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Loferer Steinberge – Nuaracher Höhenweg (12. – 13.09.20) (Loferer Steinberge – Nuaracher Höhenweg)

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Loferer Steinberge – Nuaracher Höhenweg (12. – 13.09.20)

Früh am Morgen geht es los, denn es liegen gut 3h Fahrt nach St. Ullrich am Pillersee vor uns. Wir, Jutta, Julian, Paul-Alexandre und Michael müssen nämlich erst ans andere Ende von Tirol kommen um diese wunderschöne Tour starten zu können. Um munter zu werden hilf ein kurzer Stopp beim Bäcker. Die Fahrt vergeht aber doch recht schnell – die Jungs sind am quatschen und Jutta unterzieht die Innenseite ihrer Augenlieder einer intensiven Inspektion.

Am Parkplatz angekommen sehen wir erst mal nichts, zumindest keine Gipfel. Die verstecken sich in den Wolken. Dafür ist es aber unglaublich schwül … schon nach ein paar Minuten Aufstieg durch das zu diesem Zeitpunkt sogar noch schattige Lastal rinnt der Schweiß in Strömen. Dumm nur das es auf der ganzen Tour nur einen Brunnen bei einer kleinen Jagdhütte ziemlich am Anfang gibt. Dort füllen wir noch ein letztes Mal die Flaschen auf und können die Aussicht zumindest über die Täler genießen. Die Gipfel zeigen sich immer nur kurz und wir setzen unseren Weg Richtung Wehrgrubenjoch fort. Eigentlich sollte von dort aus noch das westl. Reifhorn bestiegen werden. Löcher in den Wolken geben aber im Osten und im Westen den Blick auf sich auftürmende Wolkenhaufen frei. Gewitter möglich, so stand es schon im Wetterbericht. Also lassen wir den Gipfel links, nein es war rechts, liegen, überschreiten die Grenze nach Salzburg und steigen direkt zur Schmidt-Zabierow-Hütte ab. So einfach wie sich das anhört war es dann doch nicht. Es musste eine steile Drahtseilversicherte Felsstufe abgeklettert werden. Egal, das war gleich schon eine gute Einstimmung auf den nächsten Tag.

Das Hüttenteam empfing uns freundlich und wir konnten den restlichen Nachmittag gemütlich auf der Terrasse verbringen. Die Hütte ist übrigens urig gemütlich und doch auf einem modernen Stand. Außerdem sind Wirtin und Personal sehr sympathisch und verstärken dadurch die gute Atmosphäre. Die Hütte ist also sehr empfehlenswert.

Wir hatten ein Zimmer für uns alleine, dadurch war auch die Nacht erholsam. Trotzdem klingelte der Wecker zu früh. Um 6:30 heißt es also Rucksack packen, frühstücken, Sonnenaufgang kurz noch genießen und los … der Weg ist weit.

Zunächst geht es auf das 2506m hohe Hinterhorn. Die Sicht ist an diesem Tag deutlich besser. Vom Dachstein über Watzmann, Großglockner, Großvenediger bis hin zum Wilden Kaiser (und auch noch weiter) ist alles zu sehen. Ein paar niedrige Wolken die unterhalb der Gipfel sind stören nicht weiter. Allzu lange bleiben wir aber nicht, denn es warten noch das östl. Rothorn, Großes Rothorn, Schaflegg und das Seehorn auf uns. Also Schwups wieder über die Grenze zurück nach Tirol und meist am Grat entlang weiter. Der Weg ist gespickt mit kurzen Kraxeleien, einem ständigen auf und ab (netterweise mehr ab wie auf) und das immer mit einer tollen Sicht auf die imposanten Wände der Loferer Steinberge und die umgebenden Bergwelt.

Es wird auch immer heißer und oben am Grat sind weder Schatten noch kühlendes Wasser in Sicht. Erst kurz vor dem Seehorn, dem letzten Gipfel auf der Tour geht es kurz in die schattige Nordwand. Im Abstieg wird es dann nochmal wärmer. Der führt nämlich südwestwärts steile 1300hm runter zum Pillersee. Genauer gesagt kommen wir am Brunnenbach der von Süden her in den See fließt raus. Paul-Alexandre hat ja aufgepasst und schon auf der Tour zum Hohen Riffler gelernt wie das mit dem Abkühlen geht … Klamotten runter und ab ins eiskalte Wasser. Die anderen sind nicht so hart und begnügen sich mit kalten Füßen.

Die letzten 3km zurück zum Auto sind dann einfach. Es geht gemütlich durchs Tal. Glücklicherweise parkt das Auto im Schatten und weiteres Dehydrieren bleibt uns erspart. Um die entstandenen Verluste an Wasser und Kalorien auszugleichen bleiben wir in Fieberbrunn noch bei einem Restaurant stehen. Mit direktem Blick hinüber zum Wilden Kaiser lassen wir die Tour ausklingen.


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