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Hochtour Großer Möseler 01-02.07.2018 (Hochtour Großer Möseler 01-02.07.2017)

Alpenverein Vorarlberg
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Hochtour Großer Möseler 01-02.07.2018

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Am Sonntag den 01.07.2018 startete die Gruppe des Alpenvereins um 5:30 Uhr im schönen Bregenzerwald los zur geplanten Hochtour auf den Großen Möseler. Nachdem alle außer einem Nachzügler auf dem Anfahrtsweg aufgesammelt wurden, kamen wir nach ca. 4,5 h Autofahrt im hintersten Winkel des Zillertals an. Von dort begann der Marsch von 2 h Gehzeit entlang des Schlegeis-Stausees (1785m) über einen gut ausgebauten Bergwanderweg (vom Hüttenwirt persönlich bepflastert) zum Furtschaglhaus auf 2.295m. Es handelt sich dabei auch um einen Teil des Berliner Höhenweges.

Nach einer kurzen Rast auf der Hütte erfolgte der weitere Aufstieg von über 2 Stunden zum Schönbichler Horn (3.133m), somit der erste 3000er für diese Tour. Es war eine schöne Bergbesteigung mit gutem Rundumblick über die Zillertaler Alpen. Angekommen am Gipfel empfingen wir dann auch unser letztes Truppen-Mitglied Maximilian, der wohl verschlafen hatte und in schnellem Schritt uns hinterher eilen durfte. Nun waren wir mit insgesamt 13 Teilnehmern komplett und konnten gemeinsam das Gipfelglück genießen. Beim Rückweg auf die Hütte klangen wir ein gemeinschaftliches Stein-Orchester an, indem mit unseren Schritten die losen Steine unter den Füßen klimperten.

Am Furtschaglhaus gab es als Belohnung ein schmackhaftes Abendessen, gutes Weizenbier und natürlich auch guten Wein. 1-2 Witze und Trinksprüche waren auch mit von der Partie. Sehr zaghaft aber dennoch stimmten wir noch zwei Wälder-Lieder an. Die Hüttenwirtin setzte uns nicht vor die Tür, wodurch wir in unseren Sangeskünsten wieder einmal bestärkt wurden. Einige hatten sogar Tränen in den Augen, obwohl dies auch möglicherweise auf den starken Kren vom Essen zurückzuführen war.

Am nächsten Morgen war um 6:00 Uhr Tagwache. Mit einem guten und ausgiebigen Frühstück starteten wir um 7:00 Uhr in Richtung Normalaufstieg zum Großen Möseler. Es handelt dabei sich mit seinen 3.478m um den zweithöchsten Berg der Zillertaler Alpen (nach Hochfeiler). Durch einige Serpentinen hinauf ging es bis zum Gletscher. Dort wurden die Steigeisen angelegt und Seilschaften eingeteilt. Die Gletscherbegehung wurde durch mäßige Kletterei über sehr brüchiges Gelände unterbrochen. Die Wegfindung gestaltete sich hierbei etwas tricky. Zahlreiche Möglichkeiten für den Aufstieg boten sich an. Dann folgte die zweite Gletscherbegehung bis zum Gipfel hinauf über eine steile Flanke. Angekommen am Gipfel gab es einen herrlichen Rundumblick zu den benachbarten Gipfeln. Eine schnelle Foto-Session und natürlich der Gipfelschnaps durften hier nicht fehlen. Maximilian opferte sich kurzerhand für den Gipfelbuch-Eintrag, bevor es wieder an den Abstieg ging. Dieser gestaltete sich dann aufgrund einer besseren Übersicht deutlich einfacher über das lose Blockgeländer und führte über den Felsvorsprung hinab. Ein etwas oberhalb ausgelöster kurzer Steinschlag ließ uns wachsam werden, um dann rasch und sicher die letzten Meter in einer Schneerinne auf den Gletscher zurück abzusteigen.

Wieder angekommen am Furtschaglhaus wurden unsere erfolgreichen Gipfelstürmer noch einmal von der freundlichen Bedienung empfangen. Eine Stärkung durch Suppe und Apfelstrudel ließ uns zufrieden Hinaufschauen auf den erklommenen Gipfel.

Maximilian und Andreas hatten aber noch immer keine "Gnüage" von der Tour und entschlossen sich auf der Hütte eine Nacht dran zu hängen. Am nächsten Tag sollte noch einmal derselbe Gipfel bestiegen werden. Die Route sollte jedoch über die etwas anspruchsvollere Nordwand mit Kletterpassagen im Eis erfolgen.

Der Rest der Truppe trat nach der Rast den Rückweg an und gelangte schnellen Schrittes und glücklicherweise regenfrei bis zum Ausgangspunkt am Schlegeis-Stausee Parkplatz an. Zufrieden und geschafft von den Anstrengungen gelangten wir alle gemütlich in Fahrgemeinschaften nach Hause.

Es war wiedermal eine wunderbare und spektakuläre Tour in einer angenehmen Tourengruppe.

Wir danken unserem Tourenführer Hubert Moll für die Organisation, sowie allen Teilnehmern.

 Maximilian DIETRICH

 
 
 

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