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Langes Schitourenwochende auf der Kürsinger Hütte m. Gross Venediger 31.03. bis 03.04.2012 (Schitour Großvenediger, 31.3 - 3.4.2012)

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Nicht im Urwald, sondern auf Schitour.

Ein Sturm hat mächtig Kleinholz hinterlassen. Doch wir haben einen Weg gefunden.

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Die große Kürsingerhütte in den Hohen Tauern. Unsere Unterkunft für die nächsten Tourentage.

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Glücklich an unserem ersten Highlight angekommen. Gross Venediger 3666 m.

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Peter auf den letzten Metern zum Gipfel der Schlieferspitze.

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Unser letztes Tourenziel war die Schlieferspitze. Als Lohn für die Aufstiegsmühen gab es im Anschluss eine herrliche Pulverschneeabfahrt.

Langes Schitourenwochende auf der Kürsinger Hütte m. Gross Venediger 31.03. bis 03.04.2012

 

 

Um 5 Uhr starteten wir 4 in Schruns, um über den Gerlospass nach Neukirchen zu fahren.

Hier ging es tatsächlich gleich vom Tal weg zu Fuß zur 18,6 km entfernten und 1.600 Hm höher gelegenen Kürsinger Hütte.

So starteten wir mit aufgeschnallten Schi, kletterten zwischen Lawinenresten und Baummikkado" die ersten 7 Kilometer ins Obersulzbachtal.

 

Von der Brendlalm bis zur Postalm erleichterte uns Hüttenwirt Emil den Weiterweg, indem er uns mit dem Schidoo über die wunderschöne flache Almlandschaft zog.

Dann konnten wir noch die Rucksäcke der Materialseilbahn zur Hütte aufladen, sodass wir die restlichen Kilometer relativ unbeschwert zur Hütte wandern konnten.

 

Nachmittags kam die vorhergesagte Kaltfront mit ordentlichem Sturm und Schneefall.

Weil am Morgen noch dicker Nebel lag, wollten wir nicht über den spaltigen Gletscherbruch den Weg zum hohen Geiger suchen, sondern entschieden uns für den Keeskogel 3.291m. Nach gewissenhafter Orientierung spurte Florian bis zum Schidepot. Hier erwartete uns ein ordentlicher Sturm, der allerdings inzwischen die Wolken weitgehend vertrieben hatte.

 

Der Westgrat auf den Gipfel war teilweise mit Seilen versichert und ohne Steigeisen gut zu meistern. Der Wind ließ uns aber vorsichtig steigen, damit wir nicht vom Grat geblasen wurden.

Als Belohnung erwartete uns eine tolle Pulverabfahrt. Und als Draufgabe stiegen wir noch auf die benachbarte Bachmayrspitze. In die Gipfelflanke durften wir bei allerbestem Pulver 4 perfekte Spuren zaubern.

 

Den Nachmittag genossen wir auf der Terrasse mit prächtigem Panorama auf der bereits über 150 Jahre alten Kürsinger Hütte.

Am Montag erwartete uns ideales Wetter für unseren Aufstieg auf den Großvenediger.

Wir entschieden uns, die 100 HM von der Hütte zum Gletscher abzufahren und über diesen aufzusteigen.

 

Die Spur vom Vortag war gut angelegt, aber über weite Teile wieder verblasen. Zügig erreichten wir die Venedigerscharte, wo uns ein toller Ausblick, Sonnenschein und kaum Wind erwartete.

Unsere Routenwahl hatte sich als die bessere erwiesen jene Gruppen, die oberhalb der Moräne Richtung Gletscher zogen, kämpften mit den harschigen Hängen, die morgens mühsam zu queren sind.

 

So durften wir als erste Richtung Gipfel ziehen und den unverspurten Rücken Richtung Reinerhorn befahren. Während unserer verdienten Pause staunten wir nicht schlecht, wie viel Besuch der Großvenediger erhält.

Wir bestiegen noch das Reinerhorn und den Kleinvenediger, bevor wir bei der Abfahrt noch guten Pulver und nach einem kleinen Gegenanstieg wieder Firn bis zur Hütte genossen.

 

Am Dienstag, sollte das Wetter noch am Vormittag halten. Also starteten wir wieder früh, um kurz Richtung Geiger und dann über je 3 Steilstufen und anschließende weite Ebenen zur Schlieferspitze 3.290m aufzusteigen. Der Weg dorthin erwies sich als landschaftlich sehr abwechslungsreich. Als wir den Gipfel erreichten, zogen von Süden Wolkenbänke an, die uns zur Eile mahnten.

 

Nun durften wir die Abfahrt über den 1.500 m langen Traumhang genießen, den wir von der Hüttenterrasse jeden Nachmittag mit dem Fernglas beim Bier studiert hatten. Wie versprochen verzierten wir den Hang mit Zöpfen".

Es folgte ein anstrengendes Skating über das gesamte Sulzbachtal, nach unzähligen Schi An- und Ausziehübungen erreichten wir etwas müde aber sehr zufrieden unser Auto.

 

Trotz einigermaßen unsicherem Wetterbericht konnten wir mit kleinen Anpassungen des Programmes ein wunderschönes Wochenende mit 6 3.000ern und fast nur gutem Schnee zum Abfahren erleben.

 

Danke Florian für die umsichtige Führung,

schö dass mer dabei gsi sen.

 

Florian, Peter und Hermi

 

 

 
 
 

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