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Presteljenik / Monte Forato (2.499m) (Schibergsteigen Presteljenik (Monte Forato))

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Fensterdurchstieg

Presteljenik / Monte Forato (2.499m)

Haben die TeilnehmerInnen genügend Ausdauer und Kondition? Durchsteigen wir wie geplant das Felsenfenster oder gehen wir nur bis dahin?  Hält das Wetter einigermaßen? Ist die Gruppe mit fünfzehn TeilnehmerInnen zu groß oder geht´s grad noch?

 

All´ diese Fragen konnten im Nachhinein positiv beantwortet werden, denn das Wetter hielt nicht nur, sondern viele Sonnenstrahlen verschönerten uns den Blick ins Gebirge, mit Licht und Schatten, alle TeilnehmerInnen hatten genügend Kraft und vor allem mentale Ausdauer und absolvierten die rd. 1800 Höhenmeter mit nur wenigen Trinkpausen in knapp 8 Stunden.

 

Zu Beginn der Tour von Sella Nevea aus hatte unser Unternehmen noch den Anschein einer unkoordinierten Speed-Veranstaltung (siehe Foto) doch schon nach ein paar Minuten am Kriegssteig ging´s nicht mehr anders als im Gänsemarsch hinauf. Nach einer knappen Stunde am ersten Plateau angelangt, labten wir uns ein wenig und genossen den Rundumblick zur der Montaschgruppe im Norden und der Kaningruppe im Süden und unserem Zielberg, den Presteljenik (Monte Forato) bereits im Blickfeld. Doch noch einige Stunden sollte vergehen, bis wir den Gipfel erreichen werden.

 

Die Querung unter dem Lopa-Sattel zur Bergstation der neuen Gondelbahn war teils recht hart und durch viele Tourengeher bereits festgetreten. Harscheisen waren trotzdem noch nicht notwendig. Bei der Bergstation angekommen, hieß es zum ersten Mal: Felle ab. Die rund 200 Höhenmeter hinunter zum Nordeinstieg wurden recht schnell abgefahren. Von unten sah die Umgebung um das Felsenfenster (Okno) schon ein wenig gruseliger und steil aus. Steil waren auch die ersten Kehren in der kurzen Einstiegsrinne, die von den eifrigen TeilnehmerInnen mit einigen akrobatischen Spitzkehren genommen wurde.

 

Schön, weit und mit unterschiedlichen Schneeverhältnissen dann der nächste Muldenaufschwung und ein bisl abenteuerlich der Übergang zur Fensterflanke. Alois´s Talschi wollte den Knick nicht so recht mitmachen und machte sich einfach für 3-4 m selbstständig. Alois hatte alles bestens im Griff, nach ein paar Meter Ab- und Aufstieg auch gleich seinen Schi wieder. Die Truppe wurde nun immer ruhiger, nicht nur ob des bisher zurückgelegten Weges, sondern ob des Respekts vor dem wunderschönen steilen Aufstieg zum Fenster.  Etwa 50 Höhenmeter darunter hieß es: Schi auf die Rucksäcke packen, Steigeisen an und Schutzhelm auf.  So stiegen wir die 50 Höhenmeter mit einer max. Steigung von rd. 45 Grad bis zum Fenster. Hier galt es, einen 2 m hohen Felsvorsprung zu übersteigen. Werner unser guide machte es uns mit Hilfe eines Seils und Abnahme unseres Gepäcks gleich viel einfacher.

 

Die 100 Höhenmeter Abfahrt auf der Südseite gingen wir langsam und vorsichtig an, denn  der Schnee war sulzig und fußbrecherisch. Unten hieß es dann, nochmal die Felle rauf auf die Schi,  für einen kurzen Aufstieg bis zum Sattel. Hier machten wir für unsere Rucksäcke und Schi ein Depot und stiegen so leicht die rd. 250 Höhenmeter bis zum Gipfel. Der Gipfelsieg war für jeden einzelnen eine große Erleichterung. Die Gesichter waren freudig und entspannt. Nicht lange konnten wir uns da oben aufhalten, denn unten hörten wir schon die Pistenraupen fahren. Also beeilten wir uns mit dem Abstieg bis zum Depot und einer sicheren Alpinabfahrt über die Piste bis zum Ausgangspunkt in Sella Nevea.

 

Unfallfrei, müde, gezeichnet von den Strapazen, da gab´s gleich noch ein kurzes Abschiedsgetränk im nächsten Gasthäusl.  Doch jeder wieder mit neuer mentaler Energie geladen, freute sich schon zu diesem Zeitpunkt auf die nächste Schibergsteigentour Ende März. Mal schaun, wo dann der "guide" uns hinführt.

 

Bericht:   Werner Pfeifer

Fotos:     Werner Pfeifer, Alois Goller

 

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