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Fotos Hochtour via "Detmolder Grat" auf die Hochalmspitze (3.360 m)

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Hochtour via "Detmolder Grat" auf die Hochalmspitze (3.360 m)

Freitag, 12. Juli bis Samstag, 13. Juli 2013

Gießener Hütte / Hohe Tauern
Tourenführer: Christian Hofinger + 8 Teilnehmer

Die spektakuläre Hochtour auf die „Tauernkönigin“ war vorzeitig ausgebucht und begann bereits bei der Anreise mit einer abenteuerlichen Auffahrt auf einer schmalen, kurvenreichen sowie steilen Straße zum Parkplatz am Gökarspeichersee (1.640 m). Bei strahlendem Wetter starteten wir um 15.45 Uhr den Zustieg zur Gießener Hütte (2.202 m), die wir auf einfachen Wanderweg und Forststraßen erreichten. Da noch genügend Zeit- und Kraftreserven übrig waren, entschlossen wir uns prompt zu den 300 Hm Aufstieg auf den Hausberg, dem Winterleitenkopf (2.518 m) und genossen ein nettes Panorama, allen voran verschaffte es uns einen Überblick auf die lange Tour am nächsten Tag, ehe wir den Abend auf der Gießener Hütte gemütlich ausklingen ließen.

Nach einer kurzen Nacht  hieß es frühzeitig raus aus den Federn, erfolgte der Startschuss aufgrund der labilen Wettersituation und den angekündigten Gewittern bereits um 5.15 Uhr. Unsere 9-köpfige Gruppe (mit 3 flotten Mädls!) stellte sich als äußerst homogen heraus und machte zügig  Meter in Richtung Winkelscharte (2.856 m), die wir um 7 Uhr erreichten. Nachdem wir uns mit Gurt, Helm und Klettersteigset adjustiert und eine vor uns gestartete Linzer Gruppe überholt hatten, ging es in dünner Höhenluft auf Firnfeldern und Blockgelände weiter Richtung Detmolder Grat. Es herrschten ideale Bedingungen, war aufgrund des vielen Schnees auf dem Gletscher die Randkluft noch geschlossen und somit konnten wir auf Seil sowie Steigeisen verzichten. Mit Pickel bewaffnet querten wir eine steile Flanke zum Einstieg in den versicherten Steig. Obwohl einige Seilabschnitte noch unter dem Schnee verborgen waren, präsentierte sich der  teils ausgesetzte Klettersteig (C) für die geübten Alpinisten ohne Probleme als hochalpine Genussferrata. Schlussendlich klinkten wir um 9.15 Uhr aus dem Seil aus und uns überwältigte am Gipfel der noch menschenleeren Hochalmspitze (3.360 m) ein gewaltiges Panorama mit einer tollen Stimmung "über den Wolken". Offensichtlich hatten wir einen der wenigen Gipfel ausgewählt, dessen Spitze nicht in Nebel getaucht war und so genossen wir ausgiebig unsere Jause bei stahlblauem Himmel bzw. angenehmen Temperaturen direkt am Grat.

Der Abstieg (10 Uhr) dieser Überschreitung erwies sich ebenfalls als durchaus anspruchsvoll, musste man kurze Stellen abklettern (I+), schwindelfrei auf groben Feldblöcken am exponierten Grat entlang „spazieren“, steilere Rampen absteigen (mit Seil versichert) ehe wir bei den Steinernen Mandl (3.125 m) auf den oben mind. 45 Grad steilen Trippkees-Gletscher trafen. Durch die gut steigbaren Firnfelder auf dem sehr steilen Gletscher ersparten wir uns eine aufwändige Abseilaktion ins flachere Gelände. Über den Rudolfstädterweg (=Normalweg) erreichten wir die Gießener Hütte in überraschend kurzer Zeit (nach 2 ½  Stunden), wo wir als erste Gruppe retour eintrafen und auf der Sonnenterrasse kulinarisch unsere Akkus wieder auftankten und auf eine der schönsten, abwechslungsreichsten sowie erlebnisreichsten Ostalpentouren – eben die Tauernkönigin - angestoßen hatten. Die letzten Meter der "5-Sterne-Tour" zum Parkplatz ins Tal war nur noch Zugabe. 

 
 
 

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