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Überschreitung des LATEMAR (Latemar Überschreitung 30.-31.08.2021)

Alpenverein Vorarlberg
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Überschreitung des LATEMAR

Sonntag 30. August um 4:30 Uhr: „Wecker warum klingelst du?“.

Oh ja, das Südtirol ruft! Raus aus den Federn, hinein ins Vergnügen.
Pünktlich um 5:00 Uhr fährt Tourenführer Hubert mit den Bizauern vor. Gertrud und meine Wenigkeit stehen schon vorbildlich am vereinbarten Treffpunkt. Zu den Rucksäcken von Martin, Daniel und Hubert gesellen sich noch unsere zwei dazu. Kofferraumdeckel zu und ab geht’s.

Vier Stunden später erreichen wir über den Brenner, Bozen und das Eggental den Karerpass. Erstaunlich was wettertechnisch alles möglich ist. Dicker Nebel und Regen nördlich der Alpen, hier im Südtirol wenige Wolken und Sonnenschein.
Einzig kühle Temperaturen einigen Nord und Süd.
Handschuhe und Mütze finden sich in jedem Rucksack und kommen früher oder später auch zum Einsatz. Optimisten haben sogar kurze Hosen eingepackt!

Vom Karerpass wandern wir über die Latemarwiesen hinunter zum Fuß des steilen Kars. Ab nun geht es zackig bergauf. Über Felsrippen und eine Geröllrinne erreichen wir die kleine Latemarscharte. Der erste Hunger wird gestillt. Leider ziehen nun Wolken auf und ein kühler Luft zwingt uns in den Windschatten der Scharte.
Gestärkt queren wir nun über kurze Felsstufen und enge Rinnen, teils gehend, teils kletternd die Südflanke des Berges und steigen anschließend zur Latemarspitze (2791 m) auf. Ein wunderbarer „Rundum-Ausblick“ bringt unser Herz zum Jubeln.

Die Überschreitung erfordert nun einen ordentlichen Abstieg zur großen Latemarscharte mit der orangen Biwakschachtel (Bivacco Rigatti).
Hier heißt es rein in den Klettergurt, Klettersteigset anhängen, Helm auf und ab in den Klettersteig! Während unserer Kraxlerei gewinnt die Sonne Oberhand.
Über ein Felsband und anschließend eine Geröllhalde kommen wir zu einem Steinmann, der den Weg zum Latemarturm (Diamantiditurm) anzeigt. Durch einen gut ersichtlichen Geröllpfad gelangen wir zur Spitze (2842 m), die mit einer Madonna gekennzeichnet wird. Ein Gipfelschnaps folgt. Ich bin begeistert von der Aussicht. Besonders angetan haben es mir die vielen kleinen und größeren Grattürme, denen wir dann beim Abstieg noch näher kommen.
Mit Erreichen der Rotlahnscharte (Forcella Campanili) endet der Klettersteig.
Unser Weg führt uns nun in einen Kessel und weiter zu unserer Unterkunft, der Latemarhütte.
Kaum zu glauben, wir sind die einzigen Gäste, die heute hier übernachten.
In dieser Unterkunft sind wir wirklich Gast! Ein gemütlicher Abend mit hervorragendem Essen rundet den Tag ab. Staunend betreten wir später unser Nachtlager. Groß, hell sauber, warm und jeder hat ein wirkliches Bett. Wunderbar!!!

Am nächsten Morgen gibt es vor dem Frühstück noch eine Überraschung. In der Nacht ist ca. 2 cm Schnee gefallen. Wir hoffen, dass die Sonne der weißen Pracht den Garaus macht und wenden uns dem Frühstück zu.
Um ungefähr 8:00 Uhr schultern wir die Rucksäcke und machen uns auf den Rückweg. Der erste Teil des Weges ist allen vom Vortag bereits bekannt. An der Rotlahnscharte wählen wir nun die Möglichkeit abseits des Klettersteigs die große Latemarscharte zu erreichen. Weiter geht es steil bergauf zur Latemarspitze, die wir ja vom Vortag kennen. Wir genießen wieder die herrliche Aussicht. Im Norden türmen sich schon die Wolken. Lange dürfen wir nicht verweilen.
Der Rückweg ist uns vom Vortag wieder vertraut.
Um 14:00 Uhr erreichen wir mit den ersten Regentropfen den Karerpass.
Rucksäcke ins Auto, ein letzter Blick zum Latemar und Rosengarten, die beide schon im Grau des Nebels liegen, und „Ab-die-Post“.


Danke an Hubert für die Planung und Durchführung dieser schönen Tour und
ein Vergelts-Gott an Gertrud, Hubert, Martin und Daniel für Gspanschaft“!

Erna

 
 
 

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