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Wenn der Wettergott gnädig ist (Monte Arvenis Monte Tamai)

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Dem Himmel nah.......

Wenn der Wettergott gnädig ist

 

 

Es sollte ein schöner und abwechslungsreicher Abschluss der Führungstätigkeit von Willi werden, hatten sich doch schon so viele Bergkameraden/-innen für diese letzte Tour angemeldet! Doch das Wetter verschlechterte sich gegen das Wochenende immer mehr und erreichte in der Nacht zum Sonntag, den 11. Oktober, mit mehreren Gewitterwellen und Sturzregen den Höhepunkt. Doch dann geschah ein kleines Wunder: Als sich am Sonntagmorgen um 7 Uhr früh immerhin 25 hoffnungsfrohe Bergfreunde am Sammelpunkt trafen, trübte  außer einigen Nebelbänken kein einziges Wölkchen mehr den Himmel. Also hinein in die Fahrzeuge und ab ins Kanaltal - doch halt, ohne altgewohnte Traditionen geht's natürlich nicht: Angeordneter Kaffestop daher bei der Autobahnraststätte nahe Moggio. Danach ging es weiter über Carnia und Tolmezzo nach Sutrio und von hier in vielen Serpentinen hinauf zum Passo Zoncolan, einem bedeutenden und groß ausgebauten Schigebiet mitten in den grasbedeckten friulanischen Voralpen. Schon hier bot sich der Gruppe ein überwältigender Ausblick und so "erklommen" alle noch rasch die 10 Meter zum "Gipfel" des Monte Zoncolan (zum Beweis-Gruppenfoto.) Um 1/2 10 Uhr ging es endlich los, zuerst durch ein Schlupfloch zu einem  fast flachen Pistenverbindungsweg, dann aber gleich steil durch Gestrüpp hinauf zur grasigen Westschulter des M.Tamai, den wir vorerst einmal links liegen ließen. Vor uns erhob sich jetzt die Kalkklippe des Monte Arvenis mit seinen steilen Nordwestabbrüchen. Nach einem kurzen Abstieg in die Scharte zwischen den beiden Bergen war der Gipfel auf einem überraschend harmlosen Steigerl nach knapp 1 1/2 Stunden erreicht. Und von hier oben konnte man erst den kolossalen  Rundblick in voller Schönheit erfassen: Vom Pramaggiore in Südwesten über die Karnischen Dolomiten, dahinter die höchsten Dolomitenberge selbst, den Karnischen Hauptkamm und dessen Voralpen sowie die Julischen Alpen im Osten lagen hunderte Gipfel zum Greifen nahe vor uns. Und als Draufgabe glitzerte noch im Süden das Meer: Mit dem Fernglas war sogar die Riesenflotte der Segelschiffe der "Barcolana" im Golf von Triest deutlich zu erkennen. Für viele was es überhaupt das erste Mal, dass sie von "unseren Bergen" aus das Meer sehen konnten. Unsere Berge mit Recht: Gar nicht wenige konnten von in den letzten 25 Jahren an Führungen der Tourengruppe teilnehmenden Bergfreunden bereits erstiegen werden!

 

Auch wenn man sich beinahe von dieser Schönheit kaum losreißen konnte, war der Führer unerbittlich und so kam viel zu rasch das Zeichen zum Aufbruch. Es lag ja doch noch ein zweites Tagesziel vor uns. Zuerst ging es nach Süden steil abwärts, dann unterhalb des Westgrates auf einem Panoramaweg mit Ausblick auf die vielen im Süden liegenden Almen westwärts hinüber zur Malga di Claupa, wo im herbstlichen Sonnenlicht noch einmal gerastet wurde. Doch nicht zu lange, die Wärme hatte die Feuchtigkeit aus den Tälern gesogen und zu Wolken verdichtet, welche zusehends die höheren Gipfel einhüllten. Also die Almstraße nach Norden hinunter bis zu einer Kreuzung und hier ostwärts wieder hinauf bis zur Malga Arvenis alta, die zwar Sperrzone ist, wo uns aber der Platzhirsch im Wildgehege mit seinem Brunftgeröhre gebührend begrüßte.

Von hier stiegen wir auf schönem Steiglein unter den Nordwestwänden des Arvenis aufwärts, querten zwei steile Schutthalden und erreichten bald wieder die Scharte zwischen den beiden Gipfeln. Nun nur noch den steilen Grassteig vom Morgen hinauf und nach Osten hinüber mit einem kleinen Schlussanstieg zum Monte Tamai. Nach einem kurzen Rundblick auf die jetzt bereits reichlich bewölkten Berge ging es zügig die Schipiste im Norden des M.Tamai hinab und zurück zum Parkplatz am Pass.

 

Es bleibt nur noch festzuhalten, dass diese schöne Tour natürlich noch in einer Trattoria in Paluzza gebührend abgeschlossen wurde!  Dabei verabschiedete sich der Tourenführer nach 25-jähriger Führungstätigkeit im Rahmen des AV Villach von den vielen anwesenden Bergfreunden, mit dem Wissen, dass bereits neue und jüngere Tourenführer für die Tourengruppe ihre schöne Arbeit begonnen haben und somit auch für die Zukunft entsprechende Bergfahrten gesichert sind. Nicht auszuschließen ist natürlich, dass sich Willi künftig der einen oder anderen Tour als "Schlussmann mit Erfahrung" anschließen wird.

 

Der Unterzeichnete möchte sich auch auf diesem Wege nochmals bei allen Bergfreunden für die vielen schönen Bergerlebnisse und die erlebte Kameradschaft im Rahmen seiner Touren recht herzlich bedanken und allen für die Zukunft noch viele schöne geführte Touren wünschen.

 

Willi Pohl

 

 
 
 
 

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