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Alpingruppe - Hochtour zum Großen Möseler am 18. und 19. Juli 2014 (Alpingruppe - Hochtour zum Großen Möseler am 18. und 19. Juli 2014)

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Alpingruppe - Hochtour zum Großen Möseler am 18. und 19. Juli 2014

Wegen schlechtem Wetter wurde die ursprünglich, am 12.-13. Juli 2014, geplante Hochtour auf den "Großen Möseler" auf, den 18.-19. Juli 2014, verschoben.

Am 18. Juli war nun Anfahrt ins Zillertal zum Schlegeisspeicher 1782m, von dort Aufstieg zum Furtschaglhaus 2295m.

Bei schönstem Wetter und besten Tourenbedingungen wurde dann, am 19. Juli 2014, der "Große Möseler" 3480m bestiegen. Vom Gipfel gings dann wieder zurück zum Furtschgalhaus und weiter zum Schlegeisspeicher.

Mit dabei waren Arthur und Marianne Pruner, Reini und Lisi Albrecht, Sigrid Macho, Otto Sohm.

 
 

Nachtrag 31.10.2014: Detaillierter Bericht der Tour von Lisi Albrich

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Nach dem Verschieben und dann auch noch kurzfristigen Vorverlegen aufgrund des Wetterberichtes starten wir am Freitag die Tour zum Gr. Möseler. Wir das sind Arthur unser Führer, Marianne, Sigrid, Otto, Reini und Lisi. Leider kann Annelies wegen dem kurzfristigen Vorverlegen von Samstag auf Freitag nicht mitkommen.

Um 9Uhr starten wir im Spezial-Taxi von Otto Sohm, die Fahrt über die Inntalautobahn, weiter ins Zillertal bis Mayerhofen. Von dort über eine zum Teil nur einspurige Mautstraße erreichen wir den Schlegeis-Stausee und fahren bis zum hintersten Parkplatz.

Hier werden die Rucksäcke noch einmal kontrolliert und das fehlende Ausrüstungsmaterial das Arthur für alle mit hat, für jeden noch optimiert. Was sich dann auch im Gewicht des Rucksackes schmerzlich bemerkbar macht.

Los geht es, ganz flach und gemütlich, den breiten Schotterweg entlang des Stausees. Eine Stunde brauchen wir zum Ende des riesigen Schlegeis-Stausees. Nicht gewöhnt an das flache laufen, wollen sich meine Schultern nicht an den schweren Rucksack gewöhnen. Etwas neidisch schauen wir auf die Biker die locker an uns vorbeifahren. Schließlich gelangen wir dann über eine Brücke auf die andere Seite des Tales. Kurze Zeit später zweigt links der beschilderte Pfad ab, der uns in zahlreichen Serpentinen hinauf zum Furtschaglhaus (2295 m) führt.

Da wir schon zeitig auf der Hütte sind, können wir die Annehmlichkeiten einer Dusche und danach noch das Sonnenbad auf den warmen Felsblöcken mit Blick auf unser morgiges Ziel ausgiebig genießen. Kässpätzle ausgewogene Durstlöscher und ein gemütlicher Hüttenabend bringen für alle die notwendige Bettruhe.

Der Handy Wecker um 6 Uhr lässt uns alle aus dem geräuschvollen bis zum letzten Schlafpatz belegten Lager schnell in den Frühstücksraum flüchten. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem kurzen Fotoshooting verlassen wir die Alpenvereinshütte in südlicher Richtung,
verlieren zunächst 50 Höhenmeter, da wir unten einen Bachlauf queren müssen. Danach geht es den von der Hütte aus gut sichtbaren Pfad über einen Moränenrücken hinauf zum Schlegeiskees zum Anseilplatz auf ca. 2700 m. Hier erleichtern wir unseren Rucksack von Steigeisen, Sitzgurt und Reepschnüren. Gleichzeitig nutzen wir die Pause und stärken uns aus dem Jausesackerl. Fachmännisch angeseilt und von Arthur überprüft, gehen wir nun auf dem Gletscher einige Spalten umgehend in westlicher Richtung auf das markante Felsköpfel zu (2985 m), umgehen es rechts und erreichen so schließlich die schwierigste Stelle der Tour. Man geht eine 40 Grad steile Schneerinne rund 70 bis 80 Höhenmeter hinauf. Die Rinne hat zu unserem Vorteil ganz optimale Schneeverhältnisse. Diszipliniert und ohne Probleme führt uns Arthur durch diese Passage. Oben verlassen wir die Rinne nach rechts und durchsteigen über zum Teil brüchiges Blockgestein weitere 150 Höhenmeter. Von einem Weg kann man hier eigentlich nicht sprechen, am besten man kraxelt möglichst in der Falllinie hinauf. (Schwierigkeitsgrad I + II). Den Gipfel in greifbarer Nähe, gehen wir auf einem Schneefeld ohne Seil weiter, überwinden eine kurze Steilstufe, folgen dem Firngrad nach oben. Dann noch eine Rechtsquerung und wir stehen am Gipfelkreuz des Großen Möselers (3480 m).

Traumwetter, Fernsicht und unzählige Berggipfel um uns, lassen die Anstrengung und die mehr oder weniger große Anspannung vergessen. Nach einer einstündigen Rast machen wir uns fertig für den Abstieg. Der erfolgt wie der Aufstieg. In der Steilrinne wird von Arthur ein Fixseil gelegt, an dem wir mittels eines Prusikknoten sicher bis zum Gletscher absteigen. Wieder angeseilt geht es über den Gletscher. Danach werden Steigeisen, Sitzgeschirr usw. im Rucksack verstaut. Die Anstrengung des Aufstieges schon spürbar in den Beinen kommen wir gegen 16 Uhr im Furtschaglhaus an.


Mit viel Verständnis  für unseren großen Durst werden wir von der netten Hüttenwirtin mit Getränken,  Kuchen und Kaffee verwöhnt. Befreit von Schuh und Socken lassen wir unsere strapazierten Füße von der wärmenden Sonne verwöhnen. Wir werfen noch einen letzten Blick auf den Möseler, ein letztes Foto und zufrieden steigen wir zum Stausee ab. Auf dem  „Hatscher“ zum Parkplatz werden wir dann immer stiller und ich glaube jeder, nicht nur ich als Radlerin, denken ein bisschen an Bike & Hike.

Mit einem intensiven und tollen Alpinerlebnis in den Zillertaler Alpen treten wir um 19 Uhr die Rückreise an. Müde und glücklich setzen wir uns auf die Rücksitze des Busses. Während wir dösen, fährt uns Otto sicher nach Hause.

Vielen Dank an Arthur für seine gewissenhafte Planung und sichere Führung.

Lisi im Namen aller Tourenteilnehmer

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