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Badener Hütte und Kristallwand (Kristallwand )

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Irene und die starken Männer

Badener Hütte und Kristallwand

1. Tag

Ein hohes Ziel hohe Anforderung unter dieser Voraussetzung starteten wir unsere Tour in Gruben am Beginn des Froßnitztales. Es ist dies der einsamsten und wildesten Täler im Nationalpark Hohe Tauern. Gleich nach der Ortschaft Gruben geht es recht zünftig den Güterweg steil bergauf. Nach schweißtreibenden eineinhalb Stunden erreichten wir die Untere Katalalm.

Auf  Katal gab es um 1299 in 1780m Seehöhe zwei Schwaigen, die ganzjährig bewirtschaftet wurden.

Unterwegs ins wildromantische Froßnitztal trifft man auf eine Ansammlung von liebevoll gepflegten Almhütten, die im regionalen Baustil errichtet sind: Stall gemauert, Wohnteil und Giebel gezimmert. Auf den steilen Bergwiesen wird noch fleißig gemäht. Etwas frischer durch den Gletscherwind wird es ein Stück taleinwärts.

Das Tal öffnet sich hier etwas und man erreicht die Mitteldorfer bzw .Zedlacher Almen. Hier sind die Hütten zur Gänze aus Stein gemauert. Die Häuser stehen auf kleinstem Raum, den letzten lawinensicheren Platz ausnützend .Diese kleinen gemauerten Siedlungen erinnern ein wenig an Tibet und werden auch Klein Tibet genannt.

Nach einer kurzen Stärkung auf der Gosseralm wanderten wir in Richtung Hütte weiter. Bei der Abzweigung Steinsteg verließen wir den Güterweg, der bis zum Talschluß führt, und stiegen auf den markierten Steig am Achselseee vorbei weiter bergauf. Bald danach kamen wir in ein wildes Gebiet des fast Hochwasser führenden Froßnitzbaches. Eine gut gesicherte Brücke ermöglichte uns eine problemlose Überquerung. Man konnte unser Tagesziel die Badener Hütte schon sehen .Aber noch waren wir nicht oben. Die letzten Höhenmeter über den serpentinenreichen Anstieg schafften wir auch noch, wir waren froh, das Tagesziel erreicht zu haben.

Bei guter Verpflegung und in gemütlicher Hütten Atmosphäre konnte man sich von dem anstrengenden Anstieg recht bald erholen.

 

Was is des für a Wunder?

Was is des für a Spiel?

Was is des für a Farbe?

Was is des führ a G`fühl?

 

I verrat`dir`s, i sag dir`s

Ganz einfach, ganz fein:

Des all`s, des kann lei

Da Sonnenaufgang in den Bergen sein!

 

2. Tag

Im Tal noch Nebel und die aufsteigende Morgensonne erleichterten das Aufstehen. Nach dem kurzen Frühstück und weil am Vortag alles verstaut war, brachen wir zum Gipfelsturm auf. Am Steig über die Gletschermoränen kamen wir recht zügig voran. Der Rucksack war ja auch wesentlich leichter als am Vortag. Bald darauf waren wir beim Einstieg zum neuen Klettersteig über den SO Grat .(B/C). Gleich zu Beginn ging`s recht C - ünftig los. Über steile Felsplatten mit wenig Steighilfen kamen wir doch recht gut voran. Einige Abschnitte mussten ohne Seilsicherungen bewältigt werden, was allen Teilnehmern auch ohne irgendwelche Probleme gelang.

Im wahrsten Sinne des Wortes a wülde Kraxlerei. Nach knapp drei Stunden standen wir am Gipfel der Kristallwand. Die Aussicht war überwältigend. Bei strahlend blauen Himmel ist so ein Gipfelerlebnis was ganz besonderes. Im Westen waren  das Rainerhorn, Hoher Zaun und Schwarzwand , sowie der Vorgipfel des Großvenedigers zu sehen .Auch gegen Osten waren der Großglockner, die Schobergruppe mit ihren markannten Gipfeln und die Muntanitzgruppe gut zu erkennen.

Nach der wohlverdienten Gipfelpause machten wir uns für den Abstieg bereit. Genauso konzentriert und diszipliniert wie bergauf stiegen wir bergab.

Bei der Hütte angekommen wurde Mittagspause gemacht. Aber allzu lange konnten wir uns nicht aufhalten, denn ein anstrengender, aber lohnender Abstieg über das Löbbentorl ins Innergschlöß lag noch vor uns. Schon der Abschnitt bis zum Löbbentörl hatte es in sich. Über viele Gräben und Steilstufen im Auf Ab erreichten wir das Törl. Auch hier wieder eine Aussicht in eine noch vorhandende Gletscherwelt war die Belohnung. Danach ein steiler Abstieg über Steinplatten und Restschneefelder. Über den Moränensteig erreichten wir dann wieder grünes Almgebiet. Beim Auge Gottes machten wir wieder mal eine längere Pause .Von hier der Blick zum Schlattenkees und Gletscherschliff ist immer wieder ein Erlebnis. Aber noch lag eine letzte Steilstufe vor uns .Dieser Abschnitt war immer wieder mal mit Holz- oder Steinstufen verbessert worden. Steilstufen nach so einer langen Tour sind immer anstrengend, aber trotzdem haben wir uns mit dieser Variante ca. 650 HM vom Gipfel hinunter erspart.

Beim Venedigerhaus angekommen, wurde zuerst ein Taxi bestellt und gleich danach ein kühles, wohlverdientes Bier! So machte uns der plötzlich einsetzende Regen nichts mehr aus. Bald darauf waren wir in Richtung Heimat unterwegs .Noch eine Einkehr in Dellach zum obligaten Abschlußessen rundete diese anstrengende, aber wunderschöne Tour ab.

 

I.Schönfelder

 

 

 
 
 
 

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