Logo Bezirk Egg

4 Tage Schnalstal mit Helmut Pircher (Schnalstal)

Alpenverein Vorarlberg
MITGLIED werden
zur Anmeldung
Bild /vorarlberg-bezirk-egg_wAssets/mixed/bilder/news/img_6449.jpg

4 Tage Schnalstal mit Helmut Pircher


Bericht zur 4-Tagestour ins Schnalstal-Südtirol vom 27.9. 30.9.2011

unter der Führung von AV-Obmann Helmut Pircher

 

1. Tag (Dienstag):

Am Dienstag, 27.9. haben Wolfgang und Erika Hagspiel (Hagspiel Touristik GesmbH & Co KG) um 5.15 Uhr mit dem Einsammeln der insgesamt 30 TourenteilnehmerInnen begonnen. Nach dem letzten Stopp in Rankweil ging die Fahrt bei schönstem Wetter gilt übrigens für alle 4 Tage Richtung Reschenpass, wo es dann bald im Cafe Alpenrose eine Frühstückspause/Rast gab.

Weiter ging es dann durch den schönen Vinschgau bis zur Abzweigung links hinein ins Schnalstal, wo wir kurz vor Mittag in Vernagt (1700 m Höhe) im Hotel Edelweiß eintrafen und sogleich unsere Zimmer beziehen konnten.

Nach dem Genuss einer guten Knödelsuppe starteten wir um 13 Uhr zu unserer ersten Eingewöhnungs-Wanderung zum Finailhof, der auf 1952 m Höhe liegt, aber ganzjährig bewohnt ist.

Kurz bevor wir diesen urigen, aber gepflegten und bewirteten Hof erreicht hatten, mussten wir noch eine eingeschaltete Wiesenbewässerungsstelle in steilem Gelände passieren, aber die Dusche war an der warmen Sonne im Gastgarten des Vinailhofes bei Bier, Wein, Kuchen u. sonstigen Speisen bald wieder vergessen. Nun ging es wieder weiter, leicht bergab zum Ende des Vernagt-Stausees und diesem entlang auf dem schönen Seerundwanderweg zurück zum Hotel, wo wir um ca. 17.15 Uhr diese wirklich schöne, nicht anstrengende Wanderung abschließen konnten.

Wie dann jeden Tag erwartete uns um 19 Uhr ein tolles 5-Gang-Menü, das nicht nur sehr gut gekocht war, sondern auch schön angerichtet und mit Liebe serviert wurde.

An dieser Stelle ein Lob der Küche, sowie dem ganzen Haus für die freundliche und entgegenkommende Bewirtung inkl. reichhaltigem Frühstücksbuffet an allen Tagen.

 

2. Tag (Mittwoch - Tag der Bewährung):

Am Mittwoch stand der Aufstieg durch das Trisental zur Similaunhütte, die auf 3015 m liegt, auf dem Programm.

Abmarsch vom Hotel war um 8 Uhr. Gleich zu Beginn mussten wir, zwar auf guten Wegen, steile Wiesenhänge passieren, auf denen gerade das letzte Mal geheut wurde und wir uns manchmal gewundert haben, wie das überhaupt möglich ist ohne zum Erfallen.

Der weitere Weg durch das Trisental ist landschaftlich sehr abwechslungsreich, von sanften Kuh-, Ziegen- und Schafweiden mit frischen, kleinen Wasserbächlein bis zu großen, wilden Unwettergräben ist alles zu beobachten. Im Schlussteil ist auch noch eine Felsstufe zu ersteigen. Es gilt, insgesamt ca. 1.300 Höhenmeter zu bewältigen, was ja für eine Seniorentour nicht gerade wenig ist.

So war es nicht verwunderlich, dass einigen Teilnehmern alles abverlangt wurde, was sie konditionell zu bieten hatten. Umso erfreulicher war es jedoch, dass alle, die es sich vorgenommen hatten, die Similaunhütte, auf über 3000 m, nach ca. 3,5 4 Stunden erreicht haben. Der Hüttenwirt hatte eigentlich wegen unserer Gruppe die Hüttenschließung einige Tage hinausgeschoben, was uns natürlich sehr gefreut hat. Die Getränke und Speisen haben jedenfalls nach der Anstrengung des Aufstieges besonders gut geschmeckt.

Die Besichtigung der Ötzi-Fundstelle (ca. 1 Stunde von der Hütte entfernt) durch einige Gruppenteilnehmer musste wegen zu viel Schnee auf der Nordseite des Aufstieges abgebrochen werden. Imposant war der Blick von der Similaunhütte auf den Similaungletscher und auf die Similaunspitze (3.606 m).

Nun stand nur noch der Abstieg auf dem gleichen Weg zurück nach Vernagt an, was auch allen Teilnehmern mit mehr oder weniger Mühe gelungen ist, sodass wir mit Freude über die wunderbare und unfallfreie Tour den Einkehrstopp beim Tisenhof (kurz vor unserem Hotel) bis zum Sonnenuntergang genießen konnten.

Am Abend haben unsere beiden Musikanten Emil und Ehrenfried mit ihren Handorgeln für uns aufgespielt und zur gemütlichen Runde (teilweise mit Gesang) beigetragen.

 

3. Tag (Donnerstag):

Um 8.30 Uhr ging es mit dem Bus nach Kurzras, dem letzten Ort im Schnalstal. Nach dem wir uns über die dort entstandenen Hotelburgen gewundert bzw. entsetzt hatten, begann die Tour zum Taschenjöchl (2797 m) bzw. zur Berglalm (2214m).

Nach ca. 1 Stunde Gehzeit trennten sich die Wege zum Taschenjöchl und Berglalm.

Einige haben es vorgezogen, auf dem leicht ansteigenden Weg gleich zur Beglalm zu gehen, während die Anderen den Umweg durch das Lagauntal über das Taschenjöchl nahmen und dann zur Berglalm abstiegen. Beide Touren waren wunderschön und lohnend. Auf dem Taschenjöchl stand früher die Heilbronner Hütte (abgebrannt und nicht mehr aufgebaut), jetzt ein Gipfelkreuz (vom Deutschen Alpenverein errichtet). Es bietet sich ein besonders schöner Blick auf die umliegenden 3000er-Berge, u.a. auch auf die Similaunhütte sowie auf das Schlandraun-Tal (Richtung Schlanders).

Besonders idyllisch und urig liegt die Berglalm auf 2214 m Höhe umgeben von einer traumhaften Landschaft, die grade zu dieser Jahreszeit und bei diesem schönen Wetter in allen Farben glänzt.

Nach dem sich die Gruppe wieder getrennt auf den Heimweg gemacht hat, die Einen zurück nach Kurzras zum Bus, die Anderen über die Grubalm zurück zum Stausee nach Vernagt ging um ca. 17.15 Uhr wieder ein wunderschöner Tourentag zu Ende.

Am Abend gab es auch diesmal wieder Hausmusik von Emil und Ehrenfried, diesmal sogar mit einigen Tanzeinlagen.

 

4. Tag (Freitag):

Nach dem guten Frühstück hieß es leider Abschied nehmen vom Hotel und den sympathischen Wirtsleuten. Mit dem Bus fuhren wir bis Neu-Ratteis zum Einstieg auf den Schnalswalweg/Tscharserwalweg, auf dem wir über Schloß Juval bis nach Kastelbell wanderten (Gesamtgehzeit ca. 4 Stunden).

Auf Schloß Juval (im Besitz von Reinhold Messner) machten wir eine längere Pause, einerseits zur Besichtigung des Museums, das dem Mythos Berg gewidmet ist, und andererseits zur Stärkung beim Mittagessen in der Schlosswirtschaft.

Die Museumsführung (ca. 1 Stunde) war höchst interessant und die gezeigten Räume, wie zB. Festsaal, Maskenraum und Bibliothek, sowie besonders die Bildergalerie im Burgturm wirklich sehenswert.

Um ca. 16 Uhr sind wir dann zwar müde aber sehr glücklich und zufrieden über die vielen tollen Eindrücke und Erlebnisse an den 4 Tagen in Kastelbell in den Bus gestiegen. Wolfgang hat uns sicher und schnell zurück ins Ländle gebracht und von Erika wurden wir mehrmals mit Zückerle verwöhnt.

 

Zum Schluss gebührt ein großes Dankeschön unserem Tourenführer Helmut Pircher für die sorgfältige Planung und Vorbereitung des Tourenprogrammes, für die individuell angepasste Begleitung bei allen Touren und die kameradschaftliche Hilfestellung bei allen Fragen und Anliegen der Teilnehmer. Danke!

 

(2.10.2011 Albert Feurstein)


Dazu wieder  Bilder von Helmut und Albert

 
 
 

Anfragen zum Internetauftritt und zur Wartung
 

Datenschutzhinweis

Bitte beachten Sie, dass der folgende Link eine externe Website öffnet, für deren Inhalt wir nicht verantwortlich sind und auf die unsere Datenschutzbestimmungen keine Anwendung finden. Informieren Sie sich bitte auf der neuen Webseite über den dortigen Datenschutz.

Ziel: