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Lienzer Dolomiten – Klettersteigwochenende (Lienzer Dolomiten 15-17.07.2016)

Alpenverein Vorarlberg
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Lienzer Dolomiten – Klettersteigwochenende

15.- 17. Juli 2016
Teilnehmer: Tourenführer Hubert, Angela, Doris, Erna, Sabine, Johannes, Christoph, Daniel, Andrès, Teresa, Magdalena, Constanze, Sonja

Freitag - Am 15. Juli wagte sich der „Soooooo-Clan“ ganz gehorsam unter der Führung von Hubert Moll ins schöne Osttirol zu den Lienzer Dolomiten. Um 6 Uhr morgens starteten wir voller Vorfreude von Bezau (wo noch Regen fiel) über den Brenner, durchs Pustertal nach Lienz (wo uns die Sonne erwartete). Zur Mittagszeit kamen wir bei der Lienzer-Dolomitenhütte (1620m) an. Nach einer ordentlichen Suppen- und Kaffee-Verstärkung marschierten wir zügig mit dem doch sehr vollgepacktem Rucksack über den Rudl-Eller-Weg zur Karlsbader Hütte (2261m). Die schön gelegene Hütte, direkt am Laserzsee, war der Ausgangspunkt für die Klettersteigtouren der nächsten zwei Tage. Die Laserzwand hätte uns schon zum Klettern eingeladen, jedoch musste diese noch bis Sonntag auf uns warten. Kurz vor der Hütte lasen wir einen hollywoodmässigen Schriftzug mit mikrowellengroßen Steinen in einen Grashügel gemeißelt:  „MAX ♡”. Nach all dem Rätseln, ob es nun DER Maximilian sei, war es beim Abendessen ganz sonnenklar: Jau, er ischt as! Mit einem grölenden „Wo ist der Wein?“ wurde er herzlich von uns begrüßt und seine Alpinpolizei-Kollegen schauten uns nur verwundert an. Nach dem Einchecken haben wir auch unseren Josef kennengelernt und sämtliche Spitznamen gefunden. Um 18 Uhr gab’s Abendessen. Ein mitgebrachtes Gemüseragout wanderte dann doch noch in den Hütten-Kühlschrank, da wir ein ausgezeichnetes 3-Gänge-Menü verköstigen durften. Zur späten Stunde trudelten dann auch noch zwei weitere Alpinkatzen ein und der Clan war komplett. Trotz der uns klar gemachten Tourenführer-Regeln (nur ein Juchzer pro Gipfel), jodelten wir weiter und manche Südtiroler-Büllelejoch-Anekdoten wurden aufgegriffen, sowie französische Witze wieder ausgepackt.  

Samstag - Frisch und munter ging‘s nach dem 07-Uhr Frühstück los zum Panorama-Klettersteig. Nach dem kurzen Zustieg zur Südwand des Roten Turmes legten wir unser Klettergeschirr an und legten los mit dem „Sepp-Oberlechner-Gedächtnisweg“ (vom Kl. Laserzkopf zur Gr. Sandspitze). Die Rundtour führte uns meist dem luftigen Grat entlang über sieben Gipfel, wobei die Große Sandspitze mit 2772m der höchste war. Kl. Laserzkopf (2690m) - Gr. Laserzkopf (2718m) - Galitzenscharte - Gr. Galitzenspitze (2710m) - Kl. Galitzenspitze (2690m) - Böses Schartl - Daumen (2720m) - Gr. Sandspitze (2772m) – Kl. Sandspitze (2762m). Das Panorama genossen wir auf der Gr. Sandspitze. Nachdem alle Gipfelschnäpse durchprobiert waren, packten wir unseren Proviant aus. Die Auswahl war wiedermal sensationell - von der Avocado, selbst-getrocknete Mango & Kiwis bis zum Ziegenkäse war alles dabei. Der schon obligatorische Raisigl rundete das Gipfelmenü ab und wir waren gerüstet für die weiteren Ab- und Aufstiege. Gipfel Nr. 8 haben wir noch angepeilt, aber es führte kein Klettersteig zum Gipfel, sodass wir uns mit keinem weiteren Gipfel rühmen durften. Mit den imposanten Tiefblicken wanderten wir zurück zur Hütte und verweilten am See bzw. rasteten bis zum kaum zu erwartendem „was es wohl hüt guats git?“-Abendessen. Die Küche verzauberte uns wieder mit einem leckeren 3-Gänge-Menü. Um keine Müdigkeit erscheinen zu lassen, wurde ge’eselt. Die Jasskarten wurden gemischt, ausgeteilt und „Servietten-Stöpsel“ gebastelt. Jeder durfte mal ein „Kommandanteur“ ;) sein: Hinlegen - und Weitergeben! Die „Stöpsel“ wurden hart erkämpft und es wurde bis zur ESELINEBIENE gespielt. Mit Trinksprüchen und dem langersehnten Wälderlieder-Singen (bsundrigs „Schätzle hindor Finstorschiebo“) klang der Abend aus. Auch wenn der Rotwein mundete, flüchteten stoßweise fast alle ins Lager. Nur der harte Kern sah darin keine Lösung…

Sonntag - Brav um 07:00 waren wieder (fast) alle beim Frühstück, nur die die chilenische Zeit tickt noch nicht ganz wälderisch. Es gab auch gleich noch einen lockeren „Steht ein Bauer“-Trinkspruch zum Kaffee, somit waren wir grüascht für den anspruchsvolleren Laserz-Klettersteig (C/D, ein kl. Überhang D, Kletterlänge von 620m) mit Rundumblick und gigantischen Tiefblicken immer wieder zum Laserzsee. Hubert fand dort auch eine Schlüssel- bzw. Nüstorle-Stelle, jedoch war die Scheinheiligkeit schon morgens nach dem Trinkspruch aufgeflogen. Zu Mittag waren wir schon wieder in der Hütte. Dort gab’s eine kurze Lehrstunde für unseren angehenden Wälder Andrés. Es wurde fleißig diskutiert über „Mus, Müsle und Müüüs“, wie nun die korrekte Mehrzahl wohl lautet?
Nachdem Mittagessen brachen wir über den Normalweg zum Parkplatz auf. Erschöpft und glücklich fuhren wir über die Hohe Tauern wieder ins schöne Wälderland.

Vielen Dank an Hubert Moll für die tolle Organisation und Bergführung. Wir haben wieder gewaltige Eindrücke mit heimgebracht. + Moll moll, voll toll gsin!
Sonja

 
 
 

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