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Skitour Hoher Sonnblick 3.106m 24-26.03.2017 (Skitour Hoher Sonnblick 24-26.03.2017)

Alpenverein Vorarlberg
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Skitour Hoher Sonnblick 3.106m 24-26.03.2017

24.3., Freitagmorgen, pünktlich um 5 Uhr treffen wir uns beim Cafe Natter, schon fast komplett starten wir, um in Dornbirn auch die Anderen zu treffen und uns auf drei Fahrzeuge aufzuteilen.

Wir sind zu vierzehnt und haben eine ganz besondere Zusammenstellung. Viermal Vater und Sohn und einmal Mutter und Sohn, eine richtige „Generationen Schitour“

Mit guten Wetterprognosen machen wir uns auf in Richtung Hoher Sonnblick. Wir fahren bis Aurach um dort eine Pause fürs Frühstück einzulegen.

Jetzt trennen sich unsere Wege, Konrad, Walter, Tone und Jakob fahren Richtung Kärnten und wollen von dort aus auf den Hohen Sonnblick steigen. Mit dem Klühspies-Lift auf den Mölltaler Gletscher, Abfahrt zum Wurtenspeicher, von dort Aufstieg zur Niederen Scharte, Abfahrt zum Goldberg Kees, das sie queren und dann Richtung Westen Aufstieg zum Zittelhaus. Diese Variante hat 1077 Höhenmeter.

Wir fahren über den Pass Thurn Richtung Zell am See, weiter ins Rauriser Tal. Unterwegs stellen wir fest, dass sich der Schnee schon ordentlich weit nach oben zurückgezogen hat. Trotzdem ist auf „weißen Bändern“ der ein oder andere Schifahrer zu sehen. Nach ca. sechs Stunden Fahrtzeit ist der Parkplatz Lenzanger erreicht. Wir machen uns startklar müssen aber bis zum Naturfreundehaus Kolm Saigurn die Schier schultern und laufen.

Dafür geht’s dann gleich richtig los, in steilen Spitzkehren dem gefrorenen Barbarafall entlang zum Berghaus Neuhaus. Vor der Rojacher Hütte auf ungefähr 2400m bin ich froh über die Entscheidung, über die, eine halbe Stunde längere, aber weniger steile Variante, über das Goldberg Kees weiter bis zum Zittelhaus aufzusteigen. Nach fünf Stunden und 1500 Höhenmetern treffen die Ersten unserer Gruppe fast Zeit gleich mit Konrad, Tone, Walter und Jakob ein. Unsere drei Zimmer sind unerwartet, aber sehr erfreulich, gut geheizt. Nach dem reichlichen Abendessen folgt wie in der Ausschreibung versprochen der sehr gemütliche Hüttenabend. Interessanter Weise ist dabei die Arbeit mit Registrierkassen eines der Hauptthemen. Da wir für den Samstag doch noch einiges geplant haben wird es trotz des guten Weines nicht zu spät. Darum starten wir auch um acht Uhr morgens, gut gestärkt, mit der ersten Abfahrt über das Kleinfleisskees zum Zirmsee (2460m). Dann bei frühlingshaften Temperaturen wieder steil unterhalb des Goldzechkees vorbei, hinauf zur Goldzechscharte, den letzten steilen Aufschwung wieder im kühlen Wind, über das Hocharnkees zum schon gut besuchten Gipfel des Hocharn 3245m. Windstill etwas unterhalb des Gipfels machen wir ausgiebig Rast und starten kurz nach 12 Uhr die Abfahrt. Zuerst noch ziemlich schwerer Schnee aber die Hänge hinunter zum Zirmsee sind perfekt aufgefirnt. Noch einmal die Felle auf die Schi und den Aufstieg zurück zum Zitterhaus in Angriff genommen. So kommen an diesem Tag doch noch einmal  1450 m Aufstieg dazu. Der Nachmittag dient zum Ausruhen, bevor wir eine Führung durch das Sonnblick Observatorium bekommen. Dazwischen noch eine Unterschriftenaktion für eine Gitarre, die dringend benötigt würde.

Das Sonnblick Observatorium ist ein Labor über den Wolken, das wurde uns bei der interessanten Führung gezeigt und in der Kürze die wichtigsten Aufgaben erklärt. Durch seine exponierte Lage ohne störende Umwelteinflüsse und mit moderner Infrastruktur können Messungen von extrem schwach konzentrierten Spurenstoffen in einer Reinluftumgebung erfolgen. Das Aufgabenfeld der Mitarbeiter die in zwei Wochenschichten im Observatorium sind, ist umfangreich. Meteorologische Standardparameter werden bereits seit 1886 gemessen. Dazu kommen Glaziologie, die Beobachtung der umliegenden Gletscher, Chemie = Feinstaubmessung und Wolkenchemie, Strahlung – UVA, UVB,

Radioaktivität, Geologie = Permafrost, Biologie =Leben in und auf Fels und Eis, Geodäsie.

Noch den tollen Blick von der Plattform für zahlreiche Fotos nutzen und dann schnell wieder ins Warme.

Nach dem feinen Abendessen großes Hallo, die Unterschriftenaktion hat erstaunlich schnell, wir sind immerhin über 3000m hoch, Früchte getragen, eine Gitarre ist da. Allerdings werden an diesem Abend keine Wälderlieder zum Besten gegeben. Bevor die Abendunterhaltung durch die Bergrettung aus Mürzzuschlag losgeht, noch einmal Fotos machen vom traumhaften Sonnenuntergang mit Großglockner. Die Steirer unterhalten den ganzen Abend mit Austropop, viel STS und allerlei bekannten Schlagern die gut gefüllten Stuben der Hütte. Zum Glück ist die Seilbahn mit der Weinlieferung verspätet aber doch eingetroffen, sonst wäre es ein ziemlich trockener Abend geworden.

Gemütliches Frühstück am nächsten Morgen, etwas verschlafen, aber daran ist natürlich nur die Umstellung der Winterzeit auf Sommerzeit schuld. Das Wetter ist noch ziemlich gut, zwar ein bisschen Nebel und dadurch eher schlechte Bodensicht. Die Abfahrt war für mich eine ziemliche Herausforderung. Teilweise hart, verfahren und dann wieder brüchig, aber auch ganz passable Passagen haben sich abgewechselt und den letzten steilen Teil im Wald dann doch vorsichtshalber zu Fuß. Auf jeden Fall sind wir alle gut beim Naturfreundehaus angekommen. Noch einmal die Schi geschultert, ein letzter Blick zurück, hinauf zum Hohen Sonnblick, marschieren wir zum Parkplatz und treten die Heimfahrt an. Es bleibt nicht mehr viel zu sagen, wir sind gut und wohlbehalten wieder zu Hause angekommen und haben drei tolle Tourentage miteinander verbracht. Dafür ein ganz großes Dankeschön an Jakob und Konrad für die Planung und an Florian, der die Führung zur Hütte übernommen hat. An die Chauffeure die uns sicher gefahren haben. Dankeschön auch für die tolle Gspanschaft an Hubert und Andi, Andreas und Luca, Walter und Reinhard, Jakob und Florian, Konrad, Tone, Daniel, Harald, Johannes und

Sabine 

 
 
 

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