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Piz Kesch drei etwas ruppigere Tage im Albulagebiet (Piz Kesch)

Alpenverein Vorarlberg
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Blick vom Keschgletscher auf Keschnadel und Piz Kesch

Piz Kesch drei etwas ruppigere Tage im Albulagebiet

Es war ein regnerischer Morgen, als sich am Freitag zu unchristlicher Zeit eine Gruppe verwegener Bergsteiger im düsteren Licht des Egger Ortskerns zusammenrottete um die Ladekapazität des kleinen Landbusses auszuloten. Und siehe da, unter den ungläubigen Augen unseres Chauffeurs Dirk fanden 19 Personen zwischen ebenso vielen Rucksäcken Platz und traten die Reise ins nicht ganz so ferne Graubünden an.

Nach zweieinhalb Stunden Fahrt war das Ende der befahrbaren Wege erreicht und unsere Gruppe setzte sich in Bewegung zielstrebig betrat Siegfried etwa eine Stunde später das erste Gasthaus. Frisch gestärkt und beschwingt vom Roten Rebensaft nahmen wir den Aufstieg auf den Piz Forun in Angriff. Etwas ruppiger als von der Keschhütte laut Führer. Mit viel gutem Willen und etwas Phantasie ließen sich dennoch Wegspuren ausmachen und so stiegen wir zwischen Alpenrosen, moosbedeckten Hängen und reichlich Geröll auf. Etwas ruppig war auch das Wetter an diesem Tag, nur ein kurzer Blick auf das Ziel des nächsten Tages war uns vergönnt.

Etwa um vier Uhr erreichte dann die mittlerweile doch etwas müde Mannschaft die Keschhütte, unsere Herberge für die nächsten zwei Nächte. Nach Kräften bemühten wir uns Körper und Geist wieder zu stärken für die Herausforderungen des kommenden Tages. Auf Geheiß von Hüttenwirt Ruedi begaben wir uns um halb 6 zum Frühstück, um danach in 4 Seilschaften den Aufstieg zu unserm Hauptziel, dem Piz Kesch, in Angriff zu nehmen. Bei besten Verhältnissen und strahlendem Sonnenschein erreichten wir den Gipfel, wo wir eine einzigartige Fernsicht von Ortler über Bernina, von Tödi über Säntis, Sulzfluh, Rote Wand und Patriol genießen konnten. Für alle die es schon lange wissen wollten: bei 19 Personen finden am Gipfel bei korrektem Verhalten aller Teilnehmer 171 (entsprechend der Anstoßformel n*(n-1)/2) Handschläge statt und es erschallt dem entsprechend 342 mal ein "Berg Heil". Nachgezählt haben wir allerdings nicht...

Zurück bei der Hütte war das Bedürfnis nach Stärkung groß, Hüttensuppe und Rösti waren die Favoriten, wobei bei Letzterem bald Kartoffelschälen angesagt war. Klettern, Bouldern, Schlafen, Planen der restliche Nachmittag ging schnell vorüber und wir wandten uns erneut dem Abendessen und einigen Flaschen Wein zu.

Der letzte Tag brach an und nach dem erneut sehr frühen Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Porta dEscha um von dort auf die Cabanna dEscha und weiter zum Albulapass abzusteigen. Leider nicht ganz ohne Zwischenfälle, auf den letzten Metern auf dem Gletscher brach Erika in eine kleine Spalte ein und verletzte sich am Knie. Trotz Schmerzen setzte sie den Abstieg fort und gemeinsam erreichten wir schließlich das Gasthaus zum Hospiz am Albulapass, von wo uns unser Chauffeur Dirk wieder sicher nach Hause brachte.

Natürlich gibt's auch einige Bilder.

 
 
 

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