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Glocknerrunde (Glocknerrunde)

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Glocknerrunde

Wir sind Mitglieder der Theatergruppe SIGNAL aus Arnoldstein und gemeinsame Bergtouren sind Teil unserer vielen sportlichen Unternehmungen. Seit wir 2005 mit dem Karnischen Höhenweg zum ersten Mal einen Weitwanderweg in Angriff nahmen, sind wir sozusagen infiziert und entschieden uns heuer für die Glocknerrunde.

Dieser Weitwander- bzw. rundweg zeichnet sich aus durch das durchwegs überwältigende Panorama und durch den riesigen Wasservorrat des Tauernmassivs. Es war beeindruckend, ständig und bis in große Höhen auf kleine Rinnsale, Bächlein, tosende Wasserfälle oder wunderschöne, türkisfarbene Hochgebirgsseen zu stoßen.

In Bezug auf Wandererfahrung und Kondition würde ich diese Tour als anspruchsvoll bezeichnen. Als Ausrüstung ist jedoch nur gutes Schuhwerk und entsprechende Bekleidung notwendig. Die Steige reichen bis auf 2600-2800m Höhe und beinhalten teils felsige Passagen. (Bei Begehung im Juni bis Mitte Juli sind Steigeisen für den Abstieg von der unteren Pfandlscharte  zu empfehlen)

Für die Glocknerrunde sind 7 Tage einzuplanen, sie ist jedoch auch in 5 6 Tagen zu bewältigen und den Beginn bzw. das Ende der Tour können beliebig gewählt werden. Erwähnenswert sind auch die Freundlichkeit, das gute Essen und die sauberen Schlafplätze in allen Hütten, in denen wir um zu rasten oder über Nacht Einkehr hielten.

 

Unser Tourenverlauf

1. Tag: von Kals (Glor) zur Salmhütte

Über einen Forstweg durch das Ködnitztal zum Lucknerhaus und über die Gratzwinkelalm zur Glorer Hütte (auch über das Peischlachtal möglich). Danach über einen z.T. versicherten Steig noch eine gute Stunde bis zur Salmhütte.

~1620m Auf  ;    307m Ab    ;  reine Gehzeit  5 Stunden;

 

2. Tag:  von der Salmhütte zum Glocknerhaus

Ein schöner, wenig steiler Steig entlang dem Wiener Höhenweg, dann ein kurzes Stück sehr steil bergauf und

wieder hinunter bis zur Stockerscharte. Danach wieder steiler werdend hinab bis zum Margeritzenstausee, wo man die Dammkrone überquert und in 10-15 min zum Glocknerhaus aufsteigt. Dieser Abschnitt kann von konditionsstarken Wanderern durchaus an den vorigen Tag angehängt werden. Aufgrund von Schlechtwetter an diesem Tag waren wir über eine kurze Tour recht froh. Wir erreichten das Glocknerhaus in letzter Minute vor dem Regen.

~242m Auf  ;    794m Ab   ;  reine Gehzeit  2 ¼ Stunden (gemütlich);

 

3. Tag:  vom Glocknerhaus nach Fusch

Herrliches Wetter bescherte uns einen sehr schönen Aufstieg mit herrlichem Blick auf den Großglockner bis zur unteren Pfandlscharte (2663m) für den wir ca. 2 ¾ Stunden benötigten. Der Abstieg über das nördliche Pfandlscharten Kees ist aufgrund von losem und aufgeweichtem Geröll sehr anstrengend (im Juni bis Mitte Juli sind Steigeisen zu empfehlen) Nach dem Kees führt ein Steig talwärts zur Trauneralm (bewirtschaftet), wo man anschließend nach weiteren 1 ½ Stunden über eine Forststraße nach Ferleiten  gelangt (der letzte Bus nach Fusch fährt um 17 Uhr).

~691m  Auf ;    1734m Ab   ;  reine Gehzeit  6 ½  Stunden;

 

 

4. Tag:  von Fusch zum Kesselfall Alpenhaus (nahe Talstation Gletscherbahn Kaprun)

Bei diesem Abschnitt ist eine enorme Gehleistung zu erbringen. Südlich des Hirtzbaches geht es durch einen Wald hinauf zur Hirtzbachalm. Man biegt rechts ab zur auf 2174m hoch und wunderschön gelegenen Gleiwitzer Hütte (4 Std.). Danach geht es über einen sehr schmalen Pfad und einigen felsigen Passagen noch einmal 200m höher zur Brandlscharte. Der Abstieg ins Tal führt über einen schönen Almwiesensteig, weiter unten durch einen Wald. Nächtigt man im Kesselfall Alpenhaus (sehr gute Küche), so kann man beim unteren Krapfen nach links auf einen Forstweg abbiegen (ist nicht markiert und abgezäunt) und gelangt zwischen Talstation Gletscherbahn Kaprun und dem Kesselfall Alpenhaus zur Hauptstraße, von wo man noch ca. 15 min zu gehen hat.

~1620m  Auf ;   1443m Ab   ;  reine Gehzeit  8 Stunden;

 

5. Tag:  vom Kesselfall Alpenhaus zum Alpinzentrum Rudolfshütte

Dieser Abschnitt ist geprägt von tollen Eindrücken. Mit dem Bus, der Zahnradstandseilbahn und wieder mit dem Bus bis zum Stausee Mooserboden (2036m). Dort wanderten wir über die Dammkrone bis zum Talschluss über einen Moränenwall hinauf auf das Kapruner Törl (2639m). Danach gings  600m hinunter zum Tauernmoossee und wieder ca. 300 m hinauf über den hinteren Schafbichl  (auch über die Steinerne Stiege  möglich), zum Alpinzentrum Rudolfshütte. Und wieder hatte der Herrgott ein Einsehen, es hagelte erst 15min nach unserer Ankunft.

~ 941m Auf ;    630m  Ab  ;  reine Gehzeit  6 Stunden;

 

6. Tag:  vom Alpinzentrum Rudolfshütte zum Kalser Tauernhaus

Wettervorhersagen, die für unsere letzten beiden Tage noch stärkere Unwetter für die Nachmittage prognostizierten, zwangen uns zur Abänderung der geplanten Route. Statt über den anspruchsvolleren Silesia Höhenweg über Munternitztrog, Gröllwandrücken und Gradötzsattel (reine Gehzeit 6 Stunden) zur Sudetendeutschen Hütte (2656m), marschierten wir an einem unschweren, schönen  Almwiesensteig, vorbei am schönen Dorfer See zum tiefergelegenen Kalser Tauernhaus (1755m), das wir wiederum gerade rechtzeitig vor einem schweren Gewitter erreichten.

~ 204m Auf  ;    761m Ab   ;  reine Gehzeit  3 ½  Stunden;


 

(bis Sudetendeutsche Hütte:  ~ 1382m Auf   ;    943m Ab   ;  reine Gehzeit  6 Stunden;)

 

7. und letzter Tag:  vom Kalser Tauernhaus nach Kals

Der letzte Tag war eine gemütliche Wanderung entlang des See Baches mit seinen vielen Einmündungen und einem Wasserfall in der Dabarklamm. Wählt man ab Rudolfshütte diesen Verlauf, so kann Tag 6 und 7 ohne weiteres zusammengelegt werden.

~ 429m Ab   ;   reine Gehzeit  2 Stunden;

(von Sudetendeutscher Hütte: ~ 243m Auf  ;    1531m Ab   ;  reine Gehzeit  4 Stunden;)

 

Beim Ködnitzhof in Kals genossen wir unseren verdienten Soda-Radler und Hr. Steinkellner Paul brachte uns wie vereinbart mit dem ÖAV-Bus nach Villach zurück.

Wir sind eine durch Freundschaft und Zusammenhalt geprägte Gruppe, bei der die Liebe zum Berg, aber auch der Spaß dabei viel Platz einnimmt. Dies einerseits, das Wetterglück und auch das Erleben der beeindruckenden, vergletscherten Hochgebirgslandschaft des Nationalparks Hohe Tauern ließ die Glocknerrunde für uns zu einem wunderschönen Erlebnis werden.

 

 
 
 
 

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