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Klettersteigwochenende Rosengarten 18-20.08.2017 (Klettersteigwochenende Südtirol 18-20.08.2017)

Alpenverein Vorarlberg
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Klettersteigwochenende Rosengarten 18-20.08.2017

Rosengarten

Freitag 5 Uhr morgens, der Hahn vom Nachbarstadl hatte noch nicht gekräht. Nur die fleißigen Bergsteiger vom Alpenverein Hinterwald und zwei Schwarzenberger Urgesteine waren schon auf den Beinen und machten sich bereit für die nächste spektakuläre Tour in die Berge der Zentralalpen. Diesmal ging es nach Südtirol in den wunderschönen Rosengarten mit dem Stützpunkt in der Vajolethütte bei Kesselkogel und Co.

Top motiviert begann die Reise im Auto über den Brenner Pass mit kurzen Zwischenhalten, um die verstreuten Mitglieder im ganzen Land aufzuklauben. Nach ca. drei Stunden erreichten wir den Karerpass, der Ausgangspunkt unserer Tour. Als wir dann von Hubert erfuhren, dass wir die ersten Höhenmeter mit dem LIFT bezwingen würden, konnten wir unseren Augen und Ohren nicht trauen. Manch einer von uns musste dabei wohl seine Freude hinter zugeschnürter Wanderjacke verbergen, denn der Weg am ersten Tag war bekanntlich noch weit. Auf dem gemütlichen Wanderweg schlenderten wir unauffällig an der Rotwandhütte vorbei, um nicht nach der ersten Stunde Gehzeit schon bei Kaffee und Kuchen bzw. Wein und Bier zu versumpfen. Über kurze Geröllpassagen erreichten wir den Klettersteig mit den Schwierigkeitsstufen A-C. Der herrliche Ausblick über das umliegende Gebirge zog uns derart in den Bann, dass wir ganz vergaßen uns an die genaue Wegbeschreibung zu halten. So bogen wir bei einer Gabelung nach links statt rechts ab und machten einen schönen großen Bogen, womit wir wieder beim Einstieg des Steigs landeten. Die Rotwandhütte lag uns nun wieder vor Füßen. Sobald Hubert jedoch bemerkte, dass wir mit einem Einkehrschwung liebäugelten, lenkte er sofort ein und der Marsch ging froh und munter weiter. Wir wanderten in flottem Schritt einem gemütlichen Weg entlang mächtiger Felswände und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Nach mehreren Stunden sahen wir die wunderschön gelegene Vajolethütte inmitten des Rosengartens herausblitzen. Voller Vorfreude auf unseren wohlverdienten Kaffee und Kuchen kamen uns die zwei weiteren Stunden Gehzeit wie ein Katzensprung vor.

Angekommen in der Vajolethütte richteten wir unser Schlaflager ein. Auf der Terrasse genossen wir die späte Nachmittagssonne bis uns zum Abendessen ein Gaumenschmaus aus der Küche erwartete. Müde und satt konnten wir uns natürlich ein Jässle nicht entgehen lassen, bevor wir uns zur Ruhe legten um neue Energie für den nächsten Tag zu tanken.

Am nächsten Morgen erwartete uns ein eher unbeständiges Wetter. Es war Regen und Gewitter angesagt, was unsere Bergsteigerlaune jedoch in keinster Weise trübte. Nach dem Frühstück machten wir uns auf zum nächsten Klettersteig zum Kesselkogel, der höchste Gipfel im Rosengarten mit sagenhaften 3001…. nein 2999…. oder waren es doch genau 3000 Höhenmeter? Jedenfalls wurde der wunderschöne Aufstieg in teils mit Drahtseil abgesichertem Weg mit einem noch schöneren Ausblick vom Gipfel belohnt. Zwischen den Wolken blitzten immer wieder einzelne Sonnenstrahlen, der ein oder andere Nachbargipfel und das tief gelegene Tal heraus. Um die 3000er-Marke auch ganz sicher geknackt zu haben, nahmen manche von uns noch einen kleinen Freudensprung mit einem Schnäpsle in den Händen. So konnten wir zufrieden den Abstieg antreten.

Da das Wetter sehr unsicher und die Gewittergefahr recht hoch war, mussten wir eine schwierige Entscheidung treffen. Die Diskussion betraf einen weiteren sehr anspruchsvollen Klettersteig der Schwierigkeitsstufen C-D. Sollten wir es wagen diesen trotz unsicherer Wetterlage zu begehen? Die Meinungen waren gespalten. Plötzlich entdeckten unsere Männer ein Funkeln aus den Felsbrocken herausblitzen, womit sich die Diskussion im Nu erledigt hatte. Diese waren jetzt nämlich damit beschäftigt mit aller Kraft versteckte Kristalle aus den Felsen herauszuklopfen. Unsere „Strahler“ waren recht erfolgreich und konnten kleine Funkelsteine als Erinnerung in ihre Rucksäcke verstauen. Statt einem weiteren Klettersteig nahmen wir dann einstimmig den direkten Weg zur nächstgelegenen Hütte. In der kleinen aber sehr sympathischen Grasleitenpasshütte konnten wir unsere Gliedmaßen etwas aufwärmen und ließen uns beim Austesten der Speise- und Getränkekarte natürlich nicht lumpen.

Zufrieden kehrten wir am Nachmittag zurück zur Vajolethütte, wo wir die Eindrücke des Tages nochmal Revue passieren ließen. Mit Klang und Gesang, dem ein oder anderen Witz und einem obligatorischen Jässle bereiteten wir uns auf das Nachtlager vor. Es sei hierbei noch zu erwähnen, dass wir nach bereits mehrjähriger Übungsphase das Lied „Schätzle heandorn Fiostorschiebo“ nun endlich bis zur letzten Strophe fehlerfrei durchgesungen haben.

Der Sonntagmorgen begrüßte uns ganz freundlich mit klarem Himmel. Die Frühaufsteher unter uns, gierig nach den warmen Sonnenstrahlen, stellten sich zur Tagwache vor die Hütte und warteten geduldig auf den ersten Sonnengruß. 10 Minuten vergingen, 20, dann 30 und immer nur sahen wir wie die Vajolettürme sich abwechselnd im Rampenlicht der Sonne wiegten. Sie selbst ließ aber noch lange auf sich warten. Erst als wir den Anstieg zum Rifugio Realberto am Fuße der wunderschönen Vajolettürme antraten, ließ sich die Sonne langsam über den Bergspitzen nahe des Kesselkogels blicken. Uns stockte vor Staunen fast der Atem, als wir an den Türmen vorbeischlenderten. So mächtig und doch wie in die Berglandschaft eingegossen.

Ein letzter Klettersteig wartete auf uns mit den Schwierigkeitsstufen B-C. Hier war noch einmal Trittsicherheit und Technik gefragt. Anfangs war unsere Gruppe fast ganz alleine unterwegs, bis wir aber bald auf ziemlich starken Gegenverkehr stießen. Die längeren Wartezeiten an manchen Stellen nahmen wir aber gerne in Kauf, denn der Ausblick war bemerkenswert.

Einen gemeinsamen Ausklang fanden wir in einem Restaurant beim Karerpass. Dort konnten wir unsere 3-Tages-Tour mit Kaffee und Tiramisu in Gedanken noch einmal Revue passieren lassen, bevor wir die Reise zurück in die Heimat antraten.

An dieser Stelle danken wir unserem Tourenführer Hubert Moll für die Organisation dieser spektakulären Tour. Es war wie immer wunderbar!

Mit dabei waren: Erna, Angela, Hubert, Ulrike, Johannes, Wolfgang, Joachim, Karlheinz, Daniel, Magdalena, Teresa und 

Constanze

 
 
 

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