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Fahrt in die Pyrenäen - Wandern und Kultur (Pyrenäen -Wandern und Kultur)

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Pyrenäen - viele Seen in einer urtümlichen Landschaft 

"Ist das kalt -ist das schön" Zitat einer Schwimmerin

Fahrt in die Pyrenäen - Wandern und Kultur

 Fotogalerie von Sigi Unterweger

 

Samstag, 18. 8.:

Die Busfahrt unter der Obhut von Willi (Dörfler), der sich in den Bergen genauso wohlfühlt wie hinter dem Lenkrad, führt uns (insgesamt 28 Personen) bei sehr schönem Wetter von Klagenfurt/Villach über Venedig, Mailand, Genua und Monaco nach Nizza.

Nach dem Abendessen machen wir einen Verdauungsspaziergang zum Jachthafen und in die Altstadt.

Sonntag, 19. 8.:

Bei noch schönem Wetter fahren wir weiter über Marseille und werden bei Toulouse von einem begin­nenden Regenwetter empfangen. Unser Ziel ist Baquèira bei Salardü im Val dAran, wo wir in unserem Standorthotel Tüc Blanc für zehn Tage Quartier in mittelbarer Nähe der höchsten Erhebungen der Pyrenäen beziehen.

(Einen Berg namens Tüc Blanc oder Tuc Blanc findet man zweimal: der eine etwa 2500m hoch befindet sich im Nordosten des Baquèira-Beret-Gebietes und hat höchstwahrscheinlich dem Hotel als Namenspatron gedient; der andere 2884m hoch liegt im Süden des Val dAran im Seengebiet Colo­mèrs neben dem 2933m hohen Grand Tuc de Colomèrs. Beide sind vom Hotel Tüc Blanc in Baquèira etwa gleich weit entfernt.)

Das Gebiet Baquèira-Beret ist zu einem Wintersportzentrum (mit mindestens vier Monaten Saison) aus­gebaut worden. Viele Hotels und andersgeartete Unterkünfte wurden und werden noch immer aus dem Boden gestampft.

 

Das Val dAran bildet die nordwestlichsten Ecke Kataloniens. Es ist ein Gebiet mit drei offiziellen Sprachen: Spanisch (Castellan), Katalonisch (Català) und Aranès.

(Daher finden wir nicht nur auf Wegweisern, sondern auch auf Wanderkarten unterschiedliche Schreib­weisen für ein und dieselbe Örtlichkeit.)

 

Übrigens: Die spanischen (katalanischen) Wanderkarten haben uns mit ihrer Ungenauigkeit einige Überraschungen beschert.

 

Wegen des unsicheren Wetters wird der ursprünglich für die zehn Tage im Val dAran vorgesehene Plan geändert. (So muß schließlich auch die Besteigung des Tuc de Mauberme entfallen.)  

 

Montag, 20. 8.:

Wir fahren durch den Tunnel de Vielha nach Süden und treffen dort schönes Wetter an.

In der Region Alta Ribagorca wandern wir im Vall de Boi. Dort stehen neun frühromanische Kirchen aus dem 12. Jahrhundert, welche heute dem UNESCO-Weltkulturerbe angehören.

Unsere Wanderung unterstützt durch die fachkundigen Erklärungen von Irmgard (Janach), welche im Vorjahr einen Teil des Jakobsweges entlanggewandert war führt uns von Taüll über Boi und Durro nach Barruera.

(Im Norden sehen wir den markanten Berg Montardo, dessen Besteigung ursprünglich für heute geplant war.)

 

Weil das Wetter südlich des untertunnelten Bergmassivs  deutlich besser war als im Val dAran, steht für den nächsten Tag (Dienstag, 21. 8.) die Wanderung auf einem alten Saumpfad von Ospitau de Vielha (1620m) zum Bergsee Estanh Redo (2250m) und weiter zum Gipfel des Tuc deth Port de Vielha mit Abstieg vorbei an Bunkeranlagen des spanischen Bürgerkrieges am Programm.

Doch im Süden erwartet uns diesmal noch schlechteres Wetter als im Norden.

Die Wanderung endet nach einem Dauernieselregen beim See, wo wir sogar mit ein paar Schneeflocken und nachfolgendem Graupelschauer empfangen werden.

 

So weichen wir am Mittwoch, dem 22. 8., nach Frankreich aus und fahren (bei deutlich besserem Wet­ter) zuerst zur Basilika St. Just in Valcabrère. Bedingt durch die Öffnungszeiten der Grotte von Gargas unterbleibt die vorgesehene Wanderung nach St. Bertrand             de Comminges, und wir fahren gleich weiter zur Grotte. Wegen der vielen Besucher können wir doch erst am Nachmittag drankommen, und so besu­chen wir über Mittag die Kathedrale St. Bertrand de Comminges, welche am Jakobsweg nach Santiago de Compostela liegt.

Am Nachmittag besichtigen wir die Grotte von Gargas mit den bis zu 27000 Jahre alten Handab­drücken und Wand-Malereien. Danach fahren wir nach Lourdes und erleben das Treiben in der seit 1858 so be­deuten­den Pilgerstadt.     

 

Donnerstag, 23. 8.:

Regenwetter. Daher: Fahrt über die Passhöhe Pòrt dera Bonaigua und den Ort La Seu dUrgell, wo wir (bei Sonnenschein) die römische Kathedrale mit dem angeschlossenen Museum besuchen, nach An­dorra.

Die Hauptstadt Andorra la vella ist nur (noch) interessant, wenn man (Treibstoff) tanken, Zigaretten kaufen oder Parfum erstehen will. Sonst sieht man vor allem entstehende Neubauten.

 

Freitag, 24. 8.:

Geplant ist, dass der Bus uns zu einem Parkplatz bringt, von dem aus wir eine Wanderung zu den 42 Seen von Colomèrs (2000-2500m) unternehmen.

Sehr bald jedoch wird unsere Fahrt durch ein Taxi, das uns überholt und uns am Weiterfahren hindert, beendet: Das Fahren mit Bussen sei dort verboten; auch wolle man nicht, dass wir uns selbst gefährden und überdies (wollen die Taxiunternehmer an den Wanderern verdienen).

So muß Willi den Bus unter Aufsicht zurückführen, während die restlichen Teilnehmer mit den sofort zur Verfügung stehenden Taxi zum Parkplatz unter dem Stausee von Colomèrs gebracht werden. (Willi kommt mit dem letzten Taxi unsrer Gruppe nach.)

Bald jedoch sind wir vom Reiz dieser Landschaft eingenommen: jeder dieser Seen, welche Überbleibsel der Eiszeitgletscher sind, hat eine andere Form und Farbe.

Wir wandern den großen Seenweg entlang, der uns über den Tuc de Pòdo zurück zur direkt am Stausee liegenden Refugi de Colomèrs führt.

 

Samstag, 25.8.:

Wiedereinmal fahren wir mit dem Bus durch den Tunnel de Vielha nach Süden. In der Nähe des Ortes Aneto warten schon zwei Taxi, die uns zum Stausee Llauset  (2200m) bringen. Diesen wandern wir ent­lang in ein Tal hinein und weiter über Geröllfelder auf einem Kamm dem Ziel entgegen: Tuca de Balli­bierna (3056m). Das heißt: nur Heinz (Sternig) hangelt sich von einem Vorgipfel Tuca de les Culebres (3051m) weiter über eine Schlüsselstelle, die zeitraubend von mehr und minder zitternden Spaniern bewältigt wird, und steigt die letzten (5 Höhen-)Meter zum Gipfel des Tuca de Ballibierna hinauf.

Der in der Ausschreibung erwähnte großartige Rundblick zu Aneto (3404m), Posets (3375m) und Mon­te Perdido (3355m), die  höchsten Berge der Pyrenäen, ist gleichmäßig eingeschränkt durch Nebel.

Wieder unten am See erwartet uns die Sonne und veranlasst Frauenfüße und drei ganze Männer, im See zu baden.

Unbedingt zu erwähnen ist die Blumenpracht, die uns an vielen Orten entgegenleuchtet: blaue Iris, wohlduftende Nelken, Disteln, roter Fingerhut und vieles andere mehr.

 

Sonntag, 26. 8.:

Wir wollen im Nationalpark St. Maurici wandern.

Willi bringt uns zu einem Parkplatz, von dem aus wir die Wanderung beginnen. Er selbst fährt mit dem Bus zur Endstation unserer Wanderung und wird uns von dort aus entgegengehen.

Die Wanderung führt vorbei an den Seen von Gerber und Cabanes zum höchsten Punkt des Coll Bassiero (2710m), wo uns Willi über eine Bockleitn entgegenkommt.

Wie auf allen erklommenen höchsten Erhebungen entnimmt Nepali Reinhold (Tabojer) auch hier wieder seinem Rucksack eine grüne Dose, um mit den Worten gut, besser, seine Labezeremonie einzuleiten. Er hat das sei ebenfalls erwähnt auch Arriacher Speck und Brot mit, um so in weiter Ferne seine stete Heimatverbundenheit zu zeigen.  

Der Abstieg lässt genügend Zeit für ein Bad in einem der wunderschönen Seen zu bei mangelnder Badeausrüstung kein Problem: es gibt genügend versteckte Winkel.

Während des nun gemütlicher werdenden Weges ist die Versorgung mit köstlichen Him- und Erdbeeren ausreichend gesichert. (Auch das Angebot an Schwarzbeeren ist erwähnenswert.)

Am Zielort, einer bewirtschafteten Hütte, angekommen, wird so ausgiebig Flüssigkeit nachgetankt, dass Walter (Lackner) mehrfach zeigen kann, wie man als menschlicher Alufant die Bierdosen auf ein Minimum ihres ursprünglichen Volumens reduzieren kann.

Doch er ist nicht allein Mittelpunkt der Bewunderung. Auf nachdrückliche Aufforderung hin führt uns Reinhold mehrfach den Liegestütz mit Beifall vor.

 

Montag, 27. 8.:

Die Taxi bringen uns bis Pontet de Rius [Pònt deth Ressèc] (1390m). Über die Refugi dera Restanca und den Pass Port de Rius gelangen alle, die an dieser Wanderung teilnehmen, auf den Gipfel des Montardo (2830m).

Der Abstieg erfolgt (über den Weitwanderweg GR11) zur Berghütte am Stausee von Colomèrs. Leider haben wir diesmal keine Zeit zu einem Bad.

Dafür bleibt am Abend an der Bar genügend Zeit, dass Rudolf (Keimel) die Anwesenden mit dem fes­selnden Entfesselungsspiel Die gefesselten Hände unterhält.

 

Dienstag, 28. 8.:

Nach zwei Tagen mit sehr langen Wanderungen (im Ausmaß von etwa 8 Stunden) führt uns der Bus auf einer Nebenstraße auf die Hochebene von Beret ein ebenfalls für die Schisaison vorbereitetes Gebiet. Wie ein Führer erwähnt, ist man in ein paar Minuten weg vom Trubel in unberührter Natur. Wir errei­chen eine Hochalm mit Pferdeweiden und einem wundervollen See. Trotz dieser Verführung zum Ra­sten und Baden lassen es sich elf Gruppenmitglieder nicht nehmen und ersteigen auf einem bequemen Pfad den Tuc deth Rosari (2594m).

Von dort hat man einen schöner Rundblick über das Val dAran und den Nationalpark Sant Maurici.

Auch die Kulisse der höchsten Pyrenäenberge grüßt aus der Ferne (und lässt schon geheime Wünsche für die Zukunft keimen).

Nach der Rückkehr zum See gibt es für einige ein herrlich erfrischendes Vollbad.

Wie schon beim Aufstieg, erfreut rotes Mehlbeerenlaub (Irmgard: wie Indian Summer!) unser Auge, so wie auch köstliche Himbeeren unseren Gaumen erfreuen.

 

Mittwoch, 29. 8.:

Kultur ist angesagt, und so fahren wir nach Vilac auf einem Haus finden wir sogar den Namenszug VILACH , wo uns nicht nur Regen erwartet, sondern auch eine sachkundige Angestellte des Museums von Vielha, die uns Interessantes zur Geschichte dieses Gebietes und seiner Kirchen erzählt für uns von Klaus (Kummerer) dank seiner Spanischkenntnisse laufend übersetzt.

Auf der Rückfahrt schon wieder bei Sonnenschein machen wir Station in Vielha, um dort für die Heimreise (und die Zeit danach) einzukaufen. Dann wandern wir durch das Tal nach Salardu, wo wir die Kirchen der Orte Unha, Garos, Arties, Gessa und Salardu bewundern.

 

Es bleibt uns nur noch die Heimfahrt (am Donnerstag, dem 30.8., und am Freitag, dem 31.8.).

Sie führt uns über Carcassonne, über dessen UNESCO-Weltkulturerbe Cité wir ausgiebig staunen, und Marseille nach San Remo, wo wir die Nacht nahe dem Meer verbringen.

Der letzte Tag beschert uns wechselhaftes Wetter auf der Fahrt von San Remo über Genua, Mailand und Venedig zurück nach Villach/Klagenfurt.

 

Wie auch Alois (Stückler) am Ende der Reise ausdrücklich festgestellt hat, war es alles in allem ein gelungenes Unternehmen, zu dem eine gut aufeinander abgestimmte, an allem interessierte Gesellschaft ohne jegliche Reibereien und Extravaganzen beigetragen hat.

Dem von Klaus (Kummerer) im Namen aller Teilnehmer ausgesprochenen Dank an Alois (Stückler) und Walter (Lackner) für die Planung und Abwicklung haben sich alle vollinhaltlich angeschlossen was auch die Hoffnung betrifft, dass es in Zukunft schon noch zu derartigen Unternehmungen kommt.

 

Schließlich gab es auch ein großes Dankeschön für unseren nimmermüden Fahrer Willi (Dörfler), der uns wohlbehalten (überall) hin- und herkutschiert hat.

Vielleicht läutet bei ihm anlässlich einer neuerlichen Reise wiedereinmal sein Mobiltelefon, das sich daraufhin mit der Stimme seines Herren meldet: Willi, heb ab!.

 

Günther Lang

 

 

 
 
 
 

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