Logo Zweig Villach

Siebenseental (Siebenseental - )

Ehrenamt im Alpenverein

Öffnungszeiten AV-Büro
Dienstag     16:00-19:00 Uhr
Donnerstag 16:00-19:00 Uhr

Tourenportal Alpenvereinaktiv
alpenvereinsjugend homepage
 
 

inserieren im Vereinsmagazin

Mitglied werden
zur Anmeldung
Bild /villach_wAssets/mixed/bilder/berichte/siebenseental_2_.jpg

 

Siebenseental

Wo ist nun das Siebenseental; blüht denn wirklich die Krainer Lilie; wo ist hier der Triglav; gibt es wohl noch Cremeschnitten in Bled?

 

Am 5.Juli zeitig früh setzte sich eine bemerkenswert große Expeditionsmannschaft von 30 Bergsteigern/-innen in die mit Ausrüstung vollgepackten Autos, um den südlichen Teil des Triglav - Nationalparks in Slowenien zu erkunden. Nach abenteuerlicher Fahrt auf verschlungenen Wegen (um der Vignettenpflicht zu entgehen) erreichte man nach 2 Stunden den Parkplatz unterhalb der Blato Alm. Angespornt von einem schönen Morgen und dem Bedürfnis nach heißem Kaffee war schon bald die rund 300Hm höher gelegene Hütte am 8.See ( Namensgebung des Führers anstatt Koca na planina pri Jezeru) erreicht. Nach dieser kurzen Pause ging es steil auf etwas rutschigem Terrain nochmals knapp 200Hm aufwärts zur urigen Alm Visevnik, wo auch die zuerst zu kurz Gekommenen ihren Kaffee oder eine sonstige Stärkung bekamen. Von der Planina Vesevnik ging es in mehrfachem Auf und Ab durch lichten, naturbelassenen Wald und vorbei an Dolinen und durch den Kessel einer riesigen Polje hinüber zur Alm Ovcarija, wobei schon hier die vielfältige Blumenpracht im Sonnemlicht bewundert werden konnte.

Aber: Wo ist nun das 7-Seental?

Vorerst ging es wieder 400Hm aufwärts, zuerst durch einen Latschengürtel zum Sattel Stapce und von dort über eine felsige Stufe hinauf zum Gipfel der 2071m hohen Kleinen Ticarica, die wir um die Mittagszeit erreichten. Bei noch sonnigem Wetter mit ein paar Wolkenbänken bot sich eine umfassende Sicht auf die südlichen Berge der Julischen Alpen. Und tief unter uns öffnete sich endlich das Siebeseental mit noch vielen Schneefeldern im oberen Bereich und einem gut mit Wasser gefüllten Doppelsee.

Und wo ist jetzt der Triglav? Ja, auch der König war wolkenfrei und im Sonnenlicht gut zu sehen. Später ging es zurück zum Sattel Stapce und über ein gut gesichertes Steilstück auf einen langen Schutthang und dann war es endlich soweit: Krainer Lilien locker in den Schutt gesetzt, soweit das Auge reichte!

Und doch mussten wir in Anbetracht der immer dunkler werdenden Wolken weiter hinunter zum 6. See und zur Siebenseenhütte Koca pri Triglavskih Jezerih. Ein paar Minuten später brach das tägliche Gewitter mit heftigem Regen über das Siebenseental herein! Nach ca. einer Stunde hatte sich die Lage soweit beruhigt, dass wir uns auf den Weiterweg talauswärts machen konnten, wobei sich dieser durch den Regen teilweise in einen Wasserlehrpfad verwandelt hatte. Nachdem wir vom Hauptweg abgezweigt waren und wieder bergwärts schritten, zeigte sich plötzlich wieder die Sonne und so erstrahlte der zur Gänze mit Ginster in Vollblüte bewachsene und mit Krainer Lilien duchsetzte Hang der Prodi in voller Schönheit.

Noch ein Stück bergauf, vorbei am Knotenpunkt der Alm Ovcarija, und das letzte Teilstück unseres Weges konnte, da bergab führend, etwas flotter in Angriff genommen werden. Ein letzter Halt erfolgte noch bei der herrlich gelegenen Alm Dedno Polje, die im schönsten Nachmittagslicht erstrahlte.

Eine halbe Stunde später war wiederum die Hütte am 8.See erreicht und unser Wander-Achter vollendet.

Hier machten es sich alle wohl verdienterweise auf der Terrasse im Sonnenlicht bei Ritschert und Szegediner-Jota gemütlich. So gestärkt war der letzte Abstieg zum Parkplatz kein Problem mehr und wir konnten stolz auf unsere Leistung (gut 12 Stunden am Berg, davon 7 Stunden reine Gehzeit) und auf die Disziplin und Kameradschaft einer so großen Gruppe unserer Expedition  ins Reich des Zlatorog abschließen.

Und wo bleibt die Cremeschnitte? Das soll auch nicht verschwiegen werden: Ein Großteil der Bergkameraden fanden sich zuletzt noch auf der Seeterrasse des Hotel-Restaurants in Bled ein, wo man an einem lauen Sommerabend im Freien bei leiser Musik, Kaffee und Cremeschnitte noch einen so schönen und ereignisreichen Tag Revue passieren lassen konnte.

 

Willi Pohl

 

 
 
 
 

Datenschutzhinweis

Bitte beachten Sie, dass der folgende Link eine externe Website öffnet, für deren Inhalt wir nicht verantwortlich sind und auf die unsere Datenschutzbestimmungen keine Anwendung finden. Informieren Sie sich bitte auf der neuen Webseite über den dortigen Datenschutz.

Ziel: