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"Gehen - innehalten - gehen..." (Seeboden - Power Card Wanderung)

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In Unterhaus am Weg zur Burg Sommeregg 

"Gehen - innehalten - gehen..."

Die Gemeinde Seeboden ist um das Wohl ihrer Gäste und der Wanderer sehr bemüht. Zahlreiche Wanderwege in Seeboden und rund um den Millstättersee wurden angelegt, ausgeschildert und in Plänen und Freizeitkarten veröffentlicht. Für unsere Wanderung haben wir den Seebodner Erlebniswanderweg mit der Kolmrunde verbunden.

Ausgangspunkt war die Pfarrkirche Herz-Jesu im Ortskern, auch Friedens- oder Versöhnungskirche genannt. Sie wurde 1951-54 nach Plänen der Architekten Motoni, Nowotny und Max Wochinz gebaut. Von vorne fallen der mächtige Glockenturm und das Eingangsportal auf, das ursprünglich aus Holz war und 1992-94 mit Kupferblech eingemantelt und vom Klagenfurter Künstler Walter Unterweger mit bronzenen Reliefbildern gestaltet wurde. Das Innere dieser katholischen Kirche ist trotz vieler Details schlicht gehalten. Der erste Blick fällt auf das 56m² große Altarbild , gemalt vom Kunstschaffenden Peter Brandstätter aus Spittal. Bemerkenswert sind auch die Deckenbilder des Mittelschiffes, die Hilde von Bravalle in 20 Quadratfeldern angefertigt hat.

Nach einem stimmungsvollen Start gab es sehr bald eine Überraschung. Der Wanderweg war gesperrt. Offensichtlich hatte man vergessen, die infolge von Schlägerungsarbeiten aufgestellten Hinweistafeln zu entfernen. Wir haben sonst kein Hindernis entdeckt und die Wanderung nach Unterhaus und zur Burg Sommeregg fortgesetzt.

Vergeblich, aber nicht untätig, haben wir auf die versprochene Führung gewartet. Die Burg Sommeregg, urkundlich 1187 erstmals erwähnt, war im Laufe der Jahrhunderte im Besitz der Grafen von Ortenburg, der Grafen von Cilli, der Habsburger und bis 1932 im Besitz der Grafen von Lodron. Gegenwärtig befindet sich in der Burg ein Restaurant und ein Foltermuseum. Alljährlich finden hier in einem Mittelalterdorf auch Ritterfestspiele statt und seit 2008 ist die Burg zum Verkauf ausgeschrieben. Dass es sich auf keinen Fall lohnt, sich selbst aufzugeben, hat Renate mit der Froschgeschichte bewiesen.

Ohne Tipps zum Foltern haben wir also die Wanderung nach Kolm und um den Kolmberg auf der kupierten Rundstrecke mit einigen leichten Steigungen inmitten der Natur fortgesetzt und sind schließlich im Bonsaimuseum gelandet. Keine Sekunde langweilig war die Führung durch Herrn Klötsch, der mit Bonsai den Sinn seines Lebens entdeckt hat. Bonsai ist Pflege, Wachsen und Weitergeben. Weitergeben einerseits seiner Erfahrungen an uns, die Besucher, und andererseits der Pflanzen an die Nachkommen. Viele Wissenschaftsopfer (= "die Bama geh`n ein") sind zu erbringen, wenn man das Miteinander von Pflanze und Mensch erlernen will. Erwachsenen wird es wahrscheinlich schwer fallen, sich der Kinderlogik anzupassen: "Man kann nichts erzwingen." "Ein "Bush" ist für Bonsai ungeeignet, neuer Hoffnungsträger ist "O Bama".

Sehr beschaulich dann der Abstieg entlang des Gießbaches nach Seeboden. Das Sahnehäubchen war die Einkehr in der Konditorei am Dorfplatz in Seeboden, ein würdiger Abschluß dieser gelungenen Wanderung. Und Peter Handkes Aussage "Gehen - innehalten - gehen: Das ist die ideale Seinsweise", passte genau zu diesem Tag.

Diethard Rauter

 

 
 
 
 

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