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Bericht Klettersteige in der Dolomiti di Brenta (Klettersteige in der Brenta)

Alpenverein Vorarlberg

Bericht Klettersteige in der Dolomiti di Brenta

 
 
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Donnerstag, 01.09.2016

Treffpunkt um 07.30 Uhr auf dem Parkplatz Schöllerareal in Bregenz. Bei mir herrschte eine freudige Angespanntheit über die Zusammensetzung der Gruppe und über das, was die nächsten Tage bringen würde. In drei Fahrzeugen starteten wir die gut 400 km lange Reise durch den Arlberg und über den Brenner vorbei an der Salurner Klause hinein ins Noce-Tal bis Madonna di Campiglio. An der Talstation der Groste-Seilbahn fanden wir uns wieder zusammen und verwendeten diese, um einige Höhenmeter gemütlich hinter uns zu bringen. Von dort wanderten wir in gut 1,5 Stunden zur Tuckett-Hütte (2270m), unserem ersten Nachtlager.

 

Freitag, 02.09.2016

Bernhard Anwander, unser Tourenleiter, weckte uns behutsam aber entschieden um 06.00 Uhr, damit wir kurz nach 07.00 Uhr eine wunderbare Tagesetappe starten konnten. Nach einem gut einstündigen Anstieg zum Joch Bocca del Tuckett, bei dem wir auch über einen gefrorenen Restgletscher unsere Steigeisen verwenden mussten, stiegen wir in den Bocchette-Weg ein. Ein fantastisches Auf und Ab über ausgesetzte Leitern und schöne Querpassagen auf den „Brentabändern“, war unser Vergnügen. Und das Wetter spielte erstklassig mit: feine Temperaturen, ein paar Nebelfetzen und sonst Sonne, Sonne, Sonne. Nach über 5 Stunden reiner Gehzeit stiegen wir über nahezu senkrechte Leitern, der Scale degli Amici bzw. Scala degli Dei, zur Rifugio Alimonta, unserem zweiten Nachtlager, ab.

 

Samstag, 03.09.2016

Wieder zeitig in der Früh stiegen wir zum Joch Bocca degli Armi (2749 m) auf, wieder mussten wir unsere Steigeisen verwenden. Von dort stiegen wir wieder in den Boccette-Weg ein. Fantastisch! Der Weg ist nicht besonders schwer, aber traumhaft in die Bänder der Brenta gelegt. Er bieten immer wieder einen faszinierenden Weit- und Tiefenblick, bei dem einem schon das Schaudern kommen könnte, und eine wunderbare alpine Perspektive löst die andere ab (z.B. der Campanile Basso, ein majestätischer Felszapfen). Vor dem Abstieg zur Rifugio ai Brentei, unserm dritten Nachtlager, schauten wir auf der Rifugio Tosa zu einer ausgiebigeren Mittagspause vorbei.

Auch heute war das Wetter wie am Tag davor: nur schön!

 

Sonntag, 04.09.2016

Nach einer durchwachsenen Nacht in einer sehr vollen Hütte ohne fließendes Wasser (Streik!) stiegen wir, wieder sehr zeitig, nach Madonna di Campiglio ab. Ein schöner, langer Weg durch eine immer satter werdende Vegetation, den wir durch eine bequeme Busfahrt ein bisschen verkürzten.

 

Facit: Ich möchte zwei Personen ausdrücklich Danke sagen. Erstens dem lieben Gott, dass er das alles erschaffen hat und dass er uns bei traumhaften äußeren Bedingungen völlig unfallfrei durch dieses alpine Kleinod begleitet hat; zweitens möchte ich Bernhard Anwander danke sagen: für die Auswahl der Routen, für die hervorragende Vorbereitung und für die behutsame, feine, aber klare Leitung. Danke auch dem Alpenverein Bregenz für die zur Verfügung gestellten Rahmenbedingungen, ohne die so ein Unterfangen gar nicht möglich wäre. Danke!

 

Edgar Ferchl-Blum

 
 
 

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