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Sicheres Schitouren Praxistag 29.12.2017 (Sicheres Schitouren 29.12.2017)

Alpenverein Vorarlberg
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Sicheres Schitouren Praxistag 29.12.2017

Schitouren

Ein bereits wolkenloser Morgen, mindestens ein halber Meter Neuschnee, beste Tourenverhältnisse, eine motivierte Truppe - optimale Voraussetzungen für einen Tag in freier Natur. 

Aufgrund des herrlichen Winterwetters und der guten Schneelage kam es zu Staus in die Skigebiete und damit verbunden auch zur Verspätung von einigen Teilnehmern. Beim Fußballplatz in Bizau verteilten wir uns auf fünf Autos und machten uns Richtung Schönebach auf den Weg. Auf der linken und rechten Straßenseite türmten sich bereits die Schneewände auf.

Auf dem Parkplatz angekommen bekamen wir von Simon bei zapfigen Minustemperaturen eine erste Erklärung über den großen und kleinen Sicherheitscheck, den wir auch gleich praktisch durchführten. Anschließend schnallten wir die Tourenskier an und es konnte losgehen. Wir machten uns auf den Weg Richtung Hinteregg, vorerst dem Bach entlang bis zur scharfen Kretzbodenkurve, da wir keine Übergangsmöglichkeit fanden. Die Landschaft war tief verschneit und lag friedlich ruhig, wie angezuckert vor uns. Zum Glück hatten wir einige durchtrainierte Männer in der Gruppe, die im knietiefen Schnee einen Weg vorspurten. Nach einem kurzen Aufstieg wärmten uns schon die ersten Sonnenstrahlen und ließen den Schnee in seinen schönsten Facetten erstrahlen. Wir genossen die wunderschöne Landschaft bei einem kurzen Halt, bevor uns Johannes den genauen Lawinenbericht und die daraus resultierenden Maßnahmen erklärte. Anschließend zeigte uns Hubert das Stopp and Go Prinzip, dass noch sehr wenige von uns kannten. Wir lernten, welche Hänge bei welcher Lawinenstufe und welchem Schnee befahren oder besser liegengelassen werden sollten, welches Gebiet man im Auge behalten und auf was man sonst noch bei der Tourenplanung Rücksicht nehmen muss. Nach einem weiteren Aufstieg kamen wir bei unserem heutigen Zielpunkt, einer Alpe im Hinteregggebiet, an. Ohne Skier war es fast unmöglich bei diesem tollen Tiefschnee zu stehen. Andreas packte seinen Rucksack aus und erklärte uns, was bei einer Skitour alles dabei sein sollte. Außerdem stellte er uns noch verschiedene Techniken ergänzend zur allgemeinen Lawinenausrüstung vor. Anschließend durften auch wir unsere Rucksäcke öffnen und bei einem unglaublichen Panoramblick unsere Jause genießen. Am Nachmittag lernten wir den richtigen Umgang mit dem Piepsgerät, der Sonde und der Schaufel, die Vorgehensweise bei einem Lawinenunglück und übten es auch gleich praktisch.

Als die Sonne langsam hinter dem Hirschberg verschwand, fellten auch wir unsere Skier ab und machten uns startklar für eine Abfahrt im Powderschnee. Hubert und Simon hatten sich bereits früher von uns verabschiedet, wie sich später jedoch herausstellte, nicht um bereits das wohlverdiente Bier zu trinken. Als wir den Hang hinuter kurvten, hörten wir plötzlich Hilferufe, sahen einen Lawinenkegel und zwei Männer die ganz aufgebracht waren. Hubert und Simon inszenierten einen Lawineneinsatz mit 4 Verschütteten, einer davon ohne Piepsgerät. Wir machten uns sofort an die Suche nach den Verschütteten und konnten dabei feststellen, wie wichtig eine koordinierte und abgestimmte Suche ist. Wir setzten dabei das heute Gelernte praxisgerecht um. Dabei war besonders das Sondieren eine große Herausforderung.  

 Müde, aber um einiges Wissen bereichert, kamen wir wieder auf dem Schönebachparkplatz an. Im Gasthaus Taube in Bizau ließen wir den Tag bei einer Erfrischung ausklingen.

Es war ein sehr schöner und besonders lehrreicher Tag.

Ein großes Dankeschön an unsere Leiter Andreas, Johannes, Simon und Hubert und der tollen Gruppen.

 Johanna

    

 
 
 

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