelwurf. Die Gämsen ließen sich kaum von uns stören. Der Übergang zum Großen Bettelwurf 2.726m weist in den Aufschwüngen einige C und eine D Stelle auf. Die Bettelwurfüberschreitung ist gut aber nicht durchgehend versichert, leichtere Abschnitte und Bänder verlangen aber Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Nach einer ausgiebigen Gipfelrast stiegen wir über den versicherten Eisengatterersteig wieder zur Bettelwurfhütte ab. Nach einer Stärkung gingen wir über den Höhenweg Richtung Lafatscher Joch. Wären da nicht ziemlich schnell dunkle Wolken im Westen aufgezogen, wäre unsere Abstiegsvariante über das Hafelekar nach Innsbruck gewesen. So aber bogen wir wieder über den Isserboden ins Halltal ab und nahmen nach einer kleinen Pause in St. Magdalena den Shuttlebus zum Parkplatz.

Es war ein eindrucksvolles Bergwochenende mit allerlei Ideen für Touren in der Nachbarschaft. Der Föhn bescherte uns angenehme Temperaturen und spektakuläre Stimmungen.

Herzlichen Dank an unsere feine Gruppe.

Berichtverfasser: Hermi

Einige Bilder von unserer Tour findet Ihr unter Alben.

 
 
 

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