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Ladies Only (Ladies Only)

Alpenverein Vorarlberg
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Willkommen im Café "Chez Elmi und Andy"

Ladies Only

Ladies Only heisst es wieder einmal. Dieses mal wagen wir uns ins Hochgebirge. Geplant wurde die Veranstaltung im Herbst 2010. 8 Mädels haben sich angemeldet. Nochmals soviele wollten mit. Die Wettervorhersage ist kaum zu glauben: Freitag sonnig, Samstag sonnig, Sonntag sonnig, Gewitter ab den späten Nachmittagsstunden. Was wollen wir mehr.

 

Tag 1: Gestartet wird unser Ausflug mit einer Runde Leberkässemmel. Nach der Verköstigung fahren wir gemeinsam hinauf in die Bielerhöhe (2.034m). Dort werden zuerst einmal die Rucksäcke abgewogen. Der eine oder andere wird noch um ein paar Dinge erleichtert.

Wir laufen über die Staumauer und steigen hinauf zum Hohen Rad (2.934m). Die Rucksäcke lassen wir an der Abzweigung zum Hohen Rad zurück und laufen das letzte Stück um einiges erleichtert zum Gipfel. Der erst Blick auf unser grosses Ziel, den Piz Buin, wird frei. Wieder schwer beladen geht es weiter zum Radsattel (2.652m) und zur Wiesbadner Hütte (2.443m). Unterbrochen wird unser Marsch nur von einem Rudel Gämsen. Ein ganz frisches Gämslein, zwei Kleine, ein paar Jugendliche und ein paar Ältere. Da geht es rund: Felsen rauf und runter, Ein Schauspiel, das uns ein paar Minuten innehalten und laut lachen lässt.

 

Tag 2: Mit sehr vielen anderen Seilschaften starten wir unseren heutigen Tag. Via grüne Kuppe (2.579m) geht es hinüber zum Gletscher (2.600m). Steigeisen montieren, Pickel und Stöcke raus und  wenig später seilen wir uns an. In zwei 4er-Seilschaften laufen wir über den Gletscherbruch zur Buinlücke (3.054m). Kurz vor der Lücke erwartet uns eine freudige Überraschung. Das neue Café Chez Andy und Elmi hat gerade offen. Wir werden von zwei unserer Tourenführer, die die Nacht dort oben verbrachten, mit Kaffee, Nussstollen und Zopf verwöhnt. Gerhard, unser Jungmannschaftsführer, der ebenfalls mit einer Gruppe unterwegs ist, traut seinen Augen nicht. Frisch gestärkt geht es weiter. Am Buin ist ziemlich Betrieb. Wir steigen vom Rucksackdepot die erste Schotterhalde hoch. An der Kletterpassage angekommen, entscheiden wir uns links aussen vorbei zu gehen. Das Kamin ist gerade verstopft. Mit zwei Fixseilen gelangen wir in den obersten Bereich. Die letzten Meter noch und wir stehen am Gipfel des Piz Buin, der mit 3.312m der höchste Berg unseres Landes ist. Die Hälfte unserer Truppe ist zum ersten mal oben. Für kurze Zeit ist der Gipfel ganz in der Hand der Kummenbergregion. Wir 8 Mädels, Andreas und Elmar, Gerhard und seine Seilschaft. Es wird Zeit, wieder an den Abstieg zu denken. Abseilen durch das Kamin, Abstieg über den Gletscher und zurück zur Hütte. Wir bleiben noch eine Nacht und geniessen Schweinsbraten, Knödel, Gemüse und ein Hefeweizen oder eine Limo.

 

Tag 3: Heute stehen wir ein wenig unter Zeitdruck, da der Wetterbericht für den Nachmittag Gewitter voraussagt. So marschieren wir schon um 6.30 Uhr von der Hütte weg in Richtung Obere Ochsenscharte (2.977m). Wir queren unterhalb der Dreiländerspitze auf dem Vermuntgletscher nach rechts und steigen dort an einem Fixseil eine recht steile Firnflanke auf, um dem Steinschlag der Kletterer im Gipfelbereich auszuweichen. Vom Rucksackdepot (3.100m) geht es dann mit Seilsicherung nochmals 100m hoch zum Vorgipfel der Dreiländerspitze. Der Anblick des sehr abweisenden Grates hinüber zum Hauptgipfel lässt die Damen entscheiden, nicht mehr weiter zu gehen. Als sie dann jedoch erfahren, dass sich auf der Rückseite ein halber Laufsteg versteckt und das Seilgeländer eingerichtet ist, gibt es kein Halten mehr. Plötzlich sitzt die gesamte Damentruppe rund um das Kreuz der 3.197m hohen Dreiländerspitze. Mit stolz geschwellter Brust treten wir den Rückzug an. Das Wetter hält sich erstaunlich gut. Trotzdem drängt die Zeit. Die erste Etappe führt uns zur Wiesbadner Hütte zurück. Eine kurze Trinkpause und schon geht es weiter hinunter zum See. Am Steg angekommen, müssen wir feststellen, dass das Boot nicht fährt. Welche Enttäuschung. Tja, wir bringen auch die letzten Kilometer noch hinter uns.

 

Drei eindrucksvolle Tage beenden wir bei einem ausgezeichneten Kaiserschmarrn mit Vanilleeis und Zwetschkenröster im Silvrettahaus. Punkt 17.00 Uhr macht sich die angekündigte Kaltfront bemerkbar. Diejenigen, die den Wetterbericht nicht ernst genommen haben, können wir von unserem trockenen Platz aus am Seeufer beobachten. 

Ein Kompliment an alle Mädels, die 3 konditionell anstrengende und technisch anspruchsvolle Tage bravurös meisterten.  Vielen Dank auch an Karin für ihre Mithilfe beim Sichern,... Und natürlich vielen Dank an unsere beiden Jungs, die uns mit Kaffee und Kuchen verwöhnten und uns beim Aufstieg auf den Piz Buin halfen.

Weitere Fotos auf folgendem Link:

http://www.elmar-poepl.com/www.elmar-poepl.com/Aktuelle_Fotos.html

 

 
 
 

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