Logo Zweig Villach

Wandern und Wohlfühlen in Baska 2010 (Baska 2010 - Power Card Wandern)

Ehrenamt im Alpenverein

Öffnungszeiten AV-Büro
Dienstag     16:00-19:00 Uhr
Donnerstag 16:00-19:00 Uhr

Tourenportal Alpenvereinaktiv
alpenvereinsjugend homepage
 
 

inserieren im Vereinsmagazin

Mitglied werden
zur Anmeldung
Bild /villach_wAssets/mixed/bilder/highlight/bas02.jpg

Die Teilnehmer auf der Promenade in Baska

Wandern und Wohlfühlen in Baska 2010

"Jede Zeit ist umso kürzer, je glücklicher man ist." (Plinius d.J.) Wie schnell eine Woche vorbei sein kann, haben wir einmal mehr in Baska auf Krk erfahren. Die Insel Krk ist mit dem Festland durch eine Brücke verbunden, die 1980 gebaut wurde. Sie gilt als technische Meisterleistung  und ist  nun für den Fremdenverkehr, die Haupteinnahmequelle dieser größten Insel in der Kvarner Bucht, unverzichtbar. Wichtige Zentren sind Baska, Krk, Njivice, Malinska, Punat, Dobrinj und Vrbnik. Vrbnik mit der mittelalterlich geprägten Altstadt auf einem Kalkfelsen und der engsten Gasse der Welt haben wir auf der Anreise besucht. Umgeben ist Vrbnik von Weingärten. Von der Qualität des Weißweines Zlahtina konnten wir uns bei einer Weinverkostung überzeugen.

 

Ganz im Süden liegt Baska, die zweitgrößte Gemeinde auf Krk. Emil Geistlich, Direktor einer Druckerei in Prag, wird als Begründer des Fremdenverkehrs im romantischen Baska genannt. Unser Quartier, das Hotel Zvonimir, eignet sich als Ausgangspunkt für viele Wanderungen. Am Meer gelegen, mit Wellnessbereich, Schwimmbad, Frühstücks- und Abendbuffet, der Ausstattung der Zimmer und dem freundlichen Personal wurden die Vorstellungen erfüllt, in einigen Fällen erst nach geglücktem Zimmertausch am ersten Tag. Für uns neu war der Besuch des Aquariums in Baska, in dem mehr als 100 Fischarten und 400 Muschel- und Schneckenarten der kroatischen Adria zu sehen sind.

 

Der Mix aus Sonne, Wolken, Wind und Regen war eine ideale Voraussetzung für unsere Wanderwoche. Die Wanderwege rund um Baska sind bestens markiert und es gibt eine sehr genaue Karte. Wanderkleidung, vor allem Bergschuhe und Stöcke, Trinkwasser und Trockennahrung sind notwendig und für uns selbstverständlich. Es gibt gemütliche Waldwege, Straßen und typische , steinige Karstpfade. Die Landschaft ist zerfurcht von Steinwällen und überall begegnet man Schafen. Begonnen haben wir die Wanderwoche mit dem Besteigen des Bag (185m) und des Gabar (285m). Dabei hatten wir Gelegenheit, Regenmäntel und Schirme (!?) zu testen.  Auf der Wanderung nach Stara Baska beeindruckten nach der Überwindung des steilen Anstieges von 350 Höhenmetern die Fernsicht von der Karsthochfläche aus nach Cres und Mali Losinj und zum Velebitgebirge und auf das umgebende Meer. Die Rückfahrt unterbrachen wir in Punat für ein feudales Mittagessen und eine Schifffahrt zur Klosterinsel Kosljun. Ein besonderes Erlebnis war am nächsten Tag die Besteigung des Obzova, der mit 568 Metern die höchste Erhebung auf Krk ist. 16 Teilnehmer starteten in Draga Bascanska und wanderten vom Obzova den Bergrücken entlang nach Lipica und über Batomalju zurück zum Hotel. Die Mehrzahl entschied sich für die leichtere Wanderung von Draga Bascanska zur Kirche Svete Maria und nach Baska.

 

Den Weg vom Hotel zur Kirche Svete Ivan und die alte Militärstraße, heute ein gemütlicher Wanderweg, hinauf zum Plato Mjeseca haben wir alle geschafft. Eine kleine Gruppe stieg bei starkem Wind weiter auf zum Hlam (461m) und kehrte den Schluchtweg zurück zum Quartier. Ginster und Salbei waren die Begleiter am Weg nach Jurandvor, wo wir in der romanischen Kirche der heiligen Lucia eine Kopie der Tafel von Baska gesehen haben. Sie ist das älteste kroatische Sprachdenkmal in glagolitischer Schrift. Das ausgiebige Mittagessen bei Malin war wieder eine willkommene Abwechslung. Vela Luka, das Abschlussziel, wurde auf drei Wegen erreicht: eine Gruppe mit dem Bootstaxi, andere schwitzend am Normalweg und die dritte Gruppe teilweise kletternd am Strand entlang und durch das Kanjon Vrzenica. Die Jause bei Marin hat allen geschmeckt.

 

Organisatorisch war die Woche bestens vorbereitet. Orientierungshilfe war der Tagesplan mit einem Spruch des Tages am Anschlagbrett. Was aber wäre die Woche ohne Renate. Mit ihr haben wir fast vollzählig um sieben Uhr den Morgen begrüsst. Stimmungsvolle Musik, gezielte Gymnastik, Atemübungen und der Blick auf das Meer mit den verschiedenen Stimmungen haben das Munterwerden erleichtert. Danke, dass wir einigermaßen entspannt den Tag beginnen und beenden konnten. Denn bereits traditionell sind die abendlichen Gruppentänze auf der Promenade . Renates Begeisterung für das Tanzen ab der Lebensmitte ist auf uns übergesprungen. Das Bier danach haben viele sehr genossen.

 

Beendet wurde die Woche mit einem gelungenen Abschlussabend, den einige TeilnehmerInnen humorvoll mitgestaltet haben. Auf der Heimfahrt besuchten wir die Tropfsteinhöhle Biserujka bei Rudine auf Krk und versuchten dann in Bled eine Cremeschnitte zu ergattern. Chancenlos bei zirka 15 parkenden Autobussen. Horst hat so einen Massenansturm noch nie erlebt. Ihm ist zu danken, dass er die Woche dabei war und uns wie immer wohlbehalten an alle Ziele und wieder nach Hause gebracht hat.

 

"Ob die weite Welt wirklich weit ist, das liegt an jedem Menschen," meinte Ilse Aichinger. Wir sind gesund zurückgekehrt und die Gemeinschaft hat auch deshalb funktioniert, weil Einzelinteressen dem Gesamtwohl der Gruppe untergeordnet wurden. Es war eine tolle Woche mit euch - danke.

Diethard Rauter       

 
 
 
 

Datenschutzhinweis

Bitte beachten Sie, dass der folgende Link eine externe Website öffnet, für deren Inhalt wir nicht verantwortlich sind und auf die unsere Datenschutzbestimmungen keine Anwendung finden. Informieren Sie sich bitte auf der neuen Webseite über den dortigen Datenschutz.

Ziel: