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Tourentage Sesvennahütte (Tourentage Sesvennahütte)

Alpenverein Vorarlberg

Tourentage Sesvennahütte

 
 
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16 Teilnehmer waren es diesmal. Im Vorfeld bedeutete das Einiges an Vorbereitung und v.a. viel Bangen wegen der zuerst prekären Schneelage, die sich aber ein Woche zuvor gerade noch ausreichend besserte. Dann verunfallte noch mein Tourenführerkollege Hermann Thüringer, für den dankenswerterweise Gernot Brenner als Ersatz einsprang.

Am 13.2. fuhren wir schließlich um 7.00 Uhr verteilt auf 4 Autos los. Nach einer Kaffeepause in Graun konnten wir um 11 Uhr in Schlinig mit dem Aufstieg beginnen. Nach 45 Minuten erreichten wir die Materialseilbahn, in der unser Zusatzgepäck Platz fand. Schließlich erreichten wir um 13.30 bei leichtem Schneefall die Hütte. Nach einer leckeren Gerstensuppe und einem Erfrischungsgetränk fellten 5 Teilnehmer los, um noch ein bisschen frische Luft zu schnappen. Wider Erwarten riss der Himmel auf und bescherte uns herrliches Abendlicht und eine tolle Abfahrt.

Am 14.2. brach eine Gruppe mit Alexander Wolf in Richtung Rasassspitze auf, Gernot Brenner und ich starteten mit unseren Gruppen in Richtung Fuorcla di Sesvenna. Beide Gruppen kamen im Verlauf der Tour in diffuse Sicht. Die Abfahrten waren aber durchwegs in tollem Schnee, nur waren teilweise Steine knapp unter der Schneedecke, sodass einige Schier Kratzer abbekamen.

15.2.: Alexander erkrankte leider und so kam es, dass wir in zwei Gruppen zum Piz Sesvenna aufbrachen. Das Wetter war traumhaft. Nach 4 Stunden erreichten wir das Schidepot unweit des Gipfels und versuchten dann noch über den Grat den Gipfel zu erreichen, doch vergebens. Es lag teilweise hüfthoch Schnee und zwei Südtiroler Bergführer erzählten uns später, dass sie über eine Stunde benötigt hatten, um sich zum Gipfel emporzukämpfen. Jedenfalls fuhren wir in traumhaftem Schnee ab und gerieten noch auf dem Gletscher in Nebel. Entlang der Aufstiegsspur ging es dann vorsichtig talwärts, bis wir schließlich etwa 400 Höhenmeter über der Hütte unter die Wolkendecke gerieten und dadurch die Abfahrt bei besserer Sicht genießen konnten.

16.2.: Alexander und Elisabeth mussten leider die Tourenwoche aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Nach einem Fehlstart zum Piz Christanas – es war dort einfach zu unsicher -  und einer kurzen Abfahrt spurten wir zum Caist Alta empor. Nicht der Gipfel war das Ziel sondern ein paar traumhafte Hänge, die unterhalb des Gipfels ihren Anfang nahmen. Nach herrlichem Sonnenschein und zwei Teepausen ging es dann im Pulver hinunter zum Scharl-Joch. Alle waren von den breiten Hängen und vom Schnee begeistert.

Am letzten Abend genossen wir wie immer ein 4-Gang-Menü – die Küche war übrigens ausgezeichnet – und verweilten bis Mitternacht bei Wein und Gesang. An dieser Stelle besten Dank an Andreas, den Hüttenwirt, Harry und das Küchenteam für die Freundlichkeit und die gute Bewirtung.

Am Mittwoch war das Wetter so schlecht, dass wir uns alibihalber mit ein paar Höhenmeter aufwärmten und dann zur Materialseilbahn abfuhren. Mit einer Zwischenstation in Graun ging es zurück in die Heimat.

Mit dem Wetter hatten wir ein riesen Glück, war es doch viel besser als die Vorhersagen!

 

Bericht: Stephan Leitner

 
 
 

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